Tagesarchiv: 29.01.2020


Killerspiele verbieten

Nach dem Amoklauf von Gestern werden von Seiten der Politik mal wieder die Stimmen laut, welche die so genannten Killerspiele verbieten wollen. Niemand macht sich Gedanken darum warum der junge Mann zum Waffennarr wurde, man sucht nur nach den Tatwerkzeugen.

Wenn wir schon dabei sind, gehören auch andere Dinge dringend auf den Index.

Weil man mit Spielzeugwaffen, die im Übrigen aussehen dürfen wie die Originale, Morde und Krieg nachstellen kann, gehören Sie ab sofort verboten.

Weil man mit Plastikschwertern nachstellen kann wie man jemanden enthauptet oder erdolcht, sind diese auch zu verbieten.

In vielen Szenen der Zeichentrickserie Tom und Jerry bringen sich die Darsteller gegenseitig ums Leben.

Die Geschichten der Gebrüder Grimm müssen dringen auf den Index, da hier Kinder verbrannt, gegrillt und gefressen werden.

Ich meine, wenn es nur vom verwendeten Spielzeug abhängen würde, was aus einem Menschen wird, so müssten ich und meine Freunde längst zu Amokläufern geworden sein, denn wir haben uns vor 25 Jahren mit Erbsenpistolen duelliert und Cowboy und Indianer gespielt. Ganz so wie wir es zuvor in den Western gesehen haben, mit Pistolen, Gewehren sowie Pfeil und Bogen.


words no. 7

es gibt wörter, die gehen einen schnell auf den senkel, weil sie einfach aus dem zusammenhang gerissen, omnipräsent oder nur so doof sind.

aktuell in der diskussion:

killerspiele
airbuskrise
klimagipfel

und immer noch dabei:

nachhaltig
siemens / benq
neunzehn
mehrwertsteuererhöhung
bundeskanzlerin

[url=http://www.eraser.org]hype enforcement angency[/url]


classic no. 31 // federkrieg

damals gab es ihn noch den federkrieg. die errungenschaft der email, sms und chaträume hat dafür gesorgt, dass der einfach brief out ist.

rechnet man die kosten dagegen, kann man das auch verstehen. schließlich kostet ein popeliger brief mit drei seiten schon 55 cent. eine sms mit viel weniger text häufig bis zu 19 cent und eine email nur ein wenig traffic.

von der geschwindigkeit kann ein brief auch nicht mithalten. ein telegramm käme da recht. die kosten sind aktuell bei 14,83 eur für zehn wörter ohne schmuckblatt.

wenn man nun wirklich wörter rechnet, dann kann man bei den jugendlichen kaum noch von wörtern sprechen. bei den verstümmelungen von ganzen sätzen bekämen die nie ein wort zusammen.

und dann schreiben die noch oft alles klein so wie die [url=http://www.eraser.org]hype enforcement agency[/url]


Menschliches Versagen

Aus dem Hause EON klingt es wie Hohn, dass der große Stromausfall vor einigen Wochen auf menschlichen Versagens zurückzuführen sei.

Gerade dieses menschliche Versagen wird gerne bei schwer zu durchschauenden Zwischenfällen als erste Ausrede herangezogen.

Da marode Netze als Ursache große Investitionen für EON bedeuten, ist die Begründung menschliches Versagen natürlich viel schwerer Nachzuweisen.

Der Versorger EON hat bei seinen Kunden sowieso schon viel Kredit verspielt, da Preiserhöhungen für Gas und Strom nie positiv aufgenommen werden. Warum nicht auch hier die Schuld auf andere abschieben. Hier ist die Ölpreisbindung schuld, die ja viel besser ist als der teure freie Markt in anderen Ländern. Da ist die Regierung schuld, weil die Steuern auf Strom so hoch sind. Da sind die hohen Gewinne von EON schuld… äh nein, diese Aussage wurde nie getroffen, da haben wir wohl menschlich versagt.