In der Krise

Nun wird die US-Regierung doch Geld in den Finanzmarkt pumpen. Richtig kann es nicht sein aber die Autolobby hat das große Sagen und die Arbeitsplätze. Es erinnert alles an den schwarzen Freitag, nur dass es diesmal nicht um Spekulationen mit Wertpapieren von Kleinanlegern auf Pump ging.

Bei den Banken: Wer kein vernünftiges Scoring (ich weiß das Wort ist böse, wird aber immer wieder gebraucht) seiner Kunden vornimmt, der muss sich nicht wundern, wenn er mehr faule Kredite hat als er meint. Sicher gehörte das faule Obst schon zum Subprime Bereich. Nur was nützt es, wenn auch hier unkontrolliert Kredite vergeben werden. Das erhöhte Risiko ließen sich die Banken mit höheren Zinsen versüßen. Solange alles gut ging, war auch nichts los. Bei den geringen Zinsmargen war man froh über höhere Einnahmen. Dem Risiko nicht bewusst machte man weiter wie bisher.

Nicht nur Häuser werden in den USA auf Kredit gekauft, auch Autos und fast alles, was es noch so gibt. Kein Wunder also, dass die Autobanken von Ford und GM auf das Geld angewiesen sind, um ihre Autos weiter zu Schleuderpreisen verkaufen zu können. Da kostet ein neuer Chevrolet Trailblazer, der etwa dreimal so groß ist wie ein Golf, umgerechnet etwa 17.000 EUR, je nach Wechselkurs. Die Qualität lässt dabei zu wünschen übrig. Wenn die Innenbeleuchtung eingeschaltet wird und der komplette Dachhimmel nachgibt, dann kann man nicht von guter Verarbeitung reden.

Ob es in den Köpfen der Auto-Manager angekommen ist, dass Marktanteil keine Rentabilitätskennziffer ist? Scheinbar nein! Statt die Fabriken Rentabel zu bewirtschaften, wird stur auf den Marktanteil gesetzt. Himmel, was ist denn so schlimm daran, wenn Toyota General Motors überholt? Hauptsache unter dem Strich stimmen die Einnahmen. Nun ja irgendwann hat sich die Rabattspirale dann verselbständigt und die GM, Ford und Chrysler schreiben rote Zahlen. Wenn ich die Preise für BMW oder Mercedes in den USA bekomme ich Tränen in den Augen und könnte mir zwei solche Autos als Neuwagen leisten.

Die hausgemachte Krise in einem nicht überwachten Markt zeigt, was passiert, wenn man alles der Wirtschaft überlässt. Da wird in Deutschland schnell von Kommunismus gesprochen. Fakt ist aber, dass viele Manager ihre „neuen“ Finanzmarkinstrumente nicht einmal mehr selber verstehen und sich die Investmentabteilungen schon auf der Suche nach noch mehr Rendite verselbstständigt haben. Auf der anderen Seite steht der Regulierungswahn der EU, die zwischen Liberalismus (VW-Gesetz, Sparkassengewährträgerhaftung) und Richtlinien (MIFID, EU-Vermittlerrichtlinie für Versicherungen) sich immer wieder einmischt und scheinbar keine klare Linie verfolgt. Dumm nur, dass die Staatseigenen Banken wie die KfW und SachsenLB sich selbst in die Nesseln gesetzt haben. Die Sachsen haben Investitionen mit „hoher“ Rendite in den Subprime-Standard versenkt und die KfW schickt Gelder an die insolventen Lehmann Brothers. Da könnte nun auch der Verdacht aufkommen, dass die Staatseigenen Banken selber nicht wissen, was sie tun. Was soll man aber erwarten, wenn die Politik ihre Marionetten als verlängerten Arm ins Management bringen und eben diese verselbständigten Abteilungen mit Powerpoint ihre Präsentationen über alternative Anlageformen mit hoher Rendite vorstellen. Da blendet auch schon mal ein Manager sein Risikobewusstsein aus und sieht nur noch die Eurozeichen in den Augen.

Tja Gier nach mehr gibt es eben nicht nur bei den Kleinanlegern, die am Neuen Markt und bei der Telekomaktie vor, sondern auch bei „Topmanagern“. Die Kleinanlegerblase ist vor vielen Jahren geplatzt und nun folgt die Unternehmensblase.

Der Markt ist nun ein anderer. Die Banken und ihre Manager trauen einander nicht mehr. Die Zentralbanken – sind natürlich auch staatlich – pumpen Geld in den Markt damit der Wirtschaftskreislauf nicht kollabiert. Da schreien die Banken wieder nach dem Staat, weil sie nicht klarkommen, ansonsten soll sich der Staat aber bitte nicht überall einmischen.

Was mich angeht, ich wundere mich seit langem, wie eine Wirtschaft wie die USA ohne ein so dichtes Gironetz mit Überweisungen & Co. bisher so erfolgreich sein konnte.


Kürbsiauflauf

Es wird Herbst und die Kürbisse sind reif, Zeit für einen leckeren Kürbisauflauf.

Zunächst die Zutatenliste für vier Personen:

500g Kürbis
500g Kartoffeln
200ml Creme Fraiche
100g Salami
100g gekochter Schinken
150g geriebener Käse
1Bd Petersilie

Dazu Semmelbrösel, Muskatnus, Pfeffer, Salz und Kümmel.

Die Kartoffeln 25 Minuten kochen und in Würfel schneiden.
Den Kürbis würfeln und 10 minuten kochen.
Petersilie waschen und kleinhacken.
Salami und Schinken in Stücke schneiden.
Das ganze vorsichtig mit den Gewürzen und der Petersilie mischen.
Mit der Creme Fraiche übergießen und den Käse darübergeben.

Das ganze ca. 10 Minuten in den Backofen bei 200 Grad, bis der Käse zwerlaufen und leicht braun ist.

Guten Appetit!


Geheime Staatspolizei für Europa

Der Bundesinnenminister [url=http://www.focus.de/politik/ausland/ratspraesidentschaft_nid_41816.html]weiß[/url], was gut ist für Europa und schlecht für die „Terroristen“: Eine Geheime Staatspolizei für Europa

Bald ist es wieder soweit: Europa soll eine über die Landesgrenzen hinaus operierende Polizeieinheit bekommen; „unverzichtbar“ im Kampf gegen den „Terrorismus“. Dem Focus-Artikel zufolge sollen vor allem Straftaten verfolgt werden, die „schwere Störungen der öffentlichen Sicherheit“ betreffen – also auch Dissidenten.

Die Briten (immerhin Weltmeister der Video-Überwachung) sind da etwas [url=http://observer.guardian.co.uk/world/story/0,,1995232,00.html]zurückhaltender[/url] – aber da wird man sich schon noch einigen können. EU-weite Strafverfolgung ist ja gerade auch in anderen Bereichen ein [url=http://www.netzeitung.de/deutschland/488650.html]Thema[/url] – Das Justizministerium unter Zypries strebt ähnliche Umsetzungen an. Vielleicht können die damit beauftragten Stäbe aus beiden Ministerien ja in einem Bundessicherheitshauptamt (BSHA) zusammengefaßt werden.

Irgendwie fällt mir da nur noch die „suede denim secret police“ ein – [url=http://en.wikipedia.org/wiki/California_Über_Alles]California Über Alles![/url]


info no. 427 // gute reise herr minister

jo mach dich vom acker mr. glos! versenke das rettende schiff! mal ehrlich will er wirklich in rente oder wartet ein großer neuer job in der wirtschaft auf ihn, wie einst auf schröder, den pipelinekanzler.

okay, in dieser zeit kann jeder politiker nur schlecht aussehen, aber das tun die politiker schon seit jahren. jeder der nur etwas in richtung bürger unternehmen möchte, der wird sofort kritisiert.

also herr glos, gute reise herr minister!

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