Amoklauf
Columbine, Erfurt, Emsdetten, jetzt auch noch [url=http://www.welt.de/data/2006/11/24/1123105.html]Berlin[/url]. Was bringt Schüler dazu, sich bis an die Zähne zu bewaffnen und Mitschüler, Lehrer und andere Mitmenschen umzubringen?
Ich bin Jäger. Für die Ausübung der Jagd benötigt man Waffen, heutzutage handelt es sich dabei um Schußwaffen, zu denen auch Flinte, Büchse und Pistole zählen. Wenn man die Jagd ordentlich, d.h. waidgerecht ausübt, dann weiß man, daß die drei gennanten Gegenstände unverzichtbar sind.
Jedem Jäger ist bewußt, daß Waffen töten können; dafür sind sie schließlich gebaut worden. Er weiß auch um die Gefahr, die von diesen Waffen ausgeht und wird alles tun, um Schaden von seinen Mitmenschen abzuwenden.
Nun ist es leider so, daß es in der Gesellschaft immer Leute gibt, die wir im Nachinein als „Wirrköpfe“ oder ähnliches bezeichnen. Robert Steinhäuser war so einer, Eric Harris und Dylan Klebold, und jetzt auch Sebastian B.
Sie verschaffen sich auf legale oder illegale Weise Zugang zu Schusswaffen und versuchen dann, größtmöglichen Schaden unter ihren Mitmenschen anzurichten, insbesondere an denen, die sie für ihre eigene Unzulänglichkeit verantwortlich machen. Das ist schlimm. Die Frage, was Menschen zu so etwas treibt, ist schwer zu beantworten, zumal die Täter üblicherweise Selbstmord begehen und zur Klärung nicht mehr zur Verfügung stehen.
Dennoch finden sich schnell Befürworter des Verbotes von allem, was in irgendeiner Weise in einem Kausalzusammenhang zu den Taten stehen könnte. Waffen, „[url=http://www.welt.de/data/2006/11/24/1123077.html]Ego-Shooter[/url]“, Gewaltfilme, alles wird in einen Topf geworfen und für „böse“ erklärt. Das tausende Besitzer von Waffen und „Ego-Shootern“, zwischen denen auch Schnittmengen bestehen, friedlich durchs Leben gehen und niemanden zu Schaden bringen wird natürlich verschwiegen.
Wir als Gesellschaft können zwar alle diese Sachen verbieten, kontrollieren und verfolgen, aber es wird nicht die Probleme lösen, warum sich Menschen dazu entschließen, ihrem Leben ein Ende zu setzen und vorher komplett durchzudrehen.
