Archiv des Monats: Januar 2020


Malediven, ein Urlaub zum abgewöhnen

Eigentlich sollte man meinen wenn man für über 2000 Euro pro Nase einen Urlaub auf einer viereinhalb Sterne Insel bucht, dass man einen schönen Urlaub vor sich hat. Leider war dem nicht so, Thulagiri, oder von den einheimischen auch Thulhagiri geschrieben, ist keine Empfehlung wert.

Der Zubringer Qartar Airways ist wirklich empfehlenswert. Die selbst ernannte fünf Sterne Fluggesellschaft bietet schon in der Economy Class fast den Komfort der Business Class. Hier können sich Lufthansa und ähnliche eine oder zwei Scheiben abschneiden.

Fehler gab es schon bei der Buchung, so wurden wir nicht darauf hingewiesen das die Reisezeit auf den Fastenmonat Ramadan fällt und das es drei Kategorien von Bungalows gibt. Kategorie eins sind Wasserbungalows, nicht nur das man keinen Strand hat, die Bungalows sind zudem relativ klein und das zwei Meter entfernte Riff führt dazu das man ständig die Wellen schlagen hört. Kategorie zwei sind geräumige Strandbungalows, teilweise auch mit Brandung, Nummer 100 bis 120 leicht versetzt und leise. Die dritte Kategorie liegt hinter einer etwas unansehnlichen Mauer, was aber nicht so negativ ins Gewicht fällt wie der Lärm der durch den danebenliegenden Fußballplatz auftritt. Da die Einheimischen bis Sonnenuntergang, der Aufgrund der Äquatornähe auf ca. 18 Uhr fällt, nicht essen und trinken dürfen, wird anschließend bis in die Nacht Kricket und Fußball gespielt, in den Pausen gerne auch mit lauter Musikuntermalung. Am Wochenende kommt dann noch die Disco vom Hotel dazu, das kann man sich dann so vorstellen wie zwischen zwei Bierzelten auf dem Oktoberfest. Die Insel war ausgebucht, daher gab es keinen Ersatz, zumindest die Musik auf dem Fußballplatz wurde in der zweiten Woche abgestellt.

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Auf der Insel gibt es zwei kleine Gartenteiche mit Seerosen, die ich als Mückenbrutstätte identifizieren konnte. Hinzu kommen die kleinen unangenehmen Stechfliegen die zu jeder Tages und Nachtzeit stechen. Nach drei Tagen hat man nicht nur eine leichte bräune, man sieht auch aus wie jemand mit Windpocken dank der vielen Stiche. Zwar wird einmal die Woche gesprüht, das interessiert die mittlerweile resistenten Tierchen jedoch nicht. Die Idee die Fenster mit Fliegengitter oder de Betten mit Moskitonetzen zu versehen, hatte auch noch niemand. An den Wänden im Bad blühte der Schimmel, der auch nach mehrfachen anmahnen nicht beseitigt wurde. Wir haben dann selbst Hand angelegt, mit einem Handtuch lies sich das Ganze entfernen, unter das Waschbecken haben wir uns allerdings nicht vorgewagt, zu schmutzig.

Das einzig positive ist das Essen, allerdings nur eine Woche lang, dann wiederholt sich die Speisefolge und nach zwei Wochen kann man die Mischung aus Chinesischen und indischem Essen nicht mehr sehen.

Auch das Unterhaltungsprogramm ist für einen einwöchigen Aufenthalt ausgelegt, danach geht es von vorne los mit Krabbenrennen, Zauberer, Filmen und einer wirklich guten Live Band. Man kann unterschiedliche Ausflüge unternehmen, wobei der zur Hauptinsel Male am besten ausgespart wird. Male ist schmutzig und laut wie jede islamische Stadt, der Stadtpark, ein runtergekommener Fußballfeld großer Platz, ist ein schlechter Witz. Einzig die Moschee ist sehenswert, alles andere hat man irgendwie schon mal gesehen, Stichwort Wochen- und Fischmarkt.

Was die Kategorie der Insel angeht, kann man die viereinhalb Sterne gleich mal vergessen. Mehr als zwei Sterne würde ich hier nicht vergeben. Das Personal ist stets unfreundlich, faul, hochnäsig und schlampig. Der Bungalow wird nur mit einem Besen gereinigt, es sein denn man benimmt sich wie der chinesische Nachbar und kotzt nach einer durchzechten Nacht alles voll. Bahrfußinsel ist auch nur ein Wort im Prospekt, mangels ordentlicher Reinigung um die Bungalows herum ist man gezwungen Schlappen zu tragen. Das Publikum auf der Insel ist ebenso unwürdig. Neben vielen Russen, die schon morgens mit Bierdosen anzutreffen sind und die sich die am Tisch benehmen wie Neandertaler, gibt es viele ständig gackernde und am Buffet durcheinander hüpfende Chinesen. Wie die Ruseen haben auch die Chinesen nie gelernt mit Messer und Gabel umzugehen und so wird der Tisch vollgeladen und alles in den Schlund geschaufelt. Japaner, Franzosen Schweizer und noch wenige Deutsche runden das Bild ab. Für gröhlende Engländer sind wohl zu wenige Großbildfernseher mit Fußballberieselung vorhanden.

