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adm_denounce -player-

Verbrechensbekämpfung ist gut, Verbrechensprävention ist besser. Mit der neuen [url=https://www1.polizei-nrw.de/internetwache/Start/]Internetwache[/url] will die Polizei NRW besser erreichbar sein. „Der Amoklauf in Emsdetten hat deutlich gemacht, dass wir eine Kultur des Hinsehens brauchen“ ([url=http://www.heise.de/newsticker/meldung/83186]heise.de[/url]), so NRW-Innenminister Ingo Wolf als Begründung für das neue Internet-Blockwartbüro.

Nimmt man mal die letzte [url=http://www1.polizei-nrw.de/lka/Zahlen_und_Fakten/Kriminalstatistik/]verfügbare[/url] Kriminalstatistik 2005, so beträgt die Gesamtzahl der bekannt gewordenen Fälle 1503451. Diese Zahl kann man gut für 2006 annehmen, die 61000 Online-Anzeigen machen somit 4% der gemeldeten Fälle aus – ein voller Erfolg also. Ob diese Fälle nicht auch per Telefon hätten berichtet werden können, ist wohl nicht mehr feststellbar.

Eine Mail der anderen Chatter kann ja zu lange dauern, wenn PitBullMeese88 ernst macht und sich aus dem IRC mit der Ankündigung „Jetzt mache ich sie alle platt“ verabschiedet, sich seine Pumpgun schnappt und 10-25 Lehrer wegmacht. 110 wäre in diesem Fall vielleicht besser gewesen.

Nunja, in Sachen Prävention kann ja online auch noch viel automatisiert werden. Counter Strike, immer noch das beliebteste aller Baller-Games, steht ja schon im lange Verdacht, aus Teenagern blutdürstende Mordmaschinen zu machen. Es gibt sogar schöne Stat-Server mit [url=http://cs.boomtown.net/en_uk/stats/cs.list.php?GameId=2]Statistiken[/url] darüber, wer zur Zeit der beste Killer ist.

Vielleicht wäre eine online-Gewaltprävention erfolgreicher, wenn ab eines bestimmten Score-wertes der CS-Server eine automatische Mail an die NRW-Netzbullen sendet, die den gewaltverdächtigen Daddler erstmal einer Real-World Vernehmung unterziehen.

Da solche automatischen Statistiken ja manchmal nicht jeden Gewalttäter erfassen, bringen wir am besten noch einen patch, mit dem ein diensttuender CS-Spitzel mit „adm_denounce [player]“ das gleiche manuell erreichen kann. Hoffentlich kommen nicht noch mehr Länder auf den Gedanken mit der Online-Wache, sonst brauchen wir noch ne Datenbank, bei welcher IP die Mail wo hin muß…


Moderate Preiserhöhungen

Zum Jahresanfang locken viele große Kaufhäuser mit Rabatten und erstatten gar die Steuer. Andere hingegen langen kräftig zu und nennen das dann moderate Preiserhöhung.

So kostet neuerdings das belegte Brötchen in unserer Kantine 1,10 Euro statt wie zuvor 90 Cent (33% mehr). Die Monatskarte für den Nahverkehr wird um 4% und Fahrkarten der Bahn 5% teurer. Die Strom- und Gasversorger erhöhen die Preise um 15% weil das Öl teurer wurde, äußerst logisch nicht wahr? Die Gesichtscreme der Marke Dr. Baumann kostet nun plötzlich 36 Euro statt wie zuvor 30 Euro (+20%).

Tja nur die Gehälter werden wohl nicht einfach so ansteigen, die Bosse wollen lieber weniger Zahlen für eine längere Arbeitszeit. So macht man dann den kleinen Aufschwung kaputt, vielen Dank Frau Merkel und Herr Beck.


Neue Knoppix-Version

Die neuste Version der freien Knoppix-Linux-Distribution ist nun verfügbar.

Wie Pro-Linux [url=http://www.pro-linux.de/news/2006/10663.html]berichtet[/url] , hat Klaus Knopper, Schöpfer der erfolgreichen Linux-CD Knoppix, die Version 5.1 des Systems zum Download freigegeben.

Knoppix eignet sich als Live-Distribution hervorragend dazu, bei einer Neuanschaffung eines Rechners diesen bereits im Laden auf seine Funktion hin zu überprüfen. Da keine Installation auf eine Festplatte notwendig ist, kann man so einen Rechner auf seine Linux-Hardware-Kompatibilität testen. Die automatische Hardware-Erkennung hat schon vor längerer Zeit Maßstäbe gesetzt und wurde schon in diverse andere Linux-Distributionen übernommen.

Als Rettungs- und Test-System kann man dieses System uneingeschränkt auch für Anfänger empfehlen, bei Bedarf kann es auch fest installiert werden. Auf jeden Fall einen Versuch wert.


Volldampf im Leerlauf

Wie Bundeskanzlerin Angela Merkel in ihrer Neujahrsansprache verlauten ließ, müßten wir uns alle in 2007 nur doppelt anstrengen, und alles würde besser – oder zumindest gleich schlecht bleiben. Nun dürfte man doch wohl erwarten, daß die Politik mit gutem Beispiel voranginge, aber nein, das wäre in Deutschland doch zu viel verlangt.

Das Jahr noch keine zwei Tage alt, und schon kommen zwei unsägliche Beispiele des Versagens der Politiker-Kaste dahergesegelt: das Ausrufen des V-Falles bei Flugzeugenttführungen (wir [url=http://www.eraser.org/modules/news/article.php?storyid=340]berichteten[/url]) und jetzt das vorläufige [url=http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,457377,00.html]Eingeständnis[/url] des Scheiterns der Gesundheitsreform.

Sie brauchen mehr Zeit. Mir ist der Zeitpunkt leider schon aus dem Gedächtnis entschwunden, an dem die Reform des Gesundheitswesens beschlossen wurde. Ich möchte mich am liebsten auch nicht mehr erinnern. Bis jetzt ist *nichts* dabei herausgekommen. Als Zwangsmitlied in der Barmer-Ersatzkasse werde ich wohl aber zwangsläufig durch einen Blick auf den Kontoauszug wieder mit der [url=http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,456713,00.html]bitteren Realität[/url] konfrontiert.

Der freie Autor Michael Winkler [url=http://www.michaelwinkler.de/Pranger/271206.html]schreibt[/url] in seinen Neujahrsgrüßen nicht ganz zu Unrecht vom Wiederauftreten der Krankheiten als göttliche Strafe – weil es sich kein gesetzlich Krankenversicherter mehr leisten kann, ernsthaft zu erkranken.

Das Jahr 2007 dürfte für die Deutschen teuer werden – Alle Kosten [url=http://www.netzeitung.de/wirtschaft/ratgeber/480905.html]rauf[/url], Jobs [url=http://www.netzeitung.de/wirtschaft/wirtschaftspolitik/486228.html]runter[/url]. Man kann sich empören darüber, daß Henrico F. als Langszeitarbeitsloser mehrere Angebote medienwirksam ausgeschlagen hat, die Antwort ist ganz einfach: Arbeit ist für die Dummen!

In dem heutigen System wird der Faule überproportional belohnt und der Fleißige besteuert. Sozial eingestellte Menschen betrachten dieses als Mittel zur gerechten Umverteilung und zur Herstellung der Chancengleichheit; was am Ende herauskommt, ist Ergebnisgleichheit. Dieser Umverteilungsapparat dient als idealer Nährboden für die schmarotzende Kaste der Berufspolitiker, die ihren Gewinn aus den fluktuierenden Geldströmen abzapfen. Indem immer neue, unsinnige „demokratische“ Institutionen geschaffen werden, in denen immer noch ein Pöstchen zu besetzen ist.

Es macht auch keinen Unterschied, ob nun irgendwelche Wachstumsprognosen, Arbeitslosenzahlen-Prognosen oder sonstige Kaffeesatz-Lesereien zu positiven Ergebnissen kommen – solange die Parasiten, die sich in Berlin und Brüssel eingenistet haben, wissenschaftlichen Erkenntnissen nicht zugänglich sind. Man muß weder Hans-Werner Sinn noch Paul Kirchhof zur Gänze zustimmen, aber die komplette Ablehnung der Wirtschaftswissenschaften ist ebenso verblendet.

Das Zweck der Arbeit hat sich seit Bestehen des Menschen nicht verändert. Der Mensch arbeitet, um durch das Ergebnis der Arbeit seine Bedüftnisse zu befriedigen – das gilt für den steinzeitlichen Jäger, der seinen Hunger stillen will genauso wie für den Klempner, der sich von dem durch Arbeit verdienten Geld ein Haus bauen will. Können die Bedürftnisse auch ohne Arbeit befriedigt werden (sei es durch gegebenen Reichtum oder durch staatliche Fürsorge), so wird eben nicht gearbeitet, oder man arbeitet als Hobby.

Umso schlimmer, daß gerade die heute herrschende Politiker-Kaste ihr Dasein nur noch zum Selbstzwecke führt – „Dem Deutschen Volke“, das kann man vergessen bei dieser Regierungs-Kamarilla, die zwar noch schlaue Styling-Ratschläge erteilen kann, aber sonst nur noch „Vom Deutschen Volke“ praktiziert.

Die Bäume wachsen aber dennoch nicht in den Himmel, und es mehren sich schon [url=http://spatzseite.de/20061231.htm]Stimmen[/url], die ein Ende dieser Halbmarktwirtschaft proklamieren, denn auch sie funktioniert nach wissenschaftlich gewonnen Erkenntnissen, bis zum Beweis des Gegentums. Hoffen wir nur, daß es nicht wieder zum Ausschlag des Pendels in irgendeine der beiden extremen Lager kommt, aber wahrscheinlich wird es früher oder später [url=http://de.wikipedia.org/wiki/Generalstreik]hierzu[/url] kommen.