Tagesarchiv: 29.01.2020


Marktmacht: EON/Ruhrgas

Nachdem EON/Ruhrgas die Gespräche über eine Laufzeitverkürzung von Lieferverträgen an die Stadtwerke hat platzen lassen, fragen wir uns alle, wie EON/Ruhrgas überhaupt an diese Macht kommen konnte.

Wenn ein einzelnes Unternehmen soviel Macht hat, um den Markt nahezu zu kontrollieren, dann könnte dies das Kartellamt auf den Plan rufen. Das Kartellamt hat schon 2001/2002 versucht den Zusammenschluß von EON und Ruhrgas zu verhindern oder nur mit starken Auflagen zuzustimmen.

Im Jahr 2002 erhielt EON dann eine Ministererlaubnis von dem damaligen Wirtschaftsminister Müller erhalten. Da EON ja sonst keine Chance auf dem freien Markt hätte, wenn das Unternehmen so klein ist. Nun die Folgen sehen wir heute, EON hat mit Ruhrgas fusioniert und die Gaspreise sind immer noch am Ölpreis gekoppelt. Lange Lieferverträge mit den Endversorgern sorgen bei EON/Ruhrgas nicht nur für langfristige Planungssicherheit, sondern auch für gesicherte Erlöse. Selbstredend kann EON/Ruhrgas hier recht sicher verhandeln, wo sollen auch die kleinen Stadtwerke hin? Nein eine Konkurrenzsituation gibt es hier nicht wirklich. Bleibt nur zu hoffen, daß das Kartellamt seine Macht ausnutzt und die Verbraucher auch etwas davon haben.


Uli Hoeneß möchte Jürgen Klinsmann nicht mehr reinquatschen

Unglaublich nun sagt Uli Hoeneß er möchte dem Bundestrainer freie Hand lassen. Soll das etwa bedeuten Jürgen Klinsmann tanzte nach Hoeneß Pfeife?

Muß der Hoeneß sich eigentlich überall einmischen? Als Werbestar für einen großen Konzern geht er uns sowieso schon genug auf den Keks. Nein er meint auch anderer Leute Arbeit überall kritisieren zu dürfen. Wieso kümmert er sich nicht um seinen eingenen Kram bei den Bayern. Wer die Zeit hat, als Manager im Profifußball, derartige Äußerungen auf jedem ihm sich bietenden Nebenkriegsschauplatz fallen zu lassen und sich einzumischen, der ist offensichtlich nicht ausgelastet.

Also bitte andere Leute ihre Arbeit machen lassen.


Goldener Oktober

Wer sich noch über die Rekordtemperaturen im Oktober freut, der sollte doch etwas nachdenklicher werden. Sicher ist dieses Wetter als Entschädigung für den miesen Sommer doch als Ausgleich zu sehen.

Doch wenn Ende Oktober und Anfang November Temperaturen um die 20° vorherrschen, dann sollte uns das gewaltig zu denken geben.

Große Industrienationen, die aus Klimagesprächen aussteigen, um ihre Wirtschaft auf Kosten des Weltklimas am laufen halten, sollten schnell umdenken. Denken wir nur an die Spaceballs, dieses ruchlose Völkchen, das seine Atmosphäre vergeudet hat.

Anbetracht der hohen Heizkosten ist es natürlich positiv zu sehen, daß man die Heizung auf Sparflamme betreiben kann.

Machen wir uns aber nichts vor, dieses Ausmaß der Klimaveränderung wird fortschreiten und in 5 Jahren können wir Ananas in unseren Gärten anbauen.


Keine Strafe, keine Reue

Wie oft lese ich in letzter Zeit von jugendlichen Gewalttätern, die mit ihren 13 Jahren noch nicht strafmündig sind. Die Eltern verweigern die Einweisung in ein Heim und das Jugendamt kann nicht tätig werden.

Aus der Lokalpresse las ich gerade von einem besonders feigen Fall. Drei Jungendliche 12, 13 und 14 Jahre alt haben einen 71 gebehinderten Mann überfallen, nachdem feststand, daß dieser keine Geld dabei hat, haben sie ihn zusammengetreten.

Die Polizei konnte die drei feigen Typen ermitteln. Der dreizehnjährige ist sich genau bewußt, daß ihn rechtlich niemand etwas anhaben kann.

Es wird Zeit hier einen Riegel vorzuschieben. Scheinbar sind einige Jungendliche ihrem Handeln voll bewußt und schieben es auf die Gesetze, daß sie nicht belangt werden können. Für mehr Sicherheit brauchen wir keine stärkere Überwachung, eine Anwendung von Strafen ab 12 Jahren wäre in diesem besonders feigen Fall vollkommen gerechtfertigt.