Archiv des Jahres: 2020


Management by PowerPoint

So nannte es der Autor eines Kommentars auf der Titelseite der Stuttgarter Zeitung. Manager die die Geschicke der Firma leiten indem Sie sich gegenseitig bunte Präsentationen vorführen und im Grunde genommen keine Ahnung haben was im eigenen Betrieb abgeht.

Früher war alles besser. Der Spruch ist abgedroschen aber an manchen Stellen passt er wie die Faust aufs Auge. Damals gingen die Chefs und Abteilungsleiter noch durch die Büros und Werkshallen und sprachen mit den Angestellten und Arbeitern über deren Arbeit. Einige richteten sogar Briefkästen oder Informationsbüros ein, damit man vom Arbeiter Verbesserungsvorschläge mitnehmen konnte. Ein Werkzeug hier ein paar Veränderungen am Produkt dort und der Kunde bekam Ware mit der er etwas anfangen konnte und zufrieden seinen Freunden zeigte.

Heute ist so was nicht üblich. Heute sitzen Manager und CEOs im einsamen Kämmerlein oder zusammen mit externen Consultants in Sitzungsräumen, um die Strategie für die Produkte festzulegen. Meist sind das dann Leute mit theoretischen Erfahrungen und blutjunge Masters von der Universität, die gerade mal wissen wie ihr Produkt heißt, nicht aber wie es funktioniert. Man muss ja auch nicht alles wissen, aber man könnte ja jemanden Fragen der davon eine Ahnung hat.

Und so versauern die Wünsche der Kunden und das Wissen der Mitarbeiter ungelesen in den Datenbanken, während die hochbezahlten Manager mit überbezahlten Beratern die Firma an die Wand fahren.

Die wenigen Mitarbeiter die dann noch den Mund aufmachen um zu warnen werden bestenfalls ignoriert, manchmal Mundtod gemacht indem man Ihnen Kompetenzen entzieht oder sie rauswirft. Hochmut kommt vor dem Fall. Aber die Manager fallen ja weich, Sie haben sich abgesichert und finden locker wieder eine Firma in der Sie ihre tollen Ideen vorstellen können, es lag ja nicht an Ihnen das es nicht funktionierte, es waren die Mitarbeiter und Kunden die nicht mitgezogen sind.

Wozu das führt kann man am Hersteller von PowerPoint Microsoft sehen. Die Produkte schleppen jahrelang Mängel mit sich herum und die Funktionen werden durch Interessen Dritter so eingeschränkt dass man das Produkt kaum noch nutzen kann.


Der Spiegel: Neid und Häme

Den Zeitungen und Zeitschriften [url=http://www.heise.de/newsticker/Zeitungsauflage-sinkt-innerhalb-eines-Jahres-um-eine-halbe-Million–/Meldung/113160]laufen die Käufer davon[/url], die junge Generation informiert sich lieber im Internet über die neuesten Entwicklungen. Das Magazin [url=http://www.spiegel.de/]der Spiegel[/url] hat das erkannt und konnte die sinkenden Einnahmen durch Werbung auf seiner Internetpräsenz wohl ausgleichen.

Warum reagieren nun Redakteure des Spiegels mit [url=http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,567038,00.html]Häme [/url] auf Weblogs und machen ständig Fernsehsendungen nieder?

Die eigenen Fernsehsendungen des Spiegels sind ja eher bescheiden, die Internetseite kann sich gut sehen lassen. Früh hat der Spiegel erkannt das man im Internet präsent und aktuell sein muss und das man, wenn man es professionell angeht, auch Geld verdienen kann. Das nun Laien ran gehen und ihre Meinung kund tun und über Ereignisse in ihrem lokalen Umfeld berichten, sollte der Spiegel als Ergänzung und Anreicherung ansehen. Andere Magazine machen sich das zu nutze wie der Stern vormacht.

Also bitte sachlich bleiben und versuchen einen Nutzen aus der Entwicklung ziehen.


Obama in Deutschland

Der Präsidentschaftskandidat der Demokraten und Senator Barak Obama besucht morgen Deutschland und spricht vor der Siegessäule in Berlin. Frankreich und Großbritannien sind neidisch auf Deutschland, da Herr Obama in Deutschland mehr Termine vergeben hat las in Ihren Ländern, die deutsche Bundesregierung hingegen freut sich weniger über so viel Zuneigung.

Vor dem Brandenburger Tor durfte Herr Obama nicht sprechen, dass wollte Bundeskanzlerin Merkel nicht. Als Sie 2005 selbst Kandidatin war reiste Sie zuvor in die USA und wurde im Weißen Haus in Empfang genommen und durfte vor dem Amtssitz des Amerikanischen Präsidenten ein Interview geben.

Was trieb die Kanzlerin zu [url=http://www.welt.de/berlin/article2196457/Steinmeier_wirbt_fuer_Obama-Auftritt_in_Berlin.html]dieser Handlung[/url]? Vermutlich die selben Leute die die Loblieder des Irakischen Präsidenten Maliki haben [url=http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,567020,00.html]verstummen lassen[/url], nur das es die Kanzlerin verstanden hat dies nicht an die Öffentlichkeit dringen zu lassen. Einknicken vor einer lahmen Ente kann man so etwas betiteln. Dies ist ja nicht das erste mal das die Kanzlerin auf druck eine Regierung einen Gast nicht gebührend empfängt, man erinnere sich nur an den letzten Besuch des Dalai Lamas, eine geistliches Oberhaupt eine Religion. Das wäre ungefähr so als würde der Pabst nach Australien fahren und die Regierung würde ihn mit einem Treffen mit einem Minister abspeisen.

Wie wird Obama mit dieser Sache umgehen? Vermutlich wird er als Präsident Frau Merkel nicht als erstes Staatsoberhaupt empfangen, und die Atmosphäre dürfte deutlich kühler sein, als man sich in Deutschland erhofft hat.


Auf der anderen Seite wird eingesammelt

Auch wenn der Herr Finanzminister bei der Pendlerpauschale hart bleibt, wird eine Senkung nur ein Witz sein. Die Flucht vor den Kosten im Gesundheitssystem sind ab 2009 nämlich vorbei. Vor bei die Zeit in der man 12,4% Krankenkassenbeitrag zahlen konnte. Die AOK-Bonzen haben gesiegt und 15,x% für alle wird angesagt sein. Für mehr Geld weniger Leistung, darauf läuft es hinaus.

Es wäre auch zuviel verlangt, wenn nur einmal etwas in Deutschland günstiger wird, ohne das auf andere Seite doppelt kassiert wird.

In der Mitte treffen bei den Beiträgen, geht ja auch nicht, warum sollte die AOK dann plötzlich weniger Geld bekommen oder? Die neuen Prunkbauten und der neue Dienst-BMW des Chefs müssen ja auch bezahlt werden.

Ach ist das schön, der Deutsche ist im Grunde genommen ja ein zufriedener Mensch, den man melken kann.