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Krieg um Kohle

[i]Getreu des Clausewitzschen Postulats der Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln gilt in einer globalisierten Welt der Krieg als Erschließung neuer Märkte mittels Waffengewalt. Die neuen Töne des „Allergrößten Feldherrens aller Zeiten“ (AGröfaz) im weißen Haus zeigen interessante Anlageoptionen auf.[/i]

Der scheidende US-Präsident nutzt die ihm verbliebene Amtszeit, um schnell noch mal die Fleischtöpfe an seine Kamarilla herumzureichen. Dafür muß allerdings nochmal die Kriegskasse mit „fresh money“ [url=http://www.welt.de/politik/article1143173/Bush_will_weitere_50_Milliarden_Dollar_.html]befüllt werden.[/url] Die Situation im Irak wird daher von Bush schon deshalb nich als so schlimm [url=http://derstandard.at/?url=/?id=2994447sap=2_pid=7348082]bezeichnet[/url], weil sie nämlich besonders schlimm ist. Der israelische Militärhistoriker Martin van Creveld, bekannt durch seine detaillierten Analysen insbesondere der Kampfkraft der deutschen Wehrmacht, bringt die Sache auf den [url=http://www.upi.com/International_Intelligence/Analysis/2007/05/21/commentary_islamic_deja_vu/2407/]Punkt[/url]: Fast alle solchen Kriege seit dem Zweiten Weltkrieg sind verlorengegangen, insbesondere der in Vietnam.

Erinnern wir uns kurz an die beinahe legendäre Multimedia-[url=http://www.cnn.com/2003/US/02/05/sprj.irq.powell.transcript/]Präsentation[/url] des Collin Powell, wo von rollenden Giftgas-Zügen und ähnlichem Unsinn berichtet wurde. Alles vergessen. Aber glaubt man dem National Priorities Project, so [url=http://www.nationalpriorities.org/Cost-of-War/Cost-of-War-3.html]zeigt[/url] zeigt die Kosten Uhr bald 460 Mrd US-Dollar an. Ein nicht unerheblicher Teil davon dürfte beim bei Verschwörungstheoretiken so beliebtem Militärisch-Industriellen Komplex gelandet sein. Nach den menschlichen Opfern fragt eh keiner, die meisten, denen irgendwas weggesprengt wurde, empfanden das ja auch noch „[url=http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,501922,00.html]cool[/url]“.

Aber die Heimatfront bröckelt. Die Zahl der Freiwilligen, die sich für dieses zweifelhafte Unternehmen begeistern lassen, geht rapide
[url=http://oe1.orf.at/highlights/48552.html]zurück[/url]. Wenn selbst schon die US National Guard („Weekend soldiers“) [url=http://www.globalsecurity.org/org/news/2004/040711-death-toll.htm]ranmüssen[/url], zeigt sich, wie dünn die Personaldecke tatsächlich ist.

Wie paßt dann das neue [url=http://www.welt.de/politik/article1142834/Bush_warnt_vor_einem_nuklearen_Holocaust_.html]Säbelrasseln[/url] in dieses Bild? Mit welchen Soldaten soll denn ein solcher Kieg gewonnen werden, zumal die Revolutionsgarden schon ein anderes [url=http://www.globalsecurity.org/military/world/iran/pasdaran.htm]Kaliber[/url] sind als die schlecht ausgerüsteten und motivierten Palastgarden des Saddam Hussein, die die erste Chance zum „turnover“ genutzt haben. Nun zeichnen Seiten wie [url=http://www.globalfirepower.com/list_act_mil_personnel.asp]www.globalfirepower.com[/url] ein vielleicht etwas überzogenes Bild des Sachverhalts, aber de facto hat der Iran die Kohle, um ein schlagkräftiges Militär zu unterhalten, und dieser Umstand ist auch den Experten [url=http://www.upi.com/International_Intelligence/Analysis/2007/05/21/commentary_islamic_deja_vu/2407/]bekannt[/url]. Ob der Iran Atomwaffen hat oder nicht, spielt in diesen Überlegungen überhaupt keine Rolle. Auch in diesem Krieg geht es um Kohle, und die Zeitnähe dieser Rede zur [url=http://www.welt.de/wirtschaft/article1139329/Finanzkrise_wird_2008_noch_viel_schlimmer.html]Hypothekenkrise[/url], die ein echte Gefahr nicht nur für die US-Hegemonie darstellt, macht nachdenklich. Da wird dann schon mal die Sau des „nuklearen Holocausts“ durchs Dorf getrieben. Die Wortwahl macht deutlich, von woher der Wind weht.

