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Das Google Fitbit Air im Test

Ein kurzer Abriss der letzten 20 Tage. Ich weiß das der Vergleich mit der 10 mal teureren Garmin Fenix 8 unfair erscheinen mag, aber Fitbit ist ja auch schon eine Weile mit ganz anderen Geräten am Markt, da kann man schon etwas erwarten.

Das Fitbit Air am Arm

Aber der Reihe nach:

Die Packung kommt im üblichen spartanischen Recycling Look angepasst auf die Größe des Fitbit Air, das mögen einige kritisieren, ich finde es aber allemal besser als die nervigen Blister Verpackungen. Das Band sitzt bequem und ich finde das Nylonband sehr gut. Es nimmt den Schweiß auf und ist dadurch nicht rutschig wie etwaige Bänder aus Silikon. Außerdem lässt es sich einfach in der Maschine bei 30 Grad in einem Wäschenetz waschen. Ein Wäschenetz, damit der Klettverschluss andere Wäsche nicht angreifen kann. Das Band ist mit Android Geräten ab Android 11 und Apples iOS ab 16.4 nutzbar.

Der Schrittzähler:
Wichtig ist, das man das Band an der anderen Hand trägt, als der die man am meisten nutzt. Ist man Rechtshänder sollte man das Band links tragen und umgekehrt. Die Garmin hat dafür eine Einstellung, Google Health ebenso. Trägt man das Band am „falschen“ Arm, zählt es schon mal rund 15% mehr Schritte als die Garmin. Am selben Arm getragen und richtig eingestellt waren es um die 5% mehr Schritte.

Die Herzfrequenz:
Sehr präzise Messungen, im Vergleich zur Fenix so gut wie keine Abweichungen. Die Daten werden schnell erfasst und passen immer. Sehr gut!

Die Herzfrequenzvariabilität:
10 ms Abweichung nach unten, Google wertet das wohl anders als Garmin. Wer das jetzt besser macht mag ich nicht beurteilen. Hier ist Auswertung bei Google gröber, wird ein HFV Wert pro Nacht angegeben, bei Garmin kann man sich das in einer detaillierten Grafik ansehen. Verbesserungswürdig.

Die Blutsauerstoffsättigung:
Wird in Google Health sehr grob dargestellt, wie bei der HFV, deckte sich aber mit der Fenix. Verbesserungswürdig.

Die Schlafüberwachung:
Das Ergebnis ist etwas durchwachsen. Google Health schlägt viel Tiefschlaf auf den REM-Schlaf. Somit hat man meist zu viel REM-Schlaf und zu wenig Tiefschlaf laut Google im Vergleich zu Garmin. Man muss allerdings darauf Hinweisen das das keine exakte Messung im Vergleich zu einem Schlaflabor sein kann. Es werden ja keine Hirnströme gemessen. Viel gravierender war, das Wachzeiten teilweise nicht erkannt werden. Wenn man mal nachts wegen eines menschlichen Bedürfnisses aufsteht, wird das teilwiese nicht erkannt. Unbefriedigend!

Der Akku:
Die von Google angegebenen 7 Tage Laufzeit kann ich so bestätigen. In der zweiten Woche hatte ich sogar 9 Tage.

Das Google Fitbit Air

Da das Band kein GPS hat, habe ich mir erspart das Tracking der Garmin mit dem Pixel 10 pro zu vergleichen. Trainings werden erkannt, man kann sie hinterher ändern. Doof ist, man kann kein Training am Band starten, man ist also gezwungen das Smartphone dabei zu haben. Dabei wäre es einfach, ein zweifach Tip auf das Band lässt die Akkuanzeige starten, man könnte mit dreifach Tip ein Training starten, gibt es nicht oder ich habe es nicht gefunden.

Fazit: Schönes, unauffälliges, leichtes Fitnessband das seinen Zweck größtenteils gut erfüllt. Hier könnt ihr das Fitbit Air erstehen.

Die Verpackung des Fitbit Air

Erstellt mit MI, Menschlicher Intelligenz.


Tagesschau stellt Benzinpreis manipulativ dar

In einem Facebook Beitrag der Tagesschau wird die Zusammensetzung des Dieselpreises als Tropfen dargestellt, aufgeteilt in Steuern und Gewinn der Ölindustrie:

Die Darstellung verzerrt die tatsächliche Zusammensetzung des Preises. Man bekommt den Eindruck, dass die Mineralölindustrie einen viel  größten Anteil am Preis erhält. Dem ist aber nicht so. Bei einem Preis von 2 € pro Liter beträgt der Anteil der Industrie  zwar tatsächlich 1,04 € sieht aber Flächenmäßig auf dem Bild der Tagesschau größer aus als der der Steuern und Abgaben. Korrekterweise sollte die Grafik so aussehen:

 

Grafik erstellt mit Nano Banana

Nutznießer der hohen Benzinpreise ist als Vater Staat und der verdient an der Ölkrise, verursacht durch den Krieg gegen den Iran, kräftig mit. Warum stellt die tagesschau das so dar, dass die Industrie als Buhmann da steht?


