Tagesarchiv: 29.01.2020


Linux auf der DBox

Premiere stellt seinen Kunden zum Empfang seines digitalen Programms einen Decoder, genannt DBox zu Verfügung. Die Bedienung ist etwas gewöhnungbedürftig (will man einen Kanal nach oben zappen drückt man nach unten) und teilweise sehr langsam. Findigen Bastlern ist es gelungen das mitgelieferte Betriebssystem durch Linux zu ersetzen. Mehr oder weniger erfolgreich…

Auf diversen Seiten (siehe unten) werden Umbauten angeboten, wer fit ist mit dem Lötkolben findet dort auch Anleitungen zum Selbermachen.

Wie schon angesprochen ist das mitgelieferte System umständlich, dies wollen die Entwickler von Linux auf der D-Box beheben. Hier die Vorteile:

– Das Starten der ausgeschalteten Box dauert nur noch 45 sek. statt 2-3 Minuten.

– Das einschalten aus dem Standby-Modus geht schlagartig, das Original benötigt eine halbe Minute.

– Der Jugendschutz ist vollständig konfigurierbar, das Original sperrt alle Sendungen ab 16 und man muss die Sendungen jedesmal mit Code freigeben. Linux erlaubt es gar dien Jugendschutz auf 12 Jahre zu stellen oder ganz abzuschalten. Anfragen bei Premiere bleiben Erfolglos, man verweist auf eine Vereinbarung mit den Landesmedienanstalten. Premiere darf Sendungen ab 16 rund um die Uhr senden, wenn diese vorgesperrt werden.

– Die Bedienung ist logischer und meist schneller, die Sendeübersicht Beispeilsweise geschieht per Knopfdruck, das Original benötigt bis zu zwei Minuten und ist weitaus unübersichtlicher.

– Videotext ist eingebaut und wird nicht wie bei Premiere nur mitübertragen, so das der Fernseher die Arbeit übernimmt. Drückt man bei der Fernbedienung auf die Lautstärke minus-Taste erhält man einen Splitscreen, links Videotext rechts das Fernsehbild.

– Die Einblendungen vom laufendem Programm ist ergänzt durch die Gesamtlaufzeit, Restlaufzeit und des nächsten Programms.

– Das Umschalten zwischen den Sendungen geschieht schlagartig, fast wie beim analogen Fernsehen, die Originalsoftware benötigt jedesmal bis zu fünf Sekunden.

– Der Netzwerkanschluß funktioniert und ermöglicht so digitales Aufzeichnen von Sendungen.

– Bei Sendungen mit mehreren Perspektiven bzw. Unterkanälen (Formel 1 und 1. Bundesliga) funktioniert über Tastendruck, beim Original muss man sich umständlich durchs Menü hangeln.

– Es gibt ein paar Spiele und mann kann die Startbilschirme und LCD Anzeige nach eigenem Geschmack anpassen.

– Der Quellcode ist Open Source, jeder kann die Software so umbauen wie er will, Programmierkenntnisse in C++ vorausgesetzt.

Aber auch die Nachteile müssen genannt werden.

– Linux auf der DBox ist, entgegen den Versprechungen auf den unten aufgelisteten Seiten, alles andere als stabil. Beim Zappen (schnelles Umschalten zwischen den Sendern) bleibt die Box hängen und man muss die sie zurücksetzen.

– Die Spiele bringen die Box auch öfters zum Absturz.

– Das Umschalten kann zwar konfiguriert werden, man überspringt aber häufig den Sender.

– Eine Anleitung die alle Funktionen enthält ist nicht existent. Vieles muss man durch probieren herausfinden.

– Support in der Qualität wie man ihn von Premiere gewohnt ist bekommt man nicht. Einzig Foren und IRC-Channel bieten sich an, mit mehr oder weniger wissenden Ansprechpartnern.

Hier die Seiten die den Umbau anbieten und Support bieten:

DVB-Technik
DBox2.net
Neutrino-Anleitung
DBox Research


classic no. 2 // soapsieger!

viele übel beginnen damit, daß etwas im fernsehen gepuscht wird. okay wir haben alle noch gelacht, als andreas elsholz holperige dialoge in gzsz in szene setzen durfte. doch heute?

okay mit der kleinen antonia haben wir das erste kind, das die geburt überleben durfte und das in über 1000 folgen. dazu hat sie sogar noch eine sprechrolle bekommen. und das sieht besser aus, als andreas elsholz es damals gemacht hat. übrigens wurde zu zeiten von andreas elsholz noch immer dafür gesorgt, daß die schwangerschaft in die hose ging und wenn dafür ein bombenleger die halbe darstellerriege wegsprengen muß [wer sich noch erinnert].