Die schon angesprochene Mentalität der Einheimischen führt dazu das ich zusammenfassend sagen muss, wenn die Malediven wegen des Klimawandels eines Tages absaufen, weine ich ihnen keine Träne hinterher. Wenn man schon von Touristen abhängig ist, sollte man diesen wenigstens mit etwas mehr Respekt begegnen und morgens ein „Hallo“ wäre doch wohl das mindeste was man auch ohne Bakschisch erwarten kann, aber auch mit kommt es nur gepresst wenn überhaupt heraus.

Fazit: Einmal Malediven reicht, man muss aber auch nicht da gewesen sein! Es gibt schönere Orte auf der Welt, die Seychellen, Thailand oder auch die Kanaren sind günstiger, schöner und die Menschen sind freundlicher.


info no. 455 // post von steinmeyer

oh ja ich habe persönlich post von steinmeyer erhalten. das fand ich nett. gestern hat er mir sogar ein zweites mal geschrieben. das fand ich dann schon nervig, weil ich schon den ersten brief nicht gelesen habe.

so persönlich sind dann postwurfsendungen auch nicht. da war schon auf dem brief seine grinsebacke außen drauf. das ist immerhin nicht so erschreckend, wie das gesicht von angela merkel.

überhaupt wird das problem sein, jemanden zu finden, den man wählen kann. aber es gibt keine partei die alle meine einstellungen bieten kann:

1. atomkraftwerke neubauen!
2. infrastruktur aufbauen
3. freiheit für die bürger
4. kohlekraftwerke abschaffen
5. teures erdgas nicht mehr als luxus für die stromerzeugung heranziehen.

hype enforcement agency


info no. 454 // wählt die günen

das erschüttert mich nicht mehr. das die grünen etwas blöde sind, ist ja schon bekannt. hauptsache, keine atomkraft. achso, das bildet ja kein profil… dann wollen wir noch bildung, tempolimits und häkelkurspflicht für männer.

nur sich selbst richtig schreiben, dass können sie nicht. zugespieltes material zeigt uns das dämlich bild in einer anzeige zur ANTIatomdemo letzten samstag.

unter den motto: mal richtig abschalten, werben „die günen“ im landkreis stade.

und wer so etwas in einer anzeige schreibt, der ist wirklich blöde!

[img align=center]http://www.eraser.org/uploads/img4aa9ecef8c5e0.jpg[/img]

die güne hype enforcement agency


info no. 453 // eine milliarde briefe

da freut sich die post und der bürger wundert sich. gefühlte eine milliarde briefe machen sich diese tage auf den weg. alle banken und sparkassen ändern dieser tage ihre agb zum 01.11.2009.

und warum?

weil die eu richtlinie den bürger vor kosten schützen möchte. dumm nur, dass dafür wieder ein halber wald dran glauben muss, weil die agb in papierform zum kunden müssen. wenn es nach der eu geht, darf zahlungsverkehr nämlich nichts kosten. ganz nach der geiz ist geil mentalität: alles haben wollen aber nichts zahlen wollen.

weil die agb nun europaweit „vereinheitlicht“ werden, darf man diesen neuen agb nämlich nicht widersprechen. das führt zur aufnahme in eine art blacklist. damit hat man sich gleich europaweit die eröffnung eines girokontos versaut. echt genial! aber was will man von der eu auch erwarten? oder von dieser regierung? erst nach der sommerpause wurde das gesetz beschlossen. in kraft getreten ist es nur noch nicht und wie es genau aussehen wird, weiß auch noch keiner. wenn es ganz dumm läuft waren diese neuen agb für die katz…

dabei ist die payment service directive, übrigens englisch für zahlungsverkehrsrichtlinie, ein alter hut. 2007 wurde diese richtlinie bereits beschlossen. umgesetzt in nationales recht eben erst jetzt.

so harren wir der dinge die da kommen, ändern können wir es nicht und warten auf die herren vom abmahnverein, weil da ein komma in den agb falsch gesetzt wurde oder weil das richtige gesetz leider völlig anders aussah als die entwürfe.

übrigens jeder abzockverein im internet hat scheinbar bessere karten ungerechtfertigte gebühren zu erheben als banken:

[url=http://www.heise.de/newsticker/Urteil-Abzocker-duerfen-vermeintlich-unberechtigte-Forderungen-geltend-machen–/meldung/144718]hier bei heise[/url]

hype enforcement ageny