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Nürnberg im Dezember

Ohne Zweifel zieht der Christkindlesmarkt in Nürnberg die Massen der Menschen an. Doch die Vorfreude eines 5-Tage-Trips nach Nürnberg wich nach den ersten Blicken in ein: „Das war schon alles?“

Fangen wir an. Die Tradition des Marktes mag vielleicht an erster Stelle stehen aber die Präsentation ist nicht erste Wahl. Okay die Farben von Nürnberg sind nun einmal rot und weiß, deshalb sind auch alle Stände auf dem Hauptmarkt in dieser Farbe. Leider fehlen mir hier die aufwendigen Aufbauten auf den ?Buden?, wie ich sie in den vergangenen Jahren schon in Stuttgart gesehen habe. Einzig auf der Kinderweihnacht waren diese netten kleinen Figuren zu sehen.

Das Budenangebot war dürftig. An jeder Ecke Bratwurst oder Punsch. Manchmal auch Anbieter von Zwetschgenmännchen (getrocknete Zwetschgen als Gliedmaßen und Walnüsse als Kopf), Christbaumschmuck (besonders bemalte, mundgeblasene Christbaumkugeln sehen sehr gut aus, sind aber recht teuer), Lebkuchenbuden (Lebkuchen aus Nürnberg sind besonders lecker) und das war fast schon alles.

Die Waffelbuden und Dampfnudelverkäufer waren nur auf der Kinderweihnacht und damit für meinen Geschmack unterpräsent. Im Großen und Ganzen ist der Weihnachtsmarkt dem Bremervörder wohl am ehesten gleichzusetzen, der Nürnberger ist nur größer und länger. Die gleichen einfallslosen Buden am gleichen Fleck. Dieser Weihnachtsmarkt lebt von seinem Ruf und der ist in der ganzen Welt bekannt, so waren auch viele Japaner, Italiener, Engländer, Amerikaner und Franzosen zu Gast. Für diese Besucher war dieser Markt wohl etwas besonderes.

Die Buden könnten auch bei jedem Fest (Altstadtfest sonst noch ein Fest und Festfest) genutzt werden, es muß nur die Einrichtung geändert werden. Im Grunde genommen steht hier alles im Zeichen der leckeren Nürnberger Bratwürstl. Warum nicht ein Fest zu ehren der Bratwurst, da könnte man doch gleich die Buden noch mal aufstellen.

Demnächst auf www.eraser.org ein Bericht über diverse Sightseeing-Objekte aus Nürnberg.


Urlaub in der Schweiz Teil 1

Im Sommer ist die Schweiz ein echtes Wander- und Ausflugsparadies. Durch das fast perfekt aufeinander abgestimmte öffentliche Verkehrsnetz kann man aus dem Berner Oberland jeden Punkt der Schweiz relativ schnell erreichen. Somit steht selbst der Anreise mit dem Flugzeug oder der Bahn nichts mehr im Wege, da man nicht auf ein Auto angewiesen ist.

Für Touristen bietet sich daher der Swisspass an. Diesen kann bei der Deutschen Bahn oder Reisebüros erhalten. Der Preis richtet sich nach der Dauer und der Wagenklasse. Der Swisspass erlaubt es in dem angebenen Zeitraum alle Züge im Streckennetz zu nutzen (außer Berg- und Seilbahnen, hier wird ein Rabatt auf den normalen Fahrpreis bis zu 50% gewährt). Die Schweizer Züge sind in der zweiten Klasse normalerweise sauberer und komfortabler als bei der Deutschen Bahn. Die Fahrpläne sind aufeinander abgestimmt und es kommt so gut wie nie zu Verspätungen (Ausnahme war ein Sintflutartiger Regen, der ganze Gleisabschnitte lahmlegte).

Als Ausgangsort für unsere Reise wählten wir Spiez, ein kleines Städtchen am Thuner See. Selbst hier halten alle durchfahrenden Tüge und auch ein ICE von Hamburg fährt direkt. Durch die Lage zwischen der Hauptstadt Bern und dem Wanderparadies der Jungfrau-Region ist die Verkehrsanbindung in alle Richtungen gewährleistet.

Auch das Hotel der Nationalmannschaft von 1954 findet man in Spiez. Heute wie damals ist es das beste Haus am Platz. Wir wählten aufgrund von Mundpropaganda das Hotel Bellevue, das nahe am Bahnhof gelegen ist und auch der Thuner See ist in kurzer Zeit zu Fuß zu erreichen. Zum Hotel und der Schweiz bald mehr auf eraser.org.


Reise nach Nürnberg Teil 1 von 3

Nachdem der Weihnachtsmarkt in Nürnberg mich doch etwas enttäuscht hat und wohl eher vom Ruf lebt, hat Nürnberg nicht vieles andere zu bieten.

Für Touris gibt es die Nürnberg Card die für 18,00 EUR zu haben ist. Damit bekommt man 2 Tage lang den ÖPNV, diverse Vergünstigungen bei Eintrittsgeldern und kostenlosen Eintritt in Museen. Es muß nur eine Hotelbuchung nachgewiesen werden. Nachteil: Durch die nur 2 Tage währende Gültigkeit der Karte kann man nur hurtig durch die Museen hetzen und muß den Japanern ähnlich schneller fotografieren als der eigene Schatten.

Deshalb nur eine kleine Auswahl der Seehenswürdigkeiten, die ich gesehen habe.

1. Straßenbahndepot: In den Sommermonaten und zum Weihnachtsmarkt fährt eine alte Straßenbahn [mit Nürnbergcard günstiger] zu einem alten Depot. Hier kann man sich über die Entwicklung der Straßenbahn und weiterentwicklung dergleichen Informieren. [Empfehlenswert]

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2. Tiergarten: Entgegen der Werbung in Nürnberg, ist der Tiergarten im Winter kein Erlebnis. Die Tiere, sofern Sie draußen waren. [Im Sommer nicht gesehen und im Winter Zeitverschwendung]

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3. DB-Museum: Auch hier kostenloser Eintritt mit Nürnberg-Card! Wer Zeit hat, kann hier Stunden zubringen. Es werden sogar echte Wagons und Lokomotiven ausgestellt, die leider nicht zu betreten sind. In einem Shop kann man sich dann noch mit allerei Krimskrams um die Eisenbahn eindecken! [Empfehlenswert]

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4. Germanisches Museum, soll wohl ganz gut sein, wurde aber aus Zeitgründen nicht gesichtet

[url=http://www.eraser.org/modules/news/article.php?storyid=163]Nürnberg Teil 1[/url]
[url=http://www.eraser.org/modules/news/article.php?storyid=164]Nürnberg Teil 2[/url]
[url=http://www.eraser.org/modules/news/article.php?storyid=165]Nürnberg Teil 3[/url]


Schnell schnell ich habe keine Zeit

Schnell weg da, ich komme, ich muss mich beeilen, wobei auch immer, denn ich muss schnell nach Hause, damit ich möglichst viel von meiner Freizeit habe. Egal ob im Straßenverkehr oder beim Einkaufen im Supermarkt,

ICH ICH ICH

ICH will da durch, du stehst im Weg ich hup dich an oder schreie Laut „aus dem Weg blöde Kuh“ und ramm dir den Einkaufswagen in die Lenden. Bei meiner letzten Urlaubsreise nach Kanada lernte ich, das es auch anders sein kann.

Zum Beispiel im Straßenverkehr. Nicht das ich ein besonders langsamer Autofahrer bin, aber die Geschwindigkeitsbegrenzung von 110 km/h auf der Autobahn lernt man schnell schätzen. Da niemand schnell fährt, muss man auch nicht zehnmal voller Angst in den Rückspielgel schauen bevor man einen LKW überholt. Man muss nicht damit rechnen, dass jemand mit 200 anrauscht und einem wild gestikulierend kalrmacht das man gefälligst Platz machen soll. Auch bei Einfädelspuren oder wenn eine zweispurige Straße auf eine Spur verengt wird, sehen alle zu, das jeder Platz zum Leben hat. Niemand kommt auf die Idee einen abzudrängen oder schnell noch vorbei zu huschen.

Auf dem Parkplatz am Supermarkt das selbe Bild. Man fährt langsam und Fußgänger haben absoluten Vorrang. Findet jemand eine Parklücke, passiert es nie, dass sich noch schnell jemand den Platz stehlen will. Niemand besteht auf seine Vorfahrt, alle möchten nur möglichst mit einem heilen Auto wieder nach Hause fahren. Hier siegt der Verstand und nicht die Frechheit.

Im Supermarkt selbst geht es auch zivilisiert zu. Niemand rennt wild in den Gängen. Steht man im Weg, kommt ein freundliche „excuse me“ mit einem Lächeln im Gesicht und man macht etwas Platz. Keine schreienden Kinder die drei Gänge entfernt von den Eltern die Regale ausräumen und niemand der sich an der Kasse vordrängeln will. Findet man etwas nicht, so findet man immer einen netten Angestellten, der einen das gewünschte zeigt und noch empfielt was er für das Beste nicht das Teuerste hält. Niemals wird man es erleben, dass einem der Angestellte anraunzt „da hinten drei Reihen weiter ist das, da müssen sie eben selbst schauen“.

Wieso tun wir uns diese Hektik an? Was nutzen mir die gewonnenen zehn Minuten Freizeit, wenn ich dafür mit einem Puls von 180 nach hause komme? Hilft es irgendwie weiter, wenn ich jemanden den Weg abschneide oder mich vordrängle? Versuchen Sie es einmal wie die Kanadier, es wird ihnen gut tun, glauben sie mir. Und wenn Sie es hier in Deutschland nicht schaffen, machen Sie Urlaub in diesem großartigem Land, ich kann es ihnen nur wärmstens empfehlen.