Archiv des Jahres: 2020


Neuer Chef bei der Hamburger Hochbahn

[b](Hamburg) [/b]Henrik Falk wird neuer Chef der Hamburger Hochbahn. Nicht verwechseln in Hamburg gibt es die Hamburger Hochbahn AG und die S-Bahn Hamburg GmbH. Die S-Bahn in Hamburg betreibt die kostenpflichtigen Park+Ride Parkplätze. Ein echter Hirnfurz, um die Leute von der Straße zu bekommen.

Es wäre schön, wenn sich Herr Falk dann auch bei den nächsten Gesprächen im HVV mit seinen Gesprächspartnern über diese krude Absurdität auseinandersetzt.

Richtig, wir reden über die zweitgrößte Stadt Deutschlands. Die Stadt mit dem Provinzflughafen, mit so vielen interkontinentalen Non-Stop-Verbindungen, also ganze 2 Strecken. New York mit United Airlines und Dubai mit Emirates. So wie das aussieht, gibt es aber demnächst nur noch einen wöchentlichen Flug nach United.

Zurück zum Hochbahnchef, ins digitale Zeitalter soll er die Hochbahn führen. Dann bitte auch aus der Steinzeit bei Gebühren für Park+Ride. Vor den Parkgebühren, da gab es gegen 10:00 Uhr in Hamburg Neugraben keinen Parkplatz mehr. Heute ist das Parkhaus oft verwaist. Dafür laufen aber Kontrolleure mit Tablets durch die Gegend, um alle Parksünder aufzuschreiben. Das Parkhaus arbeitet mit Parkscheinen, nicht mit einer Schranke. Praktisch, wer gerne zu den Automaten laufen will. In Niedersachen gibt es da selten Parkgebühren im HVV (Hedendorf/Neukloster) und Stade sind mir bekannt. In Buxtehude gibt es buchbare Parkplätze, die am Wochenende sehr oft leer sind. Klar das ist nicht mehr Hochbahngebiet, doch was soll das?

Pendler kommen nun einmal mit dem Auto zum Bahnhof, weil die anschließenden Busverbindungen unter die Rubrik schlechter Witz oder nicht vorhanden einzuordnen sind.

Bevor wir also über WLAN im ÖPNV für Kurzstrecken nachdenken, sollten wir doch überlegen, ob wir die Menschen in den Zug bekommen. Ich fahre inzwischen mit dem Auto in die Stadt, wenn ich da hin möchte. Gesamtbereichticket als Gruppenkarte für 2 (26,00 EUR) ist teurer und flexibler als 6,00 EUR Sprit (jetzt sogar nur 5,00 EUR) und 8,00 EUR parken.

Herr Falk, viel Glück und hoffentlich auch ein Händchen für die echten Probleme.


info no. 555 // möbelindustrie, made in germany

zugegeben, seit dieselgate hat das image made in germany gelitten. dabei habe ich bei qualität made in germany meine eigenen schlechten erfahrungen gemacht.

da wirbt gerade unsere möbelindustrie mit made in germany, doch wenn das topqualität ist, dann möchte ich keine schlechte qualität mehr sehen. ein renomierter hersteller versuchte über 5 monate lang ein schlafzimmer (bestellt bei einem großen möbelhaus) auszuliefern, das keine fehler aufwies.

fangen wir einmal an: da war zunächst einmal der schrank ohne rückwand und ohne schwebetüren. die glasplatte auf dem highboard fehlte und die vielen kratzer an der plastikzierleiste in metalloptik vom bett. beim ersten versuch.

3 wochen später, kam dann der schrank (als komplettaustausch), der eine völlig zerkratze seitenwand hatte und schief zusammengesetzt wurde. die glasplatte vom highboard fehlte immer noch. immerhin war das bett nach kompletttausch ohne mängel.

weitere 3 wochen später, der schrank war vollständig, nur die glasplatte fehlte noch…

mich beschlich das gefühl, dass diese glasplatte garnicht existiert und nur im katalog auftaucht. dann nach 5 monaten seit dem ersten aufbauversuch, da kam dann die glasplatte. ausgeliefert und montiert durch einen mitarbeiter, der für „vergurkte“ auslieferungen zuständig war. er erblödete sich tatsächlich für die unannehmlichkeiten 2 kaffeegutscheine zu überreichen…

zuletzt dann noch mein vw made in mexico, der war niemals lustig und niemals froh. der war so voller macken und vw wollte das schiebedach nach vielem ärger dann nicht tauschen. da lach ich über den dieselskandal.

tja made in germany ist nicht immer erste wahl, leider.


Öl als Waffe

Da wird viel geredet, vor allem wird immer wieder gesagt: die Saudis möchten den Preis drücken, um die anderen Staaten finanziell unter Druck zu setzen. Doch ein anderer Aspekt wird da gerne vergessen. Der niedrige Ölpreis setzt die EZB ebenfalls unter Druck.

Diese bemüht sich um eine steigende Inflationsrate. Doch während alle anderen Produkte aus dem Warenkorb im Preis steigen, sorgen fallende Energiepreise für die gefürchtete Deflation. Auch die fallenden Energiepreise treffen nicht EU-Bürger. Der in Deutschland künstlich hochgehaltene Strompreis entspricht nicht dem Preisverfall im EU-Durchschnitt.
So sorgt in Deutschland lediglich der Treibstoffpreis an den Tankstellen wirklich für mehr Geld in der Tasche. Sicher haben einige Gasversorger tatsächlich an den Preisen für 2016 ein kleines Bisschen nach unten geschraubt. Aber da sich der normale Bürger nicht mit solchen Details beschäftigt können uns die EU und die EZB weiter das Märchen von der Inflation erzählen.


info no. 554 // eu regelwut, heute: kreditkartengebuehren

wer hätte das gedacht, die eu hat seit 9.12.15 per verordnung die kreditkartengebühren neugeordnet – sprich reduziert und gedeckelt. im gegenzug werden dafür die kreditkarten teurer. wer hätte das gedacht?

nicht nur banken geben kreditkarten aus, sondern auch amazon, payback usw. letztere geben häufig gratiskarten aus, welche sich mit den gebühren, die der händler zahlt wieder rechnen. banken nehmen da eher jahres- oder monatspreise.

die grandiose idee der eu war: durch die gesunkenen kreditkartengebühren beim händler sinken dann auch die preise im handel sinken. dass dies nicht passiert haben wir ja schon beim senