Auswahl des Domainnamens

Mit der Auswahl des passenden Domainnamens gibt es offensichtlich immer wieder Schwierigkeiten. Will man das die eigene Website möglichst in den Köpfen der Besucher bleibt und auch Mailadressen nicht zu kryptisch werden, sollte man einige Dinge beachten.

Ein kurzer Exkurs soll helfen Fehler zu vermeiden…

Internetadressen setzen sich aus drei Teilen zusammen:
www.Domainname.tld

www – Steht für Wold Wide Web das übliche Präfix für Internetseiten.

Domainname – Dieser kann frei gewählt werden, derzeit sind A bis Z, Zahlen sowie das Zeichen – zulässig. Ende des Jahres kommen die deutschen Umlaute äöü dazu, aber dazu später noch ein Satz.

tld – Steht für die Top Level Domain, dies sind die Länderkürzel oder symbolische Namen wie z.B. org für eine nichtkommerzielle Organisation, .com für Firmen oder .net für Netzwerke.

Ein paar Beispiele (Es wurden Pahntasienamen verwenden, alle Ähnlichkeiten wären zufällig):

Nehmen wir an das Ingenieurbüro Stiglmayer Walldorfer und Partner, welches sich mit der Planung von Wassserstraßen beschäftigt, möchte eine Internetpräsenz haben. Als erstes stellt sich die Frage, ist dies ein Unternehmen welches International, im Europäischen Raum oder nur in Deutschland tätig ist? Davon ist die verwendete Endung abhängig:

.com – für internationale Unternehmen
.eu – für in Europa tätige Unternehmen *
.de – für Firmen die sich nur in Deutschland betätigen.

* Die EU-Domain ist noch neu und kann z.Zt. nur vorbestellt werden, ab Ende 2003 soll sie dann verfügbar sein.

Wir bleiben in Deutschland also nehmen wir .de als Endung. Nun kommt der häufigste Fehler: Zu lange Namen. Der Domainname kann frei gewählt werden, hier Beispiele wie man es nicht machen sollte:

www.Ingenieurbuero-Stiglmayer-Walldorfer.de

Hier sind schon mehrere Stolperfallen drin, das ue wird häufig ü eingegeben. Wie Anfangs geschrieben sollen Ende 2003 Umlaute zulässig sein, ich würde aber zunächst davon abraten, denn dann wird es wohl nötig Zusatzprogramme zu installieren oder gar das Betriebssystem auf den aktuellsten Stand zu bringen. Alte Systeme werden dies nicht können und es gibt noch sehr viele alte Maschienen, die vielleicht nicht aktualisiert werden können. Mayer wird in Deutschland auch mal mit ei ey oder ai geschrieben.

www.Wasserstrassen-Stiglmayer-Walldorfer-und-Partner.de

Das ist viel zu lang, das behält man kaum im Kopf. Man stelle sich nun vor der Fimenchef heißt Willibald, der Juniorchef hat den selben Namen und der Administartor macht dann folgende Mailadresse daraus:

Willibald.Stiglmayer.jun@Wasserstrassen-Stiglmayer-Walldorfer-und-Partner.de Dies macht sich vor allem in Briefköpfen nicht gut. Nun zu sinnvollen Namen:

www.wasserstrassen.de Wenn der Name frei ist, sollte man zuschlagen. Wenn im Internet gesucht wird, werden meistens die Begriffe gesucht, nicht die Firma an sich.

www.ing-stigwa.de www.ing-sw.de www.iswp.de www.stigwa.de www.stigwall.de www.iswpw.de Kurze wenn auch kryptische Namen, welche jedoch eindeutig auf das Unternehmen zurückzuführen sind.

www.isw.de ist Superkurz, die Mindestlänge für deutsche Domainnamen beträgt drei Zeichen, leider sind diese meistens schon vergeben.

Nehmen wir nun an die Enscheidung ist gefallen die Adresse lautet www.stigwall.de, nun müssen noch Mailadressen her. Wie im obigen Beispiel wird häufig der Name der Person verwendet. Es geht aber auch anders.