okay selten bin ich ein fan von den dingen, die ich hier so bespreche. aber hier oute ich mich als gzszfan der ersten stunde.

man konnte in der vergangenheit öfters mal statistenrollen im gzsz-magazin [wird von mir boykottiert] gewinnen. und immer wenn ein komisch anmutender mann hölzern etwas sagen darf oder ungeschickt im hintergrund agiert habe ich die vermutung, daß es sich um einen gewinner einer dieser rollen handeln muß.

okay es ist schwer für den nicht kundigen zuschauer hier die statisten und die ‚richtigen‘ darsteller auseinanderzuhalten… woran das wohl liegt.

sofern man aber gzsz als comedy ansieht ist es sogar richtig lustig!

don’t believe the hype
hype enforcement agency


info no. 12 // die blechtrommel

was lange von einer anderen regierung beschlossen wurde und nun unsere werbelandschaft begleitet…

[vorsicht ironiewarnung!!!]

… ist das dosenpfand!

vor vielen jahren wurde es von einer anderen regierung erfunden. vermutlich kauften mitglieder der heutigen opposition selbst viele dosen, damit der ernstfall eintritt und die mehrwegquote sinkt und ein einwegpfand eingeführt wird. und heute sind es ausgerechnet die schöpfer dieses pfands, die die größten gegner darstellen.

immerhin hat das dosenpfand der werbewirtschaft einen neuen boom beschert. kann man doch jetzt mit dem hippen wort ‚pfandfrei‘ deutlich mehr getränke an den man bringen, die vorher keiner trinken wollte, weil zuwenig zucker und kohlensäure enthalten war.

don’t believe the hype
hype enforcement agency


Comedy in Deutschland

Vor einigen Jahre waren das Worte die einfach nicht zusammen passten. Dann kam RTL-Samstag Nacht und drehte alles um. Plötzlich war blödeln nach 25 Jahren abstinenz von Klimbim wieder in. Nun gibt es im Fernsehen etliche Sendungen die mehr oder weniger verdient unter dieser Rubrik laufen.

RTL fand das so toll, dass am Samstag Abend der DER DEUTSCHE COMEDY PREIS 2003 in der gleichnamigen Sendung verliehen wurde. Wer Preise einheimste war klar, lesen Sie hier mehr…

Hauptsächlich wurden die sendereigenen Serien und „Stars“ ausgezeichnet. Damit das nicht so auffällt wurden auch ein paar Leute von der Konkurenz ausgezeichnet.

Die Sendung war eine Art Oscarverleihung für Arme. Durch die Sendung führte Atze Schröder, der, was ein Wunder, für seine Serie auch ausgezeichnet wurde.

So erhielten Atze Schröder, die Sendung „Alles Atze“ sowie Gabi Köster für Ihre Rolle in „Ritas Welt“ Preise. Bei diesen Sendungen fragt man sich allerdings, wo der Preis für schlechten Geschmack hingekommen ist und wie die Jury auf die absurde Idee kommt, jemand könnte bei diesen Sendungen lachen. Häufig wird dort hysterisch herumgeschriehen (Köster) oder auf dümmliche Art beleidigt (Schröder). Wenn da nicht die Lacher vom Band dazu laufen würden, wüsste man gar nicht wann man den Lachsack anstellen soll.

Auch in der Kategorie „bester Newcomer“ gab es einen totalen Reinfall. Gewinner Ralf Schmitz bekam seinen Preis für die selbe Niveaulosgkeit wie die beiden o.g. Preisträger. Er sprang wie ein durchgeknallter Junkie herum, doch es scheint Leute zu geben die das witzig finden. Vermutlich haben die Ihr Hirn in der Garderobe abgegeben oder einen IQ von unter 70.

Die Laudatoren waren da witziger, obwohl Otto mit seinem Blues und rumgezwitscher schon etwas seltsam daherkam. Ich dachte er hätte nach mehr als zwanzig Jahren im Showgeschäft etwas hinzugelernt. Er hatte dann ein einsehen und verlieh den Preis um so schneller.

Verdiente Preisträger waren:
„Genial Daneben“ SAT1 als beste Comedy Show
Dieter Nuhr als bester Live Act
Bastian Pastevka als bester Comedian

Wieso Willy Thomczyk der Sendung „Die Camper“ als bester Schauspieler zu Wahl stand, dürfte ein Rätsel bleiben. Da er aber mit seiner Dauernörgelei noch schlechter war als der Gewinner Atze Schröder, ging er zum Glück leer aus.

Und den Preis für die beste Selbstbeweihräucherung bekommt RTL, die es schafften in die lahme Sendung noch mehr Speed reinzubringen, indem viel Werbung und dünn bekleidete Hupfdolen die Lücken füllten. 2004 geh ich lieber in den Keller zum Lachen wenn die Sendung wieder kommt.