Archiv des Monats: Januar 2020


Neue Knoppix-Version

Die neuste Version der freien Knoppix-Linux-Distribution ist nun verfügbar.

Wie Pro-Linux [url=http://www.pro-linux.de/news/2006/10663.html]berichtet[/url] , hat Klaus Knopper, Schöpfer der erfolgreichen Linux-CD Knoppix, die Version 5.1 des Systems zum Download freigegeben.

Knoppix eignet sich als Live-Distribution hervorragend dazu, bei einer Neuanschaffung eines Rechners diesen bereits im Laden auf seine Funktion hin zu überprüfen. Da keine Installation auf eine Festplatte notwendig ist, kann man so einen Rechner auf seine Linux-Hardware-Kompatibilität testen. Die automatische Hardware-Erkennung hat schon vor längerer Zeit Maßstäbe gesetzt und wurde schon in diverse andere Linux-Distributionen übernommen.

Als Rettungs- und Test-System kann man dieses System uneingeschränkt auch für Anfänger empfehlen, bei Bedarf kann es auch fest installiert werden. Auf jeden Fall einen Versuch wert.


Volldampf im Leerlauf

Wie Bundeskanzlerin Angela Merkel in ihrer Neujahrsansprache verlauten ließ, müßten wir uns alle in 2007 nur doppelt anstrengen, und alles würde besser – oder zumindest gleich schlecht bleiben. Nun dürfte man doch wohl erwarten, daß die Politik mit gutem Beispiel voranginge, aber nein, das wäre in Deutschland doch zu viel verlangt.

Das Jahr noch keine zwei Tage alt, und schon kommen zwei unsägliche Beispiele des Versagens der Politiker-Kaste dahergesegelt: das Ausrufen des V-Falles bei Flugzeugenttführungen (wir [url=http://www.eraser.org/modules/news/article.php?storyid=340]berichteten[/url]) und jetzt das vorläufige [url=http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,457377,00.html]Eingeständnis[/url] des Scheiterns der Gesundheitsreform.

Sie brauchen mehr Zeit. Mir ist der Zeitpunkt leider schon aus dem Gedächtnis entschwunden, an dem die Reform des Gesundheitswesens beschlossen wurde. Ich möchte mich am liebsten auch nicht mehr erinnern. Bis jetzt ist *nichts* dabei herausgekommen. Als Zwangsmitlied in der Barmer-Ersatzkasse werde ich wohl aber zwangsläufig durch einen Blick auf den Kontoauszug wieder mit der [url=http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,456713,00.html]bitteren Realität[/url] konfrontiert.

Der freie Autor Michael Winkler [url=http://www.michaelwinkler.de/Pranger/271206.html]schreibt[/url] in seinen Neujahrsgrüßen nicht ganz zu Unrecht vom Wiederauftreten der Krankheiten als göttliche Strafe – weil es sich kein gesetzlich Krankenversicherter mehr leisten kann, ernsthaft zu erkranken.

Das Jahr 2007 dürfte für die Deutschen teuer werden – Alle Kosten [url=http://www.netzeitung.de/wirtschaft/ratgeber/480905.html]rauf[/url], Jobs [url=http://www.netzeitung.de/wirtschaft/wirtschaftspolitik/486228.html]runter[/url]. Man kann sich empören darüber, daß Henrico F. als Langszeitarbeitsloser mehrere Angebote medienwirksam ausgeschlagen hat, die Antwort ist ganz einfach: Arbeit ist für die Dummen!

In dem heutigen System wird der Faule überproportional belohnt und der Fleißige besteuert. Sozial eingestellte Menschen betrachten dieses als Mittel zur gerechten Umverteilung und zur Herstellung der Chancengleichheit; was am Ende herauskommt, ist Ergebnisgleichheit. Dieser Umverteilungsapparat dient als idealer Nährboden für die schmarotzende Kaste der Berufspolitiker, die ihren Gewinn aus den fluktuierenden Geldströmen abzapfen. Indem immer neue, unsinnige „demokratische“ Institutionen geschaffen werden, in denen immer noch ein Pöstchen zu besetzen ist.

Es macht auch keinen Unterschied, ob nun irgendwelche Wachstumsprognosen, Arbeitslosenzahlen-Prognosen oder sonstige Kaffeesatz-Lesereien zu positiven Ergebnissen kommen – solange die Parasiten, die sich in Berlin und Brüssel eingenistet haben, wissenschaftlichen Erkenntnissen nicht zugänglich sind. Man muß weder Hans-Werner Sinn noch Paul Kirchhof zur Gänze zustimmen, aber die komplette Ablehnung der Wirtschaftswissenschaften ist ebenso verblendet.

Das Zweck der Arbeit hat sich seit Bestehen des Menschen nicht verändert. Der Mensch arbeitet, um durch das Ergebnis der Arbeit seine Bedüftnisse zu befriedigen – das gilt für den steinzeitlichen Jäger, der seinen Hunger stillen will genauso wie für den Klempner, der sich von dem durch Arbeit verdienten Geld ein Haus bauen will. Können die Bedürftnisse auch ohne Arbeit befriedigt werden (sei es durch gegebenen Reichtum oder durch staatliche Fürsorge), so wird eben nicht gearbeitet, oder man arbeitet als Hobby.

