Archiv des Monats: Januar 2020


info no. 13 // mr. nutzlos recall

wie man es nennt, es ist nicht gut. manche sogenannten künstler nennen ihre neuen ‚hits‘ von anno dazumal 2003, 2.3 oder wie hier recall. wir erinnern uns alle noch, es war so vor etwa 10 jahren, da gab es einen hit…

… mr. vain von culture beat. und plötzlich fanden den alle hip. kein wunder schwamm der doch auf der welle von rap und vocals, die damals als techno interpretiert wurde, damit aber nie nicht etwas zu tun hatte.

es wurde einfach eine neue bassline und eine neue sängerin genommen und die kiddies von heute, die das original nicht kennen, die greifen gnadenlos zu.

hier zitiere ich die ehemalige zeitschrift frontpage: ‚und dann ist da ein eimer voll scheiße und bevor andere zugreifen können greift man selbst hinein.‘

also finger weg von derartigen neuauflagen!

don’t believe the hype
hype enforcement agency


Linux auf der DBox

Premiere stellt seinen Kunden zum Empfang seines digitalen Programms einen Decoder, genannt DBox zu Verfügung. Die Bedienung ist etwas gewöhnungbedürftig (will man einen Kanal nach oben zappen drückt man nach unten) und teilweise sehr langsam. Findigen Bastlern ist es gelungen das mitgelieferte Betriebssystem durch Linux zu ersetzen. Mehr oder weniger erfolgreich…

Auf diversen Seiten (siehe unten) werden Umbauten angeboten, wer fit ist mit dem Lötkolben findet dort auch Anleitungen zum Selbermachen.

Wie schon angesprochen ist das mitgelieferte System umständlich, dies wollen die Entwickler von Linux auf der D-Box beheben. Hier die Vorteile:

– Das Starten der ausgeschalteten Box dauert nur noch 45 sek. statt 2-3 Minuten.

– Das einschalten aus dem Standby-Modus geht schlagartig, das Original benötigt eine halbe Minute.

– Der Jugendschutz ist vollständig konfigurierbar, das Original sperrt alle Sendungen ab 16 und man muss die Sendungen jedesmal mit Code freigeben. Linux erlaubt es gar dien Jugendschutz auf 12 Jahre zu stellen oder ganz abzuschalten. Anfragen bei Premiere bleiben Erfolglos, man verweist auf eine Vereinbarung mit den Landesmedienanstalten. Premiere darf Sendungen ab 16 rund um die Uhr senden, wenn diese vorgesperrt werden.

– Die Bedienung ist logischer und meist schneller, die Sendeübersicht Beispeilsweise geschieht per Knopfdruck, das Original benötigt bis zu zwei Minuten und ist weitaus unübersichtlicher.

– Videotext ist eingebaut und wird nicht wie bei Premiere nur mitübertragen, so das der Fernseher die Arbeit übernimmt. Drückt man bei der Fernbedienung auf die Lautstärke minus-Taste erhält man einen Splitscreen, links Videotext rechts das Fernsehbild.

– Die Einblendungen vom laufendem Programm ist ergänzt durch die Gesamtlaufzeit, Restlaufzeit und des nächsten Programms.

– Das Umschalten zwischen den Sendungen geschieht schlagartig, fast wie beim analogen Fernsehen, die Originalsoftware benötigt jedesmal bis zu fünf Sekunden.

– Der Netzwerkanschluß funktioniert und ermöglicht so digitales Aufzeichnen von Sendungen.

– Bei Sendungen mit mehreren Perspektiven bzw. Unterkanälen (Formel 1 und 1. Bundesliga) funktioniert über Tastendruck, beim Original muss man sich umständlich durchs Menü hangeln.

– Es gibt ein paar Spiele und mann kann die Startbilschirme und LCD Anzeige nach eigenem Geschmack anpassen.

– Der Quellcode ist Open Source, jeder kann die Software so umbauen wie er will, Programmierkenntnisse in C++ vorausgesetzt.

Aber auch die Nachteile müssen genannt werden.

– Linux auf der DBox ist, entgegen den Versprechungen auf den unten aufgelisteten Seiten, alles andere als stabil. Beim Zappen (schnelles Umschalten zwischen den Sendern) bleibt die Box hängen und man muss die sie zurücksetzen.

– Die Spiele bringen die Box auch öfters zum Absturz.

– Das Umschalten kann zwar konfiguriert werden, man überspringt aber häufig den Sender.

– Eine Anleitung die alle Funktionen enthält ist nicht existent. Vieles muss man durch probieren herausfinden.

– Support in der Qualität wie man ihn von Premiere gewohnt ist bekommt man nicht. Einzig Foren und IRC-Channel bieten sich an, mit mehr oder weniger wissenden Ansprechpartnern.

Hier die Seiten die den Umbau anbieten und Support bieten:

DVB-Technik
DBox2.net
Neutrino-Anleitung
DBox Research


classic no. 2 // soapsieger!

viele übel beginnen damit, daß etwas im fernsehen gepuscht wird. okay wir haben alle noch gelacht, als andreas elsholz holperige dialoge in gzsz in szene setzen durfte. doch heute?

okay mit der kleinen antonia haben wir das erste kind, das die geburt überleben durfte und das in über 1000 folgen. dazu hat sie sogar noch eine sprechrolle bekommen. und das sieht besser aus, als andreas elsholz es damals gemacht hat. übrigens wurde zu zeiten von andreas elsholz noch immer dafür gesorgt, daß die schwangerschaft in die hose ging und wenn dafür ein bombenleger die halbe darstellerriege wegsprengen muß [wer sich noch erinnert].

okay selten bin ich ein fan von den dingen, die ich hier so bespreche. aber hier oute ich mich als gzszfan der ersten stunde.

man konnte in der vergangenheit öfters mal statistenrollen im gzsz-magazin [wird von mir boykottiert] gewinnen. und immer wenn ein komisch anmutender mann hölzern etwas sagen darf oder ungeschickt im hintergrund agiert habe ich die vermutung, daß es sich um einen gewinner einer dieser rollen handeln muß.

okay es ist schwer für den nicht kundigen zuschauer hier die statisten und die ‚richtigen‘ darsteller auseinanderzuhalten… woran das wohl liegt.

sofern man aber gzsz als comedy ansieht ist es sogar richtig lustig!

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info no. 12 // die blechtrommel

was lange von einer anderen regierung beschlossen wurde und nun unsere werbelandschaft begleitet…

[vorsicht ironiewarnung!!!]

… ist das dosenpfand!

vor vielen jahren wurde es von einer anderen regierung erfunden. vermutlich kauften mitglieder der heutigen opposition selbst viele dosen, damit der ernstfall eintritt und die mehrwegquote sinkt und ein einwegpfand eingeführt wird. und heute sind es ausgerechnet die schöpfer dieses pfands, die die größten gegner darstellen.

immerhin hat das dosenpfand der werbewirtschaft einen neuen boom beschert. kann man doch jetzt mit dem hippen wort ‚pfandfrei‘ deutlich mehr getränke an den man bringen, die vorher keiner trinken wollte, weil zuwenig zucker und kohlensäure enthalten war.

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