Statt Willibald.Siglmayer@stigwall.de bieten sich die Initialien an, WS@stigwall.de oder sw@stigwall.de. Haben wir ein größeres Unternehmen könnte das zu verwechselungen führen, man nimmt dann zwei oder drei Buschstaben des Namens und Nachnamens kombiniert hier ein Beispiel: Hans Strobel = hs hast h.strobel strobel.h hstr

Zusätzlich müssen noch die im Internet allgemein üblichen Adressen zugewiesen werden, benötigt werden: webmaster (fürden Betreuer der Seite), postmaster (für den Betreuer der Mail), administrator (falls ein Netzwerk dazugehört), abuse (wenn die Internetadresse missbräuchlich verwendet wurde wird hier oft ein Ansprechpartner gesucht, wird aber meist nur von Internetdiensten verwendet.)

Haben Sie unterschiedliche Abteilungen, so können diesen Sammeladressen zuweisen wie Rechnung, Vermessung, Planung, Abrechnung, Buchhaltung. Wichtig ist eine allgemeine Kontaktadresse wie info oder kontakt, wenn jemand das Unternehmen nicht schon kennt und allegemeine Fragen hat.

Bei privaten Websites verhält es sich ähnlich. Ist der Name vergeben, sollte man es mit dem Thema versuchen oder sich einen Phantasienamen ausdenken. Möchte man eine etwas seriösere Adresse haben, sollte man es mit der Phantasie nicht übertreiben, niemand nimmt Sie ernst wenn Sie die Adresse walter@kasperkopf.com haben. Hat man einen kurzen Namen tauscht man einfach Vor- und Nachnamen aus.

Geht es nur darum eine Mailadresse zu haben, bieten sich Dienste wie web.de gmx.de arcor.de etc an. Versuchen Sie es einfach mal Ihren Nachnamen als Domainnamen einzugeben, machmal verbergen sich darunter Weiterleitungsdienste die Ihnen kostenlos eine Adresse anbieten.

P.S. Auch bei uns kann man solche Weiterleitungen bekommen, einfach hier auf der Website anmelden und eine Mail an mailalias@eraser.org schicken. Der Benutzername ist dann auch der Teil vor dem @.


info no. 6 // radio attack

wer in den letzen jahren radio gehört hat und natürlich auch die damit verbundenen jingles ertragen hat stellt sich eine frage: wo sind die hits?

ein regionaler radiosender aus hh wirbt regelmäßig damit: „wir haben die hits der 80er, 90er und das beste von heute!“

okay so gesehen hat der sender ja sogar recht mit seiner aussage.

denn:

1. gibt es heute keine hits mehr, sondern nur das beste aus einer miesen auswahl von retortenmusik [wird in einer späteren info behandelt].

2. nur weil sie die hits der 80er und 90er auch noch haben, bedeutet dies nicht automatisch, daß diese auch gespielt werden. ganz im gegentum!

zwischen den vielen jingles, nervigen comics [selten sind gute dabei], ständigen geblödel von moderatoren und ratenspielen bleibt kaum noch platz für musik. jedenfalls nicht für gute musik.

die letzten 10 tage war die hype-enforcement-agency damit beschäftigt radiosender auf ihren nerv-faktor hin zu testen. zum schluß kam ein erschreckendes ergebnis raus: oldie-sender sind immer noch die, die man über einen zeitraum von mehreren stunden hören kann, ohne das der vermeintliche ein weiteres mal gespielt wird. schlagersender waren übrigens nicht länger als 5 min. zu ertragen, dann waren nämlich die nachrichten vorbei und musik ging weiter.

wo wir gerade bei nachrichten sind. auf die dauer nachrichten in endlosschleife zu hören ist nicht nur ermüdend, sondern auch ohrenschmerzen erzeugend. wer stundenlang nur worte ohne musik mit grabesstimme hören muß, nur unterbrochen vom gepiepe des verkehrsfunks, der bekommt irgendwann einen leichten radiokoller…

don’t believe the hype
hype enforcement agency


classic no. 1 // hyper-hype?

es gibt hypes, die uns alle betreffen. einige, so hoffte man vor jahren, sollten eintagsfliegen bleiben. doch manche eintagsfliegen, sind leider immer noch da! so auch der hier heute besprochene klassiker. interessant dabei ist, daß dieser hype leider seit fast 10 jahren durchgehend vorhanden ist. hier zeigt sich einmal, daß man mit einem geklauten konzept durchaus reich und berühmt werden kann.

hier steckte der hype schon in der ersten single. Im frühjahr 1993 las ich in der längst ausgestorbenen technoszenezeitschrift frontpage: ?das schlechteste lied des jahres!? dieses zitat soll der dj westbam geäußert haben.

ja welcher sogenannte technoact war denn im frühjahr 1993 am aufkeimen? tja, es war scooter mit hyper hyper. frühjahr 1993 werden sich viele fragen! Ja damals war der track noch völlig umgekehrt: zuerst diese komische bassline und ab der mitte des tracks der clou: das aufzählen aller bis dato auf einem maydayplakat erwähnten dj?s. [erinnert heute irgendwie an den burgerdance von dj ötzi beim aufzählen von fast-food-ketten]. im herbst 1993 war es dann soweit, scooter erobert die charts. es hat tatsächlich ein halbes jahr gedauert, bis hyper hyper vom kommerz entdeckt wurde. was kaum einer weiß: das ?hyper-hyper-prinzip? wurde von ultra sonic?s annihilating rhythm abgekupfert, nur wurde dieser act nicht so bekannt!

nach dem kommerziellen breakthrough folgten nach dem gleichen prinzip englische mc vocals mit deutschem akzent eine weitere singles. und irgendwie beschleicht dem hörer das gefühl, das scooter alle sprüche von mc mysticman [wird auch bei hyper hyper erwähnt] geborgt wurden. aus let me be you valentine wurde dann auch gleich ein ganzer track gemacht!

es folgte die so gelobte erste technoballade ?break it up? und weitere musikalische tiefschläge mit immer noch peinlich deutschem akzent. m.e. heißt hp von scooter mit bürgerlichen namen hans peter. macht ja nix aber so ganz hip klingt hp auch nicht und was wohl ein großer druckerhersteller dazu sagt? Leider sagte er bisher nix dazu.

besonders peinlich stufe ich das aktuelle release ein: maria (i like it loud). das original war glaube ich: ?i like it loud? und davor wurde ?my radio? gebrüllt. Aber das muß wohl am akzent liegen. aber wenn einem keine texte mehr einfallen dann brüllt hp: ?dip dip dip? in die menge…


info no. 5 // freßtempel-dance

direkt aus unverdauten fleischresten entstand der erste menschliche hamburger. und wie ein partyspielzeug gröhlt er in die menge!

die rede ist hier von dj ötzi, der wohl für seinen burger-dance ein lebenslunchpaket der hier erwähnten fastfoodketten einsacken konnte. zu recht formieren sich fronten wie burgerdance sucks auch wenn sie von fleischloslebenden vegetariern betrieben werden.

der clou ist das ständige aufzählen oder besser hereinschreien von verschiedenen fastfoodketten. das problem dabei ist nur die hampelei, die selbst das tiefliegende skihüttenniveau unterschreitet. man muß immer steigerungsfähig bleiben, egal in welche richtung…

aber ein dem ententanzähnlichen ellenbogenwinken ist richtig scheiße. muß man einfach einmal so sagen!!! so ein murks wird natürlich mit platz 1 in den deutschen charts belohnt! aber wie der enforcerer seit jahren predigt: ’solange es doofe gibt, die alles kaufen, gibt es noch doofere, die so einen scheiß produzieren!‘

don’t believe the hype
hype enforcement agency