Umso schlimmer, daß gerade die heute herrschende Politiker-Kaste ihr Dasein nur noch zum Selbstzwecke führt – „Dem Deutschen Volke“, das kann man vergessen bei dieser Regierungs-Kamarilla, die zwar noch schlaue Styling-Ratschläge erteilen kann, aber sonst nur noch „Vom Deutschen Volke“ praktiziert.

Die Bäume wachsen aber dennoch nicht in den Himmel, und es mehren sich schon [url=http://spatzseite.de/20061231.htm]Stimmen[/url], die ein Ende dieser Halbmarktwirtschaft proklamieren, denn auch sie funktioniert nach wissenschaftlich gewonnen Erkenntnissen, bis zum Beweis des Gegentums. Hoffen wir nur, daß es nicht wieder zum Ausschlag des Pendels in irgendeine der beiden extremen Lager kommt, aber wahrscheinlich wird es früher oder später [url=http://de.wikipedia.org/wiki/Generalstreik]hierzu[/url] kommen.


Arbeitsämter überflüssig?

Kurt Beck hatte es tatsächlich geschafft, dem Arbeitslosen Henrico F. nach dessen Körperpflege-Offensive mehrere Job-Angebote zu verpassen, die dieser dann wohl wegen des erhöhten Leistungsdruckes abgelehnt hat. Nunja, wollen wir an dieser Stelle nicht zu lange über die persönlichen Befindlichkeiten des Herrn F. spekulieren, aber das Beispiel scheint Schule zu machen, wie Spiegel Online [url=http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,457426,00.html]berichtet[/url].

Erinnern wir uns an das alte Sprichwort „Kleider machen Leute“. Genosse Beck erteilt einem heruntergekommenen Arbeitslosen Styling-Tips, und schon hagelt es Job-Angebote. Eigentlich zu schön, um wahr zu sein.

Das Kollege F. sich dann doch getreu dem Dimple-Minds-Song denkt: „Nein, ich will kein Held der Arbeit sein, denn Arbeit ist gemein“ ist nun wahrlich nicht Kurt Becks Schuld. Er selbst ist ja noch in Lohn und Brot und muß daher noch nicht zum Rasierer greifen, was man ihm dringendst empfehlen sollte, wenn es mit der Wiederwahl nicht klappt.

Da jetzt noch fünfzig weitere Arbeitslose sich durch eine Verbesserung ihres öffentlichen Auftretens Hilfe von Beck erhoffen, erscheint diese Aktion zunächst löblich. Es ist durchaus verständlich, daß nach längerer Arbeitslosigkeit sich eine Frustration bei den Betroffenen einstellt und auch die äußere Erscheinung etwas darunter leiden kann. Ein Schritt in diese Richtung, um wieder in Lohn und Brot zu kommen, ist also in jedem Fall zu unterstützen.

Aber von wem? Seit wann ist es denn die Aufgabe einer Landesregierung, Arbeitslose zu vermitteln? Das läßt nur den Schluß zu, daß die Arbeitsämter nicht in der Lage sind, einfachste Grundlagen zu verlangen, um Arbeitslose wieder in Arbeit zu bringen. Es wird endlich Zeit, daß diese mit einem Verwaltungs-Wasserkopf überfrachtete Behörde sich auf ihr Kerngeschäft konzentriert. Das darunter auch Hinweise auf das Auftreten bei Bewerbungsgesprächen fallen, sollte wohl selbstverständlich sein. In diesem Falle nimmt jedoch wohl die Landesregierung dem Arbeitsamt die Arbeit weg.


Spatzenhirne schießen mit Kanonen

Da wir Sylvester alle wieder ordentlich geböllert haben, ist unserem Innenminister durch den kriegsähnlichen Lärm wohl die heimtückisch lauernde Terrorgefahr ins Gedächtnis gerückt worden. Wie Spiegel Online [url=http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,457291,00.html]berichtet[/url], soll nach dem Veto des Bundesverfassungsgerichtes zu einem entsprechenden Vorstoß jetzt das Grundgesetz geändert werden, um von „Terroristen“ gekaperte Flugzeuge herunterholen zu können. Wir sehen, wenn der Regierung ein Gesetz im Weg steht, dann wird es eben geändert.

Dem Bericht zufolge soll diese Möglichkeit durch die Ausrufung des Verteidigungsfalles geschaffen werden – was die NATO ja nach dem 11. September gemacht hat, womit schon damals die Hilflosigkeit eines solchen Kunstgriffes deutlich geworden ist.

Gezielte Terrorschläge sind eben kein Krieg – man sollte ihnen deswegen mit polizeilichen Maßnahmen begegnen und nicht mit militärischen. Allerdings scheint dies in Zeiten, wo uns Rot-Grüne Feldherren in völkerrechtswidrige Angriffskriege führen, nicht mehr Prestige-trächtig genug für unsere Ober-Ordnungshüter. Man muß eben größere Kaliber auffahren, um in den exklusiven GröFaZ-Club[TM] aufgenommen zu werden.

Die Wirksamkeit der Luftabwehr gegen solche Angriffe war mun schon an 9/11 trotz [url=http://www.worldnetdaily.com/news/article.asp?ARTICLE_ID=24996]vorheriger Ankündigung[/url] deutlich zu [url=http://www.oilempire.us/wargames.html]erkennen[/url]; der größten Militärmacht der Welt hat dies nicht hinbekommen. Mal sehen, ob unsere 44 Eurofighter oder die schon leicht angestaubten Tornados im Fall der Fälle rechtzeitig zur Stelle wären…