Passwort hacking für Dummies

Seit ein paar Tagen beobachte ich, dass jemand versucht sich auf dieser Seite mit meinem Benutzernamen unter wechselnden IP-Adressen anzumelden. Ein installiertes Plugin zeichnet das auf, und sperrt diese Adressen immer wieder.  Diese Art des Hackings ist ziemlich dumm, denn nicht nur schützt das Plugin vor allzu vielen Zugriffen, auch ist mein Passwort eben nicht so simpel. Es ist über 20 Zeichen lang und enthält Zahlen, Großbuchstaben und Sonderzeichen. 

Selbst ohne Plugin dürfte es mit den schnellsten Brute Force Attacken hunderte Jahre dauern bis das Passwort gefunden wird. Passwort-Listen sind auch sinnlos, denn es enthält Phantasiewörter die auf keiner Liste sind. Zur Sicherheit habe ich es zudem noch frisch erneuert.

Wenn Sie also derjenige sind der hier seine und meine Zeit verschwendet,  lassen Sie es, es ist sinnlos. Wenn ihnen an mir oder dieser Internetseite etwas nicht passt, schreiben Sie mir eine E-Mail, vielleicht lässt sich das anderweitig regeln.


Was taugt eine Fitnessuhr für 27€?

Für diesen Test musste ich nicht tief in die Tasche greifen. Das Angebot kling zu verlockend, für nur 26,80€ soll die Uhr Fitnessdaten messen, Telefonanrufe und Nachrichten des Smartphones anzeigen und das ganze fünf Tage mit einer einzigen Akkuladung. Als Referenz dient hier eine Garmin Fenix 8 Saphire Titan die man für 1100€ erstehen kann. Das soll jetzt kein Vergleich mit der über 40 mal teureren Uhr werden, sondern einfach nur zeigen was denn die Uhr aus China so kann. Spoiler: Nicht besonders viel.

Ausgepackt und angeschaut.
Die Uhr kommt in einer schlichten Box kaum größer als eine Schachtel Zigaretten. Die Uhr ist in einem Schaumstoff gut gesichert, darunter befindet sich das Zubehör, das etwas lieblos einfach in der Packung liegt. Mit dabei ist ein weiteres Armband, in meinem Fall ein Milanese Band, allein das Milanese Band der Apple Watch kostet mehr als diese Uhr. Dazu ein Ladepuck mit USB-A Kabel der magnetisch an die Uhr dockt, die über zwei Pins, also nicht drahtlos, lädt.
Aufgeladen und ran an das Handgelenk. Die Uhr ist in ihrem Metallgehäuse recht gefällig anzuschauen. Auch das 1,4 Zoll große Display überzeugt durch eine hohe Auflösung von 480 dpi und ist sehr hell, heller als die Garmin mit 1000 Nits.

Die Uhr wird beworben mit 5-7 Tagen Laufzeit, geschafft hat sie 4 Tage. Das funktioniert allerdings nur, weil die Uhr weder den Puls noch die Sauerstoffsättigung permanent misst, das geht nur manuell vonstatten. Der Pulsmesser funktioniert nur dann einigermaßen genau, wenn die Hand ruhig gehalten wird, ansonsten liegt sie schon mal gerne 10 bis 20 Schläge pro Minute unter der Referenz. Ebenso verhält es sich mit dem Pulsoximeter. Permanent wird hier eine Sauerstoffsättigung von 98 bis 99% anzeigt, während die Garmin 91% anzeigte.

Wenn schon diese Werte nicht nutzbringend genau sind, wie sieht es denn dann mit dem Schrittzähler aus? Nicht besonders gut. Es wird 30 bis 40% weniger angezeigt als bei der Referenz. Während die Garmin 7436 Schritte an einem Tag zählte, waren es bei der Billig-Uhr nur 3871! Die Fitnessprogramme zielen auf Muskelbildung ab, keine Lauf- oder Wanderprogramme. Probiert habe ich diese nicht, denn wenn die Uhr schon so daneben liegt, wie soll das erst beim Training aussehen? Das Schlaftraking funktioniert auch nur so lala.

Zu was kann man die Uhr nutzen? Man kann mit Ihr Benachrichtigungen anzeigen lassen und Telefonate über mit dem Bluetooth 5.3 verbundenen Smartphone führen, das klingt nicht einmal so schlecht. Man kann den Musikspieler steuern und die Kamera am Telefon auslösen. Einen Taschenrechner gibt es auch und auch das Wetter wird einem angezeigt.

Fazit: Wer keinen Wert auf Gesundheitsdaten legt, sondern nur die Uhrzeit und Benachrichtigungen lesen will und dazu ein wenig telefoniert, kann die Uhr kaufen. Für den Preis erhält man genau das, aber auch nicht ein Stück mehr. Da sind Fitnessbänder wie von Xiaomi oder Garmin einfach genauer, dafür sehen die halt nicht so schön aus. Wo gibt es die Uhr? Bei Temu.