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Becks baut Stellen in Bremen ab

Bereits 2016 kündigte Anheuser Busch Inbev an Stellen abzubauen. Damals ging Bremen noch davon aus, dass Becks nicht betroffen ist. Nun kristallisiert sich heraus, dass Stellen ins günstige Indien verlagert werden. Ob die Fachkenntnis der dortigen Mitarbeiter ausreicht, um Qualität und Quantität zu leisten ist fraglich.

Vor allem wird für deutsche Prozesse mit deutschen Kunden deutsch als Sprache erwartet. Aber als großer Spieler auf auf dem Biermarkt mit oligopoler Ausprägung, kann man sich ja vieles Leisten. Wo sollen denn die Kunden hin? Becks wird trotzdem gekauft werden. Das ist eben so, wie bei all den Callcentern von Apple, Telecash usw., die sind auch nicht in Deutschland.


DVBT2 mit Freenet: Einfach nur schlecht

Mit DVBT2 wurden die privaten Sender (RTL und Pro7 inklusive der jeweiligen Sendergruppen) abopflichtig. Schon toll, extra 5,75 für Werbefernsehen mit Verschlüsselung und DRM zu bezahlen. Als dann der Name Freenet ins Spiel kam, da dachte ich: Das kann nur Mist sein.

So kam es dann auch.
Das beim Erwerb beinhaltete Abo sollte bis 07.07.2017 laufen. Das Produkt hatte in den Einstellungen die Produktnummer 0815. Ein Scherz? Am 01.07.2017 war dann das Bild schon dunkel.

Also eine dieser tollen Freenetkarten für 1 Jahr gekauft (ein Abo mit Einzugsermächtigung bekommt der Laden nicht) und mich als technisch versierter Mensch versucht. Wenn die Technik nicht will, dann hilft auch Wissen nicht.

Das Erlebnis ging gestern um 19:15 los:

Nach 15 Minuten ist die Freischaltung da und das Bild wird hell! Das steht auf der Karte für die 12 Monate Prepaid.
Nach der Freischaltung über Internet steht da dann nach 30 Minuten ist das Bild da.
Nach 60 Minuten habe ich mich dann an den Support gewendet. Der sagt, schalten Sie morgen ab 8:00 den Receiver ein, wir schicken ein Signal.
Das wäre dann ungefähr 13 Stunden später. Heute nach etwa 19 Stunden ist immer noch kein Bild da.

Offensichtlich ist Freenet mit der Bearbeitung der Verlängerungen überfordert. Ein übles Produkt für üble Privatsender und dazu funktioniert das noch nicht einmal richtig.


Augenwischerei: Ersparnis bei Smarthome

Smarthome das Schlagwort der Internet Provider. Hier etwas aus der Werbung der EWE:

Weiteres Einsparpotenzial bieten intelligente Lichtelektronik oder die Steuerung des Standby-Modus der elektronischen Geräte im Haushalt. Nach Angaben der Deutschen Energie Agentur (DENA) bleiben bei beiden Technologien rund 100€ pro Jahr mehr auf der Habenseite. Ein weiteres Feld, die Haushaltskasse zu entlasten, bieten Smart Meter. Mit intelligenten Stromzählern lassen sich kostengünstige Stromtarife, z.B. in der Nacht, besser ausnutzen und so weitere Kosten einsparen.

Ach ganze 100,00 EUR? Also fast einen ganzen Monatsabschlag für Gas und Strom. Das klingt doch verlockend. Hinter den Kulissen sieht es anders aus. Mindestens 4,95 EUR kostet allerdings der Zugang zum System der EWE im Monat. Sind also fast 60,00 EUR schon wieder weg von den 100 EUR. Bleiben also ganze 40,00 EUR. Nur kostet jedes Gerät noch einmal Geld. Ob diese Geräte kompatibel zur Konkurrenz der Telekom sind, bleibt offen. Bei der EWE kosten z.B. 1 Thermostat 2,95 EUR/mtl. Sind 35,40 EUR im Jahr. Äh wo sind denn nun die 100,00 EUR Ersparnis hin, wenn man 4 Thermostaten hat? Dann vielleicht doch einfach nur programmierbare Thermostaten vom Baumarkt?

