Tagesarchiv: 29.01.2020


Schwaben-Rache

„Schwaben Rache“ von Klaus Wanninger ist zwar schon etwas in die Tage gekommen, das Buch erschien bereits 1999, doch es fiel mir erst im Sommer in die Hände.

Als kurzweilig einfachem Krimi rund um Stuttgart kann man dieses Buch wohl am ehesten umschreiben. Der Einstieg läßt vermuten Wanninger möchte erstmal mit den Grünen aufräumen.

Erst später stellt sich heraus, dass genau das Gegenteil beabsichtigt wird. Über die plakativen Ausführungen der ökologischen Aspekte kann man geteilter Meinung sein. Was bleibt ist aber ein spannender, manchmal auch lustiger mit Klischees ausgestatteter Krimi.

Inhaltlich geht es um die Seilschaften in einem Dorf in der Nähe von Stuttgart. „Schwaben Rache“, damit wird Selbstjustiz beschrieben, die einem „Freund“ zeigen soll wer das Sagen hat. Wanninger spinnt ein Netz der Intrigen und der Korruption bis zu Konzernen und Landesregierung. Durch die spannende Erzählung könnte man faßt glauben, dass es sich wirklich so zugetragen hat, wenn Katrin Neundorf und Steffen Braig vom LKA Stuttgart den Fall übernehmen.

Mittlerweile ist eine Krimireihe entstanden, wobei ich nur noch für „Schwaben Hass“ sprechen kann, was wieder das Thema aus „Schwaben Rache“ aufgreift aber leider nicht dessen Klasse erreicht.

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Gammelfleisch für den Eigenverbrauch

Gammelfleisch ist zum Schlagwort geworden, da hören alle hin. Dass man es manchmal auch Ekelfleisch nennt, ändert nichts an der Tatsache, dass dieses Fleisch ungenießbar ist. Gammel hat aber einen erhöhten Aufmerksamkeitsfaktor.

5,5 Tonnen Gammelfleisch mit grünlicher Verfärbung in einem Schlacht- und Zerlegebetrieb sollten uns zu denken geben. Warum friert ein Unternehmen solches Fleisch ein, wenn nicht zum Weiterverkauf?


charts no. 8 // aufgekocht

ja die „klassiker“, nennen wir sie einmal so und setzen das wort in anführungszeichen, kommen wieder. warum und weshalb, obwohl sie keiner gerufen hat liegt wohl auf der hand: geld machen und kiddies das geld aus der tasche ziehen. ähnlich wie dem altersprüfung bei zigarettenautomaten ab 2007 sollte hier auch eine gehirnprüfung vorgenommen werden.

fangen wir an:

shanadoo – my samurai: klasse fast so gut wie kingkongdingdong. so schlecht, das gibt es schon nicht mehr. der aufguß von e-rotic, die ja gerne schüttelreime auf englisch dahergeträllert haben. ob nun die meloldie von „fred come to bed“ oder „fred don’t have sex with your ex“, ist egal, die klangen sowieso immer gleich, so wie alles aus der damaligen zeit. so ein schrott braucht die welt nicht.

fergie – london bridge: wieder so ein ding, es gibt ein stück und alle machen sten stil nach: hier wird also bei gwen stafani abgeschaut. das ist so toll als wenn drei leute hintereinander auf klo gehen, das spülen vergessen und das auch noch toll finden, weil jeder haufen anders riecht.

nelly furtado – maneater: unangehm im gehör ist mir die furtado ja schon immer. maneater ist ja auch schon ein weilchen alt. doch seitdem in einigen radiostationen dieses lied mit den furzrhythmus in der großen rotation als das beste von heute läuft ist es eben auf der hype liste.

das ist der rhythmus bei dem man furzt
hype enforcement agency


Vom Thema ablenken

Eine großangelegte Werbekampagne von EON suggeriert uns Bürgern, dass Strom deutlich günstiger sein könnte als noch vor 8 Jahren.

Selbst die kleinsten Lokalzeitungen werden von diesem Anzeigensegen beglückt. Auf rotem Grund mit weißer Schrift sind die Lettern unübersehbar.

EON verweist gern auf die Auswirkungen der Liberalisierung des Strommarktes im Jahr 1998. Anbieter wie Yellostrom kamen auf den Markt. EON bot Mixpower an, wobei logischerweise der 100%-Atomstrommix am günstigsten war.

Die Liberalisierung hatte aber noch einen anderen Effekt: Konzerne sind nach Übernahmen gewachsen und ein Anbieteroligopol mit monopoler Ausrichtung ist entstanden.

Nachdem die Versorger durch kurz aufeinander folgende Strom- und Gaspreiserhöhungen im Verbraucheransehen gesunken sind, versuchen sie von sich abzulenken. Durch die Dauerpräsens mit roten EON-Anzeigen wird vielleicht irgendwann das Unterbewußtsein des Verbrauchers so manipuliert, dass er auch daran glaubt, dass alleine die Regierung schuld ist an den gestiegenen Preisen.