Archiv des Monats: Januar 2020


Steuern

Die Steuern sinken, jedenfalls will das die Regierung, indem Sie die letzte Stufe der Steuerreform von 2005 auf 2004 vorziehen will. Nach einigen hin und her ist nun auch die CDU dafür, möchte aber noch ein Wörtchen bei der Finanzierung mitreden. Als eiziger noch dagegen ist, wer hat etwas anderes erwartet, der hessliche Ministerpräsident Roland Koch.

Wieso das denn Herr Koch? Waren Sie es nicht, der genau diesen Schritt Anfang des Jahres noch wehement gefordert hat?

Daran mag sich der gute Mann wohl nicht mehr erinnern, er hat scheinbar eine Gedächtnisschwäche, genau wie damals beim Spendenskandal der CDU, damals wusste er ja auch nichts und musste später zugeben es doch gewusst zu haben.

Vielleicht möchte er aber auch nur, dass nicht alles mit Schulden finanziert wird, ok, das ließe sich machen, aber muss man dann gleich so herumpoltern? Haben wir etwa Angst in der Versenkung zu verschwinden Herr Koch?

Die Regierung möchte die Steuererleichterung durch mehr Schulden gegenfinanzieren. Das müsste eigentlich gar nicht sein. Laut einer Studie des IFW (Institut für Witschaft) könnte man die Steuern senken, indem man Schrittweise alle Subventionen abschafft. Dann könnte der Eingangssteuersatz von derzeit 19,5% auf 7,5 % und der Höchststeuersatz von 43% auf 25% sinken. Dann könnten sicher auch alle damit leben, dass Sie nun Ihre Fahrt ins Büro selber zahlen, auf die Eigenheimförderung verzichten und Firmenwagen nicht mehr von der Steuer abzusetzen sind etc.pp.


Frieden Ade

Alles hätte so schön sein können, da geht George W. Bush auf Nahost-Tour, redet mit allen Seiten, erziehlt einen scheinbaren Erfolg und die Welt freut sich auf einen Frieden im Nahen Osten.

Dann aber hatte, wie in der Vergangenheit schon des Öfteren, eine der beiden Seiten keine rechte Lust sich unterzuordnen und nun ist der Frieden in weite Ferne gerückt…

Man muss als Deutscher schon gehörig aufpassen was man gegen Israelis schreibt, gern wird man dann als Antisemit und Judenhasser hingestellt. Klar gestellt gehört deshalb gleich zu Anfang, die Religion die jemand ausübt ist mir persönlich völlig egal, solange man mir diese nicht aufdrücken will.

Aber zurück zum Thema. Wenn irgendwelche Friedensabkommen erreicht sind, diesmal war es ein Plan den UNO, USA, EU und Russland entworfen hatten, dauert es nicht lange und eine der beiden Seiten begeht Dummheiten die alles wieder zunichte machen. Diesmal waren es die Israelis, denen nichts besseres einfiel, als kurz nach der Abreise des US-Präsidenten Hubschrauber loszuschickten um Hammas-Aktivisten aus dem Weg zu räumen. Dies natürlich kurz bevor der neu gewählte Präsident der Palestinenser sich mit den Terroristen zusammensetzen wollte um einen Waffenstillstand auszuhandeln. Sehr passender Zeitpunkt. Das dies natürlich Gegenreaktionen hervorruft, wie so oft sprengt sich ein Selbstmordattentäter in einem Bus in die Luft, war sicher so gewollt.

Das Morden geht also weiter, die Presse hat wieder was zu schreiben, und alle Extremisten sind zufrieden, denn sie haben ihren Job gesichert. Wer einmal mit dem Morden begonnen hat ist dabei nebensächlich, das interessiert eh niemanden mehr und wenn die Gegenseite grad mal Ruhe hält, dann muss man eben selber was tun um die alte Leier wieder zum laufen zu bringen.

Eigentlich sollte man sowohl die Palestinenser als auch die Israelis mit einem Handelsembargo belegen, aber das wird so lange nicht passieren, wie man an den verwendeten Waffen Geld verdienen kann. Wenn Dummheit weh tun würde, müssten die Hauptabnehmer von Schmerzmitteln eigentlich im Nahen Osten sitzen.


Hau den Rentner

Wie vor kurzem schon geschrieben sind die Sozialversicherungen am Ende. Diesmal ist es allerdings die Pflegeversicherung deren Kosten höher sind als die Einnahmen.

Gloreiche Idee unserer Regierung ist nun das die Rentner den vollen Beitrag und nicht wie bisher den halben Beitrag zahlen zu lassen. Das es den Rentnern in Deutschland nicht übermäßig gut geht und viele zusätzlich zur Rente noch Sozialhilfe beziehen, interessiert unsere überbezahlten Politiker nicht.


Schönen Einkaufsabend

Heute dürfen Sie etwas länger schlafen und genüsslicher in Ihr Brötchen beißen als sonst. Heute dürfen Sie sich etwas Zeit lassen, bis Sie in den nächsten Einkaufstempel zum Shoppen fahren, denn ab heute kann man Samstags bis 20 Uhr einkaufen.

Die Politiker haben es geschafft, sie haben wieder mal ein kleines Reförmchen hinbekommen, besser als nichts, aber blicken wir mal über den Tellerrand…

Nicht das ich es nicht begrüße, was da heute möglich ist, aber es könnte noch besser sein. Im europäischen Raum kann man meist bis 22 Uhr einkaufen, in den USA und Kanada sind viele Geschäfte vom Montag bis Samstag durchgehend geöffnet.

Stellen Sie sich vor sie sind ein Schichtarbeiter und kommen um 22 Uhr aus dem Betrieb, nun könnte man noch eben schnell einkaufen um für das Frühstück oder den späten Abendimbiss etwas frisches zu besorgen. Oder Sie sind Geschäftsmann und kommen nach einer langen Dienstreise mitten in der Nacht an und sie wissen das daheim der Kühlschrank leer ist. Beide bekommen nichts. Sie beide können nur darauf hoffen, dass ein Schnellrestaurant noch offen hat und sich einen -äußerst gesunden- Hamburger kaufen.

Ein anderes Beispiel ist die Parkplatzsituation an manchen Shopping Malls. In Kanada ist es mir noch nie passiert, dass ich minutenlang auf dem Parkplatz rumkurven musste, um einen Stellplatz zu erhalten. Durch die flexiblen Zeiten sind immer Plätze frei. Das volle Parkplätze durch die Abgase der suchenden Fahrer zusätlich die Umwelt belasten dürfte ebenso klar sein wie das dadurch Arbeitsplätze geschaffen werden.

All das zusammen genommen würde zu moderaten Umsatzsteigerungen führen, weil das was ich jetzt kaufen will, will ich morgen vielleicht nicht mehr.