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Wenn’s morgens dreimal klingelt…

[i]… ist bestimmt nicht der Milchmann an der Türe. Eher schon macht sich die staatliche Ordnungsmacht ihre Sorgen, ob nicht hinter verschlossenen Türen ein „Terrorist“ sein Unwesen treibt. Die gute alte Hausdurchsuchung war Thema eines [url=http://video.google.de/videoplay?docid=-1550832407257277331]Vortrags[/url] beim 23rd Chaos Communication Congress, diesmal unter den Vorzeichen der digitalen Täterschaft.[/i]

Trotz aller technischen Neuerungen, über die wir an dieser Stelle regelmäßig berichten, erfreut sich ein Repressionsmittel der Staatsmacht ungetrübter Beliebtheit: der Ortstermin mit Wohnungsbegehung. Der Ursachenkatalog der „klassischen“ Kriminalität (Betäubungsmittel, Gewalt- und Wirtschaftsverbrechen) wird zur Zeit um die Straftatbestände der „Online“-Kriminalität erweitert.

Auf dem „23C3“ macht man sich Gedanken darüber, in wiefern sich die Strafverfolgung mit der zunehmenden Technologisierung der Gesellschaft verändert – Grund genug für [url=www.eraser.org]eraser.org[/url], das Thema aufzugreifen. „Anleitungen“ für ein Verhalten bei Haussuchungen kursieren schon allerspätestens seit der Besetzung der [url=http://de.wikipedia.org/wiki/Hafenstraße]Hafenstraße[/url] oder den Ausschreitungen in [url=http://de.wikipedia.org/wiki/Erster_Mai_in_Kreuzberg]Berlin[/url] durch die Gesellschaft. Leider verhalten sich die meisten Beschuldigten bei dieser staatlich angeordneten Maßnahme immer noch falsch – mit teilweise vernichtenden Folgen. An dieser Stelle wollen wir deshalb noch einmal auf einige grundlegende Dinge eingehen, damit man sich im Falle des Falles nicht „noch mehr in die Scheiße reitet“.

Die wichtigste Grundregel ist und bleibt, sich nicht um „Kopf und Krone“ zu reden. Ist die Situation wirklich akut, beschleicht so manchen Betroffenen das Gefühl, durch Äußerungen welcher Art auch immer die Situation verbessern zu können. Leider ist das Gegenteil der Fall. Die Ordnungsbeamten treten vielleicht nett und freundlich auf, aber sie tun nur ihren „Job“. Freund und Helfer sind sie mitnichten. Manche wenden gezielt solche Taktiken an, um verwertbare Informationen zu erhalten. Diesen Beamten nicht zu helfen ist kein Verbrechen; es zu tun, kann schnell zur Überführung eines eben solchen führen.

Nach wie vor gelten folgende Grundsätze, die gar nicht oft genug wiederholt werden können:
1.) Ruhe bewahren. Mit Hilfe eines Anwalts läßt sich vieles später besser klären.
2.) Niemals durch scheinbare Freundlichkeiten einseifen lassen. Die Beamten im Staatsdienst ziehen gerne alle Register.
3.) Machen Sie keine Einlassungen zu welchen Vorwürfen auch immer, auch wenn Sie das Bedürfnis verspüren, sich zur Sache äußern zu müssen – das können Sie später immer noch tun. Unternehmen Sie nichts ohne Rechtsbeistand.
4.) Entgegen der landläufigen Meinung sind Sie [b]nicht[/b] verpflichtet, einer Ladung der Polizei Folge zu leisten (§ 163a III StPO, § 263 StPO). Sie sind nur verpflichtet, vor Gericht oder der Staatsanwaltschaft zu erscheinen. In jedem Falle sollten Sie einen Rechtsanwalt einschalten.
5.) Prüfen Sie, ob Ihnen ein Aussageverweigerungsrecht nach § 52 StPO zusteht.

Hausdurchsuchungen finden schneller statt, als den meisten lieb ist – § 102-110 StPO regeln das schon. Was den digitalen Bereich angeht, wird sich in nächster Zukunft dort noch einiges tun. Bis jetzt ist es völlig legitim, seine Festplatten zu verschlüsseln, um sie der Einsichtnahme durch Strafverfolgungsbehörden zu entziehen. Auch die Schauermärchen von „Beugehaft“, falls jemand sein Passwort nicht herausgibt, sind völliger Unsinn – niemand muß sich im Zweifelsfalle selbst belasten.

Da aber die Bestebungen der Obrigkeit hin zu mehr Sicherheit gehen, stellt sich die Frage nach der zukünftigen Legalität solcher technischen Schutzmaßnahmen. Bis jetzt ist eine starke Kryptographie in Deutschland [url=http://www.bpb.de/publikationen/0WLS2D,12,0,5_2_Kryptografie.html#art12]erlaubt[/url]. Ob das so bleibt, erscheint zumindest fraglich, gerade was die umfassende Verschlüsselung von Datenträgern angeht. Denkbar ist eine Gesetzgebung, die eine Bestrafung für verschlüsselte Medien bei hinreichenden oder dringendenden Tatverdacht ermöglicht – ähnlich dem [url=http://bundesrecht.juris.de/stgb/__323a.html]Vollrausch[/url]-Paragraphen, mit dem nicht die eigentliche Straftat, sondern die dem vorausgehende Handlung verfolgt wird.

Wir werden sehen, wohin das führt.


message no. 34 // der künstler erklärt sein werk!

wie sicher einige besucher dieser seite bemerkt haben, hat die hype enforcement agency ein neues logo. um den kulturbanausen zu erklären, was „DAS“ darstellen soll, möchte ich als künstler diese bild etwas näher erläutern.

[img align=left]http://www.eraser.org/modules/news/images/topics/5490407b07c658ef.png[/img]

auf dem bild ist eine sternwarte in der nähe des matterhorns in der schweiz zu sehen. um nun die verbindung zur hea zu schlagen braucht man keine phantasie, sondern nur gesunden menschverstand! man benötigte sozusagen als normalsterblicher konsument ein riesiges teleskop, um die hypes aus der masse des angebots herauslesen zu können.

diese schöne rosalilaschrift ist eine farbe, die abstoßend wirken soll. eben das kontrastprogramm zum hype, der uns verlockend und allgegenwärtig eine falle stellt. der krasse gegensatz dazu ist die intelligenz. nach ersten überlegungen nach sollte das logo eine toilette mit kotze enthalten. nun das rosalila ist mindestens genausoabstoßend.

okay kunstbanausen, alles verstanden?

[url=http://www.eraser.org]hype enforcement agency[/url]


Die Insel

Wir sind Mitte des 21 Jahrunderts Lincoln Six-Echo (Ewan McGregor) und Jordan Two-Delta (Scarlett Johansson) leben in einer perfekten Wohneinheit, denn die Außenwelt ist nach einer nuklearen Katastophe fast unbewohnbar.

In dieser perfekten Welt gibt es stehts sanfte Musik und Unterhaltung sowie ein streng kontrollierte Versorgung mit Nahrungsmitteln. Niemand soll auch nur irgenwie krank werden. Einziger Lebensinhalt ist leichte Arbeit und die Hoffnung eines Tages auf den einzigen unverseuchten Fleck auf der Welt, die Insel, durch eine Lotterie zu gelangen.

Lincoln wird jedoch von Alpträumen geplagt und ist mit dem was ihm an Arbeit und Nahrung zugewiesen wird unzufrieden und er freundet sich mit einem Angestellten der Wohneinheit an. Lincoln stellt fest das nicht alles heile Welt ist und als seine Freundin Jordan auf die Insel kommen darf bricht er zusammen mit ihr aus.

Ein actiongeladener Zukunftsthriller in Hochgeschwindigkeit vor dem Hintergrund des Clonens und dessen Folgen.

Bei Premiere im Programm, in der Vdeothek oder bei amazon: