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Vom Thema ablenken

Eine großangelegte Werbekampagne von EON suggeriert uns Bürgern, dass Strom deutlich günstiger sein könnte als noch vor 8 Jahren.

Selbst die kleinsten Lokalzeitungen werden von diesem Anzeigensegen beglückt. Auf rotem Grund mit weißer Schrift sind die Lettern unübersehbar.

EON verweist gern auf die Auswirkungen der Liberalisierung des Strommarktes im Jahr 1998. Anbieter wie Yellostrom kamen auf den Markt. EON bot Mixpower an, wobei logischerweise der 100%-Atomstrommix am günstigsten war.

Die Liberalisierung hatte aber noch einen anderen Effekt: Konzerne sind nach Übernahmen gewachsen und ein Anbieteroligopol mit monopoler Ausrichtung ist entstanden.

Nachdem die Versorger durch kurz aufeinander folgende Strom- und Gaspreiserhöhungen im Verbraucheransehen gesunken sind, versuchen sie von sich abzulenken. Durch die Dauerpräsens mit roten EON-Anzeigen wird vielleicht irgendwann das Unterbewußtsein des Verbrauchers so manipuliert, dass er auch daran glaubt, dass alleine die Regierung schuld ist an den gestiegenen Preisen.


Petition gegen Wahlmaschinen

Wenn Sie auch gegen Wahlmaschinen sind, da diese ja nicht [url=http://www.heise.de/newsticker/meldung/79080]besonders sicher[/url] sind, kann man nun eine Petition die in den Bundestag eingebracht wurde beteiligen. Diese will erreichen, dass keine solchen Geräte benutzt werden sollen.Petition gegen Wahlmaschinen


Versteckter Preis bei S-Mobil

Merkwürdige Preisauszeichnung bei S-Mobil von Schlecker. Aufgeschreckt von der Werbung am gestrigen Sonntag schaute ich gleich heute einmal nach dem Angebot im Internet.

Der günstige Minutenpreis von 15 ct. je Minute ist nur ein effektiver Preis mit Fußnote. Tatsächlich kostet die Minute 25 ct., die fehlenden 10 ct. werden durch das Startguthaben „gespart“.

Ebenso sieht es bei den SMS aus. Eine SMS kostet 19 ct. Die Anzeige verspricht günstige 11,4 ct, die aber auch nur durch das Startguthaben erreicht werden.

Beim Aufladen wird es dann richtig kompliziert. Denn der Minutenpreis von 25 ct. und SMS-Preis von 19 ct. bleibt bestehen. Allerdings hängt der neue [b]effektive[/b] Preis dann von dem Aufladepaket ab. Bei einer Aufladung von 25 EUR zahlt man nur 19 EUR (effektiv: 19 ct./Min, 14,4 ct. SMS) und bei einer Auflandung von 10 EUR zahl man 8 EUR (effektiv: 20 ct./Min, 15,2 ct. SMS).

Günstig bleibt nur das Telefonieren von S-Mobil zu S-Mobil. Hier kostet die Minute 1 ct. Dies ist allerdings auch auf 200 Minuten im Monate beschränkt.

Fazit: Günstiger bleibt man im D1-Netz bei [url=http://www.easymobile.de]easymobile[/url], die sind außer bei Gesprächen aus dem Ausland deutlich transparenter.

Quelle: [url=http://www.schlecker.de/channels/smobil-0210/smobil/guthaben/index.html]schlecker.com[/url]


Airbus lacht sich ins Fäustchen

Wenn Airbus seine Produktionsanlagen verkaufen will und dadurch Arbeitsplätze gefährdet werden, so ist das für Airbus betriebswirtschaftlich günstig, für die Belegschaft bitter. Wenn dafür auch noch Steuergelder fließen, muß man sich aber wirklich fragen, ob unsere politischen Eliten völlig unfähig sind.

[quote]Mirow hat als Hamburgs Wirtschaftssenator einst dazu beigetragen, dass Airbus seine Flugzeugwerft an der Elbe ausbaut. Die Stadt Hamburg hat allein 750 Millionen Euro investiert, um die Produktion des A380 nach Finkenwerder zu holen[/quote], schreibt die [url=http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/artikel/356/87269/]Süddeutsche Zeitung[/url].

Jetzt gehen die Gerüchte über die Verlegung der A380 Produktion in die 2. Runde. Aus betriebswirtschaftlichen Gründen kann man sehr wohl die geplanten Entlassungen und die Verlagerungen der Produktion nachvollziehen. Aber man muß sich doch fragen, auf was für Verträge sich die Hansestadt Hamburg eingelassen hat, wenn im Falle einer Streichung der A380 Produktion in Hamburg nicht entsprechend saftige Strafen fällig werden.

Bei Airbus wird man entsprechende Überlegungen wohl in die Entscheidungsfindung mit einbezogen haben, wenn dort nicht ähnlich unfähige Betriebswirte sitzen wie damals im Hamburger Senat, was allerdings unwahrscheinlich ist.

Man kann nur froh sein, daß inzwischen eine andere Mannschaft die Geschicke der Hamburger Wirtschaft leitet und hoffen, daß diese es besser macht.