Soldaten sind keine mehr da, aber die Aktienkurse von Lockheed und Northrop Grumman zeigen seit dem Einbruch 2003 wieder erfreulich nach oben, da stört auch keine Hypothekenkrise. Da ist noch mehr drin.


Deutschland macht plus

Besser gesagt, wir machen keine neuen Schulden mehr. Im ersten halben Jahr hat der Staat ein Plus von 1,2 Milliarden Euro erwirtschaftet.

Naja, erwitschaftet nicht, wohl eher Steuern eingenommen. Das erste was manchem Politiker einfällt ist, mehr Ausgaben und Steuersenkungen. So gerne ich auch Steuersenkungen hätte, ich möchte doch gerne mal daran erinnern, dass Deutschland 1,5 Billionen Euro Schulden hat. D.h. bei der derzeitigen Einnahmesituation brauchen wir nur 625 weitere Jahre um alle Schulden abzubauen, wenn das nicht ein paar Diätenerhöhungen wert ist weis ich auch nicht.


Willkommen in Schäubles Traumstadt

In einer großen Stadt werden nun die Träume unserer obersten Oberschnüfflers und Innenministers Wolfgang Schäuble wahr. Rund um die Uhr Bewachung der Bürger mit Video und digitaler ID Karte.

Zu unserm Glück liegt die Stadt in [url=http://www.heise.de/newsticker/meldung/94258]China[/url] und nicht in Deutschland. Der Bericht auf [url=http://www.heise.de/newsticker/meldung/94258]heise-online[/url] zeigt aber wohin die Reise geht und welche technischen Möglichkeiten bereits jetzt existieren. Wenig beruhigend ist da auch die Tatsache das auch die Polizei überwacht werden soll. Wer aber überwacht die Überwacher? Wie sicher sind die Daten die auf der Karte gespeichert werden und vor allem die Datenbank in der die doch sehr privaten Daten abgelegt werden? Kann auch der künftige Arbeitgeber oder eine Bank darauf zugreifen?


Bayern melde Dich!

Nächster Anlauf für Edmung Stoiber. Nun soll er Bundespräsident werden. Nachdem er schon die Kanzlerkandidatur vergeigt hat und in Bayern nach jahrelanger patriachischer Herrschaft abgesetzt wird wagt er wieder den Schritt in die Bundenpolitik. Wie ein Fürsprecher sagte: „Er ist ein einfacher Mensch!“ Klar, ein einfacher Mensch der, wenn er von seinen vorgefertigten, auswendig gelernten Reden anfängt zu stottern, wie ein Erstklässler.

So einer soll deutschland vertreten? Dann verliert der Bürger ja noch den letzten Glauben an die Politik. Schließlich wollte ihn ja schon die Mehrheit nicht als Kanzler, warum sollte das als Bundespräsident anders sein?

Er soll schließlich den Bund vertreten und nicht das Land Bayern. Dass er oft genug die Bayernkarte in der Landespolitik gespielt hat, weiß jedes Kind. Warum nun so jemand plötzlich auch den „Rest“ von Deutschland vertreten kann, das kann man nicht glauben. Da war jeder Bundespräsident nach dem zweiten Weltkrieg besser geeignet als der Eddi aus Bayern. Also Kaltstellen ist okay, aber zum schluß noch Wegloben? Das muss nicht sein.