Allgemein


Apple bringt ein kleineres iPad?

Ich glaube das zwar nicht, aber meinetwegen kann Apple ein kleineres iPad rausbringen. Die Gerüchte gibt es ja schon von Anfang an. Es war schon lange von einem größeren iPhone oder kleinerem iPad die Rede, Steve Jobs hat dem aber stehts eine Absage erteilt. Ausßerdem gibt es da ja noch den iPod Touch, wenn man so will ein iPad im Kleinformat. Die Konkurrenz, so man die so nennen darf, kann man in diesem Sektor bislang vergessen.

Der Kindle Fire hat nur WLAN, ein Einsatz außerhalb der eigenen vier Wände ist also nur begrenzt möglich. Hinzu kommt das man viele Inhalte wie Filme nur in den USA bekommt, Bücher in digitaler Form gibt es in anderen Sprachen als in englisch nur wenige. Das dürfte auch der Grund sein, warum Amazon das Gerät nur in Nordamerika anbietet.

Das Google Nexus 7 Tablet hat die annähernd gleichen Probleme wie das Kindle Fire, man bekommt es zwar sehr günstig, aber nur in den Staaten und viele Angebote kann man außheralb der USA nicht nutzen. Auch hier gilt WIFI only!

Die diversen Android Tablets hinken dem iPad immer noch gnadenlos hinterher. Die meiste Software die man bekommen kann ist nicht für das große Display ausgelegt und sieht daher etwas komisch aus.

Aktuelle Kontent Verfügbarkeit nach Land ([url=http://forum.golem.de/kommentare/mobile-computing/androit-tablet-asus-nennt-den-euro-preis-des-google-nexus-7/laenderunterschiede-beim-play-store./64729,3042017,3042017,read.html#msg-3042017]Quelle[/url]):

USA/Kanada: Musik, Bücher, Zeitschriften, Filme, Apps (paid) & Geräte
Deutschland Apps (paid) & Bücher
Dänemark: Apps (paid)
Frankreich: Apps (paid) & Filme
Italien: Bücher & Apps (Paid)
Groß Britannien: Bücher, Apps (paid), Filme & Geräte
Niederlande: Apps (paid)
Österreich: Apps (paid).
Türkei: Apps (paid)
Schweden: Apps (paid)
Spanien: Apps (paid), Filme & Bücher
Slowakei : Apps (Paid)

Dann ist da ja noch Microsoft. Die haben die ersten Tablets überhaupt auf dem Markt geworfen. Die Probleme hier: Die Laufzeiten der ersten Geräte war erbärmlich, schon nach wenig mehr als zwei Stunden mussten sie ans Stromnetz. Die Software stammt von Desktop und Laptop Rechnern und ist in keinster Weise an eine Bedienung mit den Fingern angepasst. Schon die Bildschirmtastatur lässt sich kaum sinnvoll nutzen und viele Schaltflächen sind nicht erreichbar. Zwar wird sich das mit Windows 8 ein wenig bessern, aber das Betriebssytem alleine wird den Karren nicht zum laufen bekommen, gefragt sind hier die Softwarehersteller.

Wenn die versammelte Konkurrenz in den genannten Punkten nicht nachlegen kann, muss sich Apple also vorerst keine Gedanken machen.


Südstaaten Sinfonie -Teil 1

Anbieter Gebeco bietet eine Rundreise durch die Südstaaten Nordamerikas und damit der Wiege der modernen Musik an. Unter anderen werden Memphis, New Orleans und Charleston angefahren. Ein Bericht über eine nicht ganz so erfreuliche Busrundreise.

Von verschiedenen Startpunkten in Europa, oder auch mit selbst organisierter An- und Abreise, startet die Rundfahrt in Atlanta. Von dort aus geht es über Nashville und Memphis nach New Orleans. Einige beenden ihre Tour hier und steigen auf ein Kreuzfahrschiff um, alle anderen Fahren über Floridas Hauptstadt Talahasse nach Savannah über Charleston zurück nach Altlanta.

Tag 1:

Nach dem neunstündigen Flug von Frankfurt landet man in Atlanta, dem zweitgrößten Flughafen der Vereinigten Statten. Vom Gate bis zur Halle in der man abgeholt wird fährt man mit einer U-Bahn, das Gepäck gibt man in der Ankunftshalle auf um es dann in der Abholerhalle wieder zu bekommen. Tipp: Wenn Sie können nehmen sie das Gepäck lieber selbst mit, ansonsten warten sie am Förderband doch eine ganze Weile bis sie ihr Gepäck wiedersehen.

Hier auch schon der erste Kritikpunkt: Es wurden zwei Gruppen gebildet, eine die Reisende beinhaltete die in New Orleans auf ein Kreuzfahrschiff umsteigen und eine welche die ganze Rundreise unternehmen. Klingt logisch, fühte aber dazu das ein Bus mit 15 Personen besetzt war, der zweite Bus jedoch mit 46 Personen vollgestopft wurde. Eine Rundreise mit so viel Personen in einer Gruppe hatte ich bislang noch nie unternommen, und werde, sollte ich je wieder eine solche Tour machen, darauf bestehen das es nicht nochmals vorkommt.
Da wir gegen 18:30 Uhr Ortszeit erst im Hotel ankamen und Altanta außer dem Cola Museum und einem Aquarium touristisch nicht allzu viel zu bieten hat, sind wir Abends nicht mehr weggegangen und haben uns im Melia Hotel entspannt. Das Hotel ist zwar nicht mehr das jüngste, bietet aber komfortable Zimmer mit Farbfernsehen und freiem WLAN an.

Tag 2:

Mit einer unerfreulichen Nachricht beginnt der Tag. Beim Anbieter American Ring Travel, dem eigentlichen Veranstalter der Rundreise, ist es wohl üblich das man im Bus rotiert. Soll heißen, im Gegensatz zu allen Rundreisen und Bustouren die ich je gemacht habe, werden die Plätze durchgewechselt. Das mag einen Gerecht erscheinen, denn so hat jeder mal die Gelegenheit weiter vorne im Bus zu sitzen, hat aber den Nachteil das dann auf Personen mit Reisekrankheit keine Rücksicht genommen wird. Meine Frau hat dieses Problem und wir haben uns extra in die dritte Reihe gesetzt, weil dort das Schaukeln des Busses erträglicher ist. Leider wollte das Reiseleiterin Hiltrud nicht einsehen. Auf die Frage was sie denn tun soll wenn ihr schlecht wird, bekam meine Frau die pampige Antwort „dann spucken Sie doch in den Bus!“.
Die Reise über hielten wir uns nicht an die Vorgabe. Wenn der Bus zum Einsteigen freigegeben wurde, ging ich als einer der ersten hinein und besetzte den Sitzplatz in der dritten Reihe. Das führte zwar zu Diskussionen, denn der Deutsche im allgemeinen und der Schweizer sowieso, hält sich an Vorgaben. Das diese Vorgaben aber nicht in Deutschland bekannt gegeben worden sind, sonst hätten wir die Reise nicht angetreten, sondern erst in Atlanta publik wurden, das wollte wohl niemand begreifen. Nun da wir die Buhmänner der Reise waren lief es entspannter. Man hat ja nun einen Sündenbock.

In Atlanta wurde versprochen das Capitol von außen und innen zu besichtigen. Hier zeigte sich, das die Reiseleiterin schlecht organisiert war, denn ihr war nicht bekannt, das das Capitol wegen Renovierung geschlossen war. So blieb die Besichtigung von außen. In Atlanta besuchten wir noch das Grabmal von Martin Luther King und den Fernsehsender CNN bevor es auf den Highway ging.

Ein netter Zwischenstopp ist Chattanooga, der Ort der eigentlich nur bekannt ist vom Lied Chattanooga ChooChoo. Der einstige Bahnhof wurde zu einem Hotel umgebaut, man kann dort in Bahnwaggons übernachten und den gut erhaltenen Bahnhof besuchen.

Weiter geht es nach Lynchburg. Richtig, hier wird die Whiskydestille von Jack Daniels besucht. Probieren kann man den Whiskey nicht, denn im County ist Alkohol verboten. Das man dort die ein oder andere Flasche kaufen kann ist einer Ausnahmegenehmigung zu verdanken.

Nach nunmehr fünf Stunden nach dem Frühstück ging es in ein Diner in der Main Street in Lynchburg. Das Mittagessen ist nicht besonders, man solle lieber die Pizzeria in der Short Street in der Parallelstraße aufsuchen.

Angekommen in Nashville gilt es sich umzuziehen. Unweit des Hotels gilt es den Broadway zu besuchen, eine Straße mit vielen Kneipen und Restaurants in der es Livemusik bis spät in die Nacht gibt. Das läuft dann in etwas so: Man kommt in die Kneipe und holt sich seinen etwas teureren Drink, dafür zahlt man keinen Eintritt. Die Musik spielt und in unregelmäßigen Abstand kommt dann mal ein Sänger oder Musiker und gesellt sich zur spielenden Band, großartig! Den Abend kann man auch in einem Country Bunker beginnen, dort spielen mehr oder weniger bekannte Country Musiker und es gibt ein reichhaltiges Essen vom Buffet dazu.


Krankes Bankensystem

Nein diesmal sind nicht notleidende Banken gemeint. Gemeint ist hier einmal die Refinanzierungsmethodik. Beispiel gefällig?
Am 29.02.2012 verteilte die EZB Kredite an die ach so angeschlagenen Banken der Eurozone zum Zinssatz von 1,0% in Höhe von „nur“ 530Mrd Euro.

Dann kommen Fitch, Moody’s und S&P und stufen willkürlich Euroländer ab. So wie gestern Spanien. Die Banken, die sich gerade so günstig mit Geld versorgen konnten geben nun dem Spanischen Staat Geld. Dies aber längst nicht nahe am Einkaufspreis von 1,00% – nein zu 6,044% – satte Marge!

Im Vergleich ein deutscher Häuslebauer bekommt einen Kredit für 10 Jahre zu 2,99%. Wenn man nicht gerade sein Haus bei einem Kredithai finanziert, dann zahlt man also weniger als der spanische Staat? Ja, denn die Anleihen der Spanier laufen auch 10 Jahre. Damit dreht sich die Spirale erneut und die Zinslast für die aufgenommenen 2,1 Mrd EUR zwingt Spanien auch diese Zinsen irgendwann zu zahlen. Damit steht wieder weniger Geld für die Rettung der Banken zur Verfügung… Das Spiel beginnt dann wieder von vorne.
Witzigerweise bekommen Banken, die Geld verleihen wollen so gut wie gar keine Zinsen (so unter 0,25%), wo doch die einander nicht vertrauen und jede Bank das Geld so nötig hat und keiner Geld an andere Banken verleihen möchte. Das ist nur der vorgeschobene Gund: Die Staaten melken, die einen so günstig mit Geld versorgt haben, das ist viel einfacher für die Banken.

Wer nun immer noch denkt, dass die Ratingagenturen unabhängig sind, der ist selber schuld.


Südstaaten Sinfonie -Teil 2

Der zweite Teil unseres Reiseberichts heute mit Memphis und einer kleinen Odyssee.

Tag 3

Doch zunächst einal bleiben wir in Nashville, wer mag kann hier die Country Hall of Fame besuchen. Man erfährt dort allerhand Wissenwertes und kann sich mit Merchandisingartikeln eindecken. Da ich nicht so der große Country Fan bin, bei Johnny Cash und Truckstop endet mein Horizont, haben wir einen kleinen Spaziergang durch die Stadt unternommen. Wenn es nicht gerade geschlossen ist, kann man auch ein altes Fort besichtigen, heuer war es leider geschlossen.

Nach längerer Busfahrt und kurzem Essensstopp in der Heimatstadt von Elvis angekommen macht man dort eine Busrundfahrt um schließlich Graceland zu besuchen. Für Elvis Fans der Heilige Grahl, ich persönlich fand den Einrichtungsstil, insbesondere des Jungle Rooms etwas kitschig. Es gibt viele viele Informationen, ein Automuseum, seine Immense Plattensammlung und die Flugzeuge zu besichtigen. Natürlich kann man sich mit Fanartikeln Made in China eindecken.

Auch hier gilt, im Hotel angekommen, kurz frisch machen und sofort in die Beale Street zu den Livebands. Da Elvis für eine Vielfalt von Musikrichtungen Songs geschrieben und gesungen hat, ist hier von Hilly Billy über Country auch der Blues zu finden, also für jeden etwas. Hier mal ein kleiner Ausschnitt eines erneut sensationellen Abends:

Tag 4

Nach einer langen Nacht gilt es heute einen langen Transfertag zu überstehen, denn es geht nach Vicksburg. Von der Reiseleitung erfährt man einiges über den Bürgerkrieg, was davon der Geschichte endspringt und was Phantasie ist mag ich nicht zu beurteilen. Ich hoffe jedoch das hier mehr Wissen über die USA vermittelt wird als über die angeblichen 500 Bewohner pro Quadratkilometer die wir in Deutschland haben. Für eine kleine Erheiterung sorgte der Spruch „In Vicksburg ist tote Hose“.

Tag 5

Hoffentlich gut ausgeschlafen geht es heute über Natchez nach New Orleans. Eigentlich sollte das recht fix gehen, es sind ja nur 277km, der Tag wurde aber länger als gedacht.

Natchez ist eine Ante Bellum Stadt. Will heißen, sie hat den Bürgerkrieg ohne größere Schäden überstanden und wurde nicht, wie viele andere Städte, niedergebrannt. Bei einem kleinen Rundgang gibt es viele dieser Häuser zu bewundern z.B. die Stanton Hall:

Nun begann allerdings eine kleine Odyssee, bei der man Zweifel an der ach so kundenfreundlichen amerikanischen Kultur bekommen konnte. 100 Meter hinter der Grenze von Mississippi nach Louisiana, oder war es umgekehrt ich weiß es nicht mehr, hatte der Bus eine Panne. Nun werden sie sagen, das kann ja mal passieren und das dürfte ja kein Problem sein, allerdings wissen sie ja auch nicht was wir hier für eine Reiseleitung und was für einen Busfahrer wir hatten. Es piepste und wir hielten in einer Notbucht an, der Fehrer stieg aus und schaute nach. Er kam zurück und wir erfuhren das wohl ein Keilriemen gerisssen sei und deshalb der Motor ausgestellt werden müsse. Das Ersatzteil war vorhanden, allerdings fehlte das notwendige Werkzeug. Die Reiseleiterin und der Busfahrer telefonierten herum und beschlossen zu warten bis der zweite Bus eintraf, sie wissen schon, der mit den 15 Insassen. Der zweite Bus wurde beauftrag an die Tankstelle ca. 500m weiter zu fahren und dort um Hilfe zu bitten. Die Tankstelle hatte auch nicht das notwendige Werkzeug und der Busfahrer des zweiten Busses fuhr weiter denn man hatte ihm ja versprochen sich um das Problem zu kümmern. Es passierte jedoch nichts. Die Polizei wurde angerufen, jedoch erreichte man die des vorigen Bundesstaates und nicht die auf dessem Land man sich befand. Amtshilfe ist wohl ein Fremdwort und so machte sich die Reiseleiterin zu Fuß auf den Weg zur Tankstelle.
Eineinhalb Stunden bei schwülen 30 Grad außen und gefühlten 45 Grad Innentemperatur waren mittlerweile vergangen, als Sie zurückkehrte. Informationen? Fehlanzeige. Da im Bus nur eine Nottoilette vorhanden war und die Getränke zur Neige gingen, beschlossen meine Frau und ich zur Tankstelle zu gehen, was angeblich verboten sein soll, aber es war nunmal ein Notfall. Die Tankstelle wäre ein super Anlaufpunkt gewesen, der zweite Bus hätte uns hierhin evakuieren sollen, denn es gab einen kleinen Diner, Toiletten und einen Tankstellenshop.
Nach einer gefühlten Ewigkeit kam nun der Bus um uns abzuholen. Warum uns die anderen Businsassen ausgebuht haben ist mir unverständlich. Der Bus konnte nur durch einen reinen Zufall repariert werden, denn weder die Polizei, noch ein Reparaturservice lies sich blicken. Ein Mann, der die benötigten Werkzeuge hatte, kam zufällig mit dem Auto vorbeigefahren und konnte helfen.
Keine Informationen, keine Ideen und mehr um den Bus besorgt als um das wohlergehen der Gäste, die wohl schlechteste Reiseleitung die ich je erlebt habe.

An der Alligatorfarm angekommen stiegen alle aus, der größte Teil der Gruppe machte eine Bootstour, der Rest der Gruppe wurde ohne jede Information einfach am Bus stehengelassen. Tolle Leistung, Hut ab!
Wir gingen in den nahe gelegenen Ort, wo es eine Kneipe die frittiertem Alligator im Angebot gab.

Im nächsten Teil dann von New Orleans nach Savannah und Charleston.