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Augenwischerei: Ersparnis bei Smarthome

Smarthome das Schlagwort der Internet Provider. Hier etwas aus der Werbung der EWE:

Weiteres Einsparpotenzial bieten intelligente Lichtelektronik oder die Steuerung des Standby-Modus der elektronischen Geräte im Haushalt. Nach Angaben der Deutschen Energie Agentur (DENA) bleiben bei beiden Technologien rund 100€ pro Jahr mehr auf der Habenseite. Ein weiteres Feld, die Haushaltskasse zu entlasten, bieten Smart Meter. Mit intelligenten Stromzählern lassen sich kostengünstige Stromtarife, z.B. in der Nacht, besser ausnutzen und so weitere Kosten einsparen.

Ach ganze 100,00 EUR? Also fast einen ganzen Monatsabschlag für Gas und Strom. Das klingt doch verlockend. Hinter den Kulissen sieht es anders aus. Mindestens 4,95 EUR kostet allerdings der Zugang zum System der EWE im Monat. Sind also fast 60,00 EUR schon wieder weg von den 100 EUR. Bleiben also ganze 40,00 EUR. Nur kostet jedes Gerät noch einmal Geld. Ob diese Geräte kompatibel zur Konkurrenz der Telekom sind, bleibt offen. Bei der EWE kosten z.B. 1 Thermostat 2,95 EUR/mtl. Sind 35,40 EUR im Jahr. Äh wo sind denn nun die 100,00 EUR Ersparnis hin, wenn man 4 Thermostaten hat? Dann vielleicht doch einfach nur programmierbare Thermostaten vom Baumarkt?

Bis vor einigen Monaten hat die EWE noch ihr Sparpaket Heizung angeboten. Da war die Providerdienstleistung noch kostenlos. Okay es lassen sich damit nur Heizungen schalten, aber das reicht mir ja. Zum 31.12.17 ist dieser Dienst gekündigt. Die Nachricht kam als Update zur iPhone App. Man möchte nun wohl auch Geld verdienen. Für EWE-Kunden gab es das Sparpaket Heizung vergünstigt, auch noch dieses Jahr. Tolle eine Investition ins Nichts.

Fazit bei Smarthome hat niemand etwas zu verschenken und was die mögliche Ersparnis angeht, die kassiert der Provider ein. Das Geld hat jetzt eben jemand anderes.

Link zu EWE Smarthome


info no. 561 // agile evangelist

der nächste bullshit rollt an. luther hat im lutherjahr wieder einmal vorbeigeschaut und hat den agile catholic abgelöst oder so ähnlich. dazu hat er ein paar krude thesen an die powerpoints dieser welt geknallt und zug von chefetage zu chefetage.

grausam, dass es immer wieder neuen schwachsinn gibt, der mit englischen begriffen nicht besser wird.

und wieder einmal muss sich das motivierte, arbeitende volk mit einem neuen spinner im unternehmen auseinandersetzen. begeistert ist nur der agile protestant selbst und die chefetage, die die sprechblasen gerne hört. von der basis kommt ja schon lange nichts mehr oben an.

transparent, feuer in allen töpfen, ein mediator, progblemlöser und ein troublemaker oder ach was auch immer. studiert und viele bücher gelesen, das qualifiziert. dieses ganze consultingwesen ist eine echte pest geworden und das schon lange. nur diese agilen typen sind neu. muss wohl jetzt als buzzword in jeder bewerbung stehen: bewerbung als agiler toilettenputzer

das blöde ist ja nur, dass in den chefetagen alle auf diese doofen consulter abfahren. die können sich so gut selbst vermarkten. ab einer bestimmten unternehmensgröße kommen sie von ganz alleine auf die geschäftsführer zu. haben sie sich erst einmal nicht erfolgreich abwimmeln lassen ist das unternehmen schon fast verloren. nistet sich der berater dann auch noch längerfristig ein, dann ist es zu spät. psychogeschwafel verbunden mit mehr leistungsdruck zieht ein und die mitarbeiter stöhnen auf.

alles wird vom agilen evangelisten und consulter als erfolgt gefeiert… danke auch!


Sie wissen es besser

nein nicht Sie da vor dem Bildschirm, oder vielleicht doch? Immerhin lesen Sie diesen Beitrag, das weckt in mir die Hoffnung dass es noch selbst denkende Menschen auf der Welt gibt. Aber dennoch, gemeint sind nicht Sie, sondern in diesem Fall die besserwisserische Medienlandschaft. Alle wissen schon das die Welt untergeht, weil Donald Trump heute das Amt des Präsidenten der Vereinigten Staaten angetreten hat.

Er ist rückständig, chauvinistisch, arrogant, rechthaberisch und er wird die ganze Welt ins Unglück stürzen, das ist ganz gewiss. Alles wird den Bach runter gehen, wenn Donald Trump erstmal anfängt zu regieren. Er wird auf Atomkraft und fossile Brennstoffe setzen, das letzte bisschen intakte Umwelt zerstören. Er wird eine Mauer bauen, die nicht nur aus einer Mauer zum Nachbarland besteht, er wird eine Mauer aus Strafzöllen bauen. Letztendlich wir er den Koffer mit den Atomcodes aufmachen, den dritten Weltkrieg damit anzetteln und das Leben auf der ganzen Welt vernichten.

Ja das war überspitzt. Aber wenn die vielen Artikel und Kommentare der Presse liest und die Kommentare der Moderatoren im Fernsehen anschaut, bekommt man genau diesen Eindruck. Ja der Herr Trump poltert gerne los. Er haut und sticht verbal und per Twitter, dass es einem Angst und Bange werden kann. Aber der Mann hat noch nicht einen Federstrich als Präsident getan, da wird nur schlechtes über ihn geredet. Bleibt doch mal gelassen. Wartet doch erstmal ab was er wirklich tut. Schließlich mag er nun einer der mächtigsten Männer auf der Welt sein, aber da sind immer noch Kongress und Abgeordnetenhaus durch die die Beschlüsse und Gesetze die Herr Trump auf den Weg gibt überprüfen, anpassen und beschließen müssen. Und eines dürfte dem letzten Schwarzseher klar sein, dass die Atomwaffen der USA bei Herrn Trump besser aufgehoben sind als bei den instabilen Regierungen im fernen Osten und selbst die Pakistanis sind nicht so blöd und zünden Ihre Atomwaffen.


Wer, was, so und warum bei welt.de

Seit es Welt/N24 gibt ist das Niveau stetig gesunken. In der Schule habe ich mit Spannung die „Textsorte Nachricht“ verfolgt, oder auch nicht. Aber hängen geblieben ist davon doch noch etwas. Leider hat das Internet die Textsorte Nachricht verdorben und sie wird immer wieder falsch genutzt. Von Clickbaits ist die Rede. Also reißerische Überschrift und nix dahinter.

Bild-Niveau hat man damals gesagt, wenn Fragewörter in der Schlagezeile sind. Eine Schlagzeile soll informieren und keine Fragen aufwerfen. Selbst mit der Nutzung „so“ oder „was sie jetzt alles zu wissen müssen…“ ist es immer noch falsch.
Hier einige tolle aktuelle Beispiele:

[i] [url=https://www.welt.de/wirtschaft/article165172748/Dagegen-waere-Griechenland-ein-Kinderspiel.html]„Dagegen wäre Griechenland ein Kinderspiel“[/url] [/i]

Zugegeben hier fehlt zwar das eben angeprangerte Fragewort, doch es fehlt auch worum es gibt. „Griechenland wäre ein Kinderspiel gegen Italien“ wäre korrekt. So klickt der Leser immer schön weiter und generiert Klicks.

Die folgende Liste lässt sich täglich verlängern. Liest man dann den Artikel, stellt man auch leider oft fest, dass die aufgeworfene Frage nur am Rande oder nur kurz im letzten Satz beantwortet wurde. In der App sieht das dann leider noch absurder aus. In jeder Rubrik findet sich mindestens ein Artikel, an dem man beim Scrollen hängen bleibt.

Alles auf der gleichen Startseite:

So haben Sie eine Polizistin vermutlich noch nie gesehen
https://www.welt.de/vermischtes/article165258398/So-haben-Sie-eine-Polizistin-vermutlich-noch-nie-gesehen.html

So teilt sich Jamaika in Kiel die Posten auf
https://www.welt.de/regionales/hamburg/article165253032/So-teilt-sich-Jamaika-in-Kiel-die-Posten-auf.html

So gefährlich sind Diätpillen aus dem Internet
https://www.welt.de/wirtschaft/article165248241/So-gefaehrlich-sind-Diaetpillen-aus-dem-Internet.html

So fair ist das Eis von Ben & Jerry’s wirklich
https://www.welt.de/wirtschaft/article165240743/So-fair-ist-das-Eis-von-Ben-Jerry-s-wirklich.html

So fegte Flixbus die großen Rivalen von der Straße
https://www.welt.de/wirtschaft/bilanz/article165053270/So-fegte-Flixbus-die-grossen-Rivalen-von-der-Strasse.html

Dann das „Wie“
Wie Phil Collins aus Versehen die DDR erledigte
https://www.welt.de/kultur/article165242271/Wie-Phil-Collins-aus-Versehen-die-DDR-erledigte.html

Dann noch „warum“

Warum die Gema einen Swingerklub-Tarif einführt
https://www.welt.de/wirtschaft/article165227824/Warum-die-Gema-einen-Swingerklub-Tarif-einfuehrt.html

Warum der Diesel-Bann das Feinstaub-Problem zurückbringt
https://www.welt.de/wirtschaft/article165219554/Warum-der-Diesel-Bann-das-Feinstaub-Problem-zurueckbringt.html

Warum Netflix-Kunden auf „House of Cards“ verzichten müssen
https://www.welt.de/wirtschaft/webwelt/article165166374/Warum-Netflix-Kunden-auf-House-of-Cards-verzichten-muessen.html