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Nächster Schlag ins Kontor im öffentlichen Dienst?

Tarifautonomie im öffentlichen Dienst gibt es streng genommen nicht. Schließlich verhandelt die Gewerkschaft mit dem Staat. Sieht also schlecht aus. Die im Vergleich zur privaten Wirtschaft geringe Bezahlung im öffentlichen Dienst soll nun leistungsbezogener werden. Klar noch mehr Leistung bei den Krankenschwestern? Als wenn dies noch nicht reicht, soll wie in den neuen Bundesländern ein neuer Anlauf auf die vierzig Stundenwoche genommen werden. Der faule Abschluß der letzten Verhandlung war Heiligabend und Sylvester sind volle Arbeitstage und die 39 Stundenwoche. Da kann man ja noch eine Schippe drauflegen. Ein Mitarbeiter im öffentlichen Dienst, der unter 30 Jahre alt ist hat übrigens nur 26 Tage im Jahr Urlaub.

Man kann nur hoffen, dass der Streik der Bahnmitarbeiter erfolg hat, ansonsten werden die kommunalen Arbeitgeber ihre Forderungen 1:1 durchdrücken können.

Der Verein Kommunaler Arbeitgeberverbände hat sein 10 Punkte Programm vorgelegt. Nur weil Beamte 42 Stunden arbeiten, bedeutet dies nicht automatisch einen Übertrag auf die Beschäftigten. Die Nachteile von eben verbeamteten liegen in der Rentenversicherung und in der Beamten gegenüber schlechteren Bezahlung. Zudem möchte der VKA auch noch an der Zusatzversorgung der öffentlich Beschäftigten rütteln. Gerade diese sollte ursprünglich einmal die Rente auf dem Niveau des letzten Nettogehalts ermöglichen und den Arbeitnehmer eine ähnliche Altersversorgung, wie bei den Beamten ermöglichen.

Dieser Vorteil ist längst aufgefressen. die Schere zwischen öffentlichen Dienst und Privatwirtschaft geht immer weiter auseinander. Wenn das so weitergeht, werden öffentlich Beschäftige bald noch Fördermittel beantragen müssen. Für mehr Stunden Arbeit weniger Geld. Versprechen der Arbeitgeber aus der Vergangenheit zählen nicht mehr.

Aber auf eines ist in Deutschland ja zu zählen. Werden die Mülltonnen nicht abgeholt, fahren die Züge nicht, dann werden die Streikenden gleich geächtet. Soweit hat uns unsere Kultur schon gebracht.

[i][url=http://www.vka.de/site/1232914287472999/home/presse/presseinformationen/news-72.htm]10 Punkte Programm des VKA[/url][/i]


Wein saufen – Wasser predigen

SPD-Chef Beck rüffelt Lokführer-Gewerkschaft

Wie Spiegel-online [url=http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,518030,00.html]berichtet,[/url] hat die SPD kein Verständnis für die Streikaktivitäten der Gewerkschaft der Lokführer. Dagegen erscheint die künstliche Aufregung Politikerkaste gerade zu lächerlich – hat diese es ja nicht nötig, für Gehaltserhöhungen in den Arbeitskampf zu gehen. Man beschließt sie selbst, und das um stattliche 9,4 Prozent!

Wenn die Politik weiterhin mit einer solchen Impertinenz daherbrabbelt, könnte ein „Winter of Discontent“ schneller wiederkommen, als Herrn Beck lieb sein dürfte.


Münte ist wech! – Linksschwenk marsch?

Jetzt ist er weg. Franz Müntefering, ein Sozialdemokrat wie aus dem Lehrbuch, scheidet zum 21. November aus dem Amt. Nachfolger wird Frank-Walter „Linse“ Steinmeier. Kursänderung der „alten Tante“ SPD.

Zwei Jahre währt die schwarz-rote Knechtschaft schon, und was mußten wir nicht alles erdulden. Steuererhöhungen um 18,75%, staatlichen [url=http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,469802,00.html]Öko-Terrorismus[/url] schlimmster Sorte, Einführung des totalen [url=http://www.netzeitung.de/deutschland/618870.html]Überwachungsstaates[/url].

Für diese Glanzleistungen deutscher Innenpolitik muß der Equipe natürlich eine kleine [url=http://www.welt.de/politik/article1369646/Abgeordnete_erhoehen_ihre_Diaeten_um_659_Euro.html]Gehaltserhöhung[/url]gegönnt werden. Wer das bezahlt, is natürlich auch klar: Der vielzitierte und gescholtene [url=http://www.bwl-bote.de/20071113.htm]Deutsche Michel[/url]. Inwieweit ein niedrigerer Steuersatz im Vergleich zu einem höheren „nicht vermittelbar“ sein kann, bleibt das Finanzministerium eine Erklärung leider schuldig. Allemal, eine beachtenswerte Leistung in der Kategorie „Neusprech“. Dies alles mitgetragen von einer Partei, die die Sozialdemokratie im Namen trägt.

Franz „Münte“ Müntefering scheidet nun aus dem Amt, aus persönlichen Gründen, wie er erklärt. Nun, nach Gerhard Schröder ein weiterer Vertreter der „Alten Garde“ der Sozialdemokratie, der sich zurückzieht. Peter Struck bleibt somit als Fraktionsvorsitzender der letzte dieser Art, den die „neue Linke“ in der SPD noch zu beseitigen hat. In den [url=http://www.welt.de/welt_print/article1365062/Trauer_und_andere_Wutanfaelle_Andrea_Nahles.html]Startlöchern[/url] steht sie ja schon. Designierter Vizekanzler Steinmeier, der die [url=http://www.stern.de/politik/deutschland/:Fall-Kurnaz-Steinmeier-Druck/580825.html]Folter-Affäre[/url] ja ganz gut überstanden hat, wird sicherlich in diese Richtung steuern.

Für die Zukunft der deutschen Sozialdemokratie bedeutet das nichts Gutes. Bedingt durch den drastischen [url=http://www.focus.de/politik/deutschland/spd-und-cdu_aid_117463.html]Mitgliederschwund[/url] werden einige der aufstrebenden Genossen den Schulterschluß mit den Linken fordern. Und die können es ja kaum [url=http://www.jungewelt.de/2007/11-12/045.php]abwarten[/url].

Ich dachte, es könnte gar nicht schlimmer werden als unter Rot-Grün. Jetzt bin ich schlauer.


GMX nervt mit Werbung

Im Langzeitdauertest seit 1999 ist bin ich nun bei GMX. Diverse Werbebanner, Redesigns, kleinere Systemausfälle und einen FTP-Bug, der mich das erste Mal den [url=http://www.International-Airport-Bremervoerde.de]International-Airport-Bremervörde[/url] gekostet hat.

Doch als zahlendes Mitglied für GMX-Pro, Top- und wie sie alle heißen, gibt es seit einigen Wochen diesen nervigen kleinen Pop-Up im Java-Script, der beim Klicken auf den Anmeldenamen auftaucht.

Danke, Top-Mail wird gekündigt. Was habe ich für einen Vorteil, wenn auch dieser Pop-Up für zahlende Mitglieder auftaucht. So ein Ramsch ist das mal wieder.

Sicher ist es sicherer Java-Script abzuschalten, doch dann gehen viele andere Seiten einfach nicht mehr.

Alles andere läuft übrigens gut, wenn da nicht dieser Pop-Up wäre, der durch nichts in der Welt auszugleichen ist.

Danke GMX: Note 6- setzen!