Bis vor einigen Monaten hat die EWE noch ihr Sparpaket Heizung angeboten. Da war die Providerdienstleistung noch kostenlos. Okay es lassen sich damit nur Heizungen schalten, aber das reicht mir ja. Zum 31.12.17 ist dieser Dienst gekündigt. Die Nachricht kam als Update zur iPhone App. Man möchte nun wohl auch Geld verdienen. Für EWE-Kunden gab es das Sparpaket Heizung vergünstigt, auch noch dieses Jahr. Tolle eine Investition ins Nichts.

Fazit bei Smarthome hat niemand etwas zu verschenken und was die mögliche Ersparnis angeht, die kassiert der Provider ein. Das Geld hat jetzt eben jemand anderes.

Link zu EWE Smarthome


Wer, was, so und warum bei welt.de

Seit es Welt/N24 gibt ist das Niveau stetig gesunken. In der Schule habe ich mit Spannung die „Textsorte Nachricht“ verfolgt, oder auch nicht. Aber hängen geblieben ist davon doch noch etwas. Leider hat das Internet die Textsorte Nachricht verdorben und sie wird immer wieder falsch genutzt. Von Clickbaits ist die Rede. Also reißerische Überschrift und nix dahinter.

Bild-Niveau hat man damals gesagt, wenn Fragewörter in der Schlagezeile sind. Eine Schlagzeile soll informieren und keine Fragen aufwerfen. Selbst mit der Nutzung „so“ oder „was sie jetzt alles zu wissen müssen…“ ist es immer noch falsch.
Hier einige tolle aktuelle Beispiele:

[i] [url=https://www.welt.de/wirtschaft/article165172748/Dagegen-waere-Griechenland-ein-Kinderspiel.html]„Dagegen wäre Griechenland ein Kinderspiel“[/url] [/i]

Zugegeben hier fehlt zwar das eben angeprangerte Fragewort, doch es fehlt auch worum es gibt. „Griechenland wäre ein Kinderspiel gegen Italien“ wäre korrekt. So klickt der Leser immer schön weiter und generiert Klicks.

Die folgende Liste lässt sich täglich verlängern. Liest man dann den Artikel, stellt man auch leider oft fest, dass die aufgeworfene Frage nur am Rande oder nur kurz im letzten Satz beantwortet wurde. In der App sieht das dann leider noch absurder aus. In jeder Rubrik findet sich mindestens ein Artikel, an dem man beim Scrollen hängen bleibt.

Alles auf der gleichen Startseite:

So haben Sie eine Polizistin vermutlich noch nie gesehen
https://www.welt.de/vermischtes/article165258398/So-haben-Sie-eine-Polizistin-vermutlich-noch-nie-gesehen.html

So teilt sich Jamaika in Kiel die Posten auf
https://www.welt.de/regionales/hamburg/article165253032/So-teilt-sich-Jamaika-in-Kiel-die-Posten-auf.html

So gefährlich sind Diätpillen aus dem Internet
https://www.welt.de/wirtschaft/article165248241/So-gefaehrlich-sind-Diaetpillen-aus-dem-Internet.html

So fair ist das Eis von Ben & Jerry’s wirklich
https://www.welt.de/wirtschaft/article165240743/So-fair-ist-das-Eis-von-Ben-Jerry-s-wirklich.html

So fegte Flixbus die großen Rivalen von der Straße
https://www.welt.de/wirtschaft/bilanz/article165053270/So-fegte-Flixbus-die-grossen-Rivalen-von-der-Strasse.html

Dann das „Wie“
Wie Phil Collins aus Versehen die DDR erledigte
https://www.welt.de/kultur/article165242271/Wie-Phil-Collins-aus-Versehen-die-DDR-erledigte.html

Dann noch „warum“

Warum die Gema einen Swingerklub-Tarif einführt
https://www.welt.de/wirtschaft/article165227824/Warum-die-Gema-einen-Swingerklub-Tarif-einfuehrt.html

Warum der Diesel-Bann das Feinstaub-Problem zurückbringt
https://www.welt.de/wirtschaft/article165219554/Warum-der-Diesel-Bann-das-Feinstaub-Problem-zurueckbringt.html

Warum Netflix-Kunden auf „House of Cards“ verzichten müssen
https://www.welt.de/wirtschaft/webwelt/article165166374/Warum-Netflix-Kunden-auf-House-of-Cards-verzichten-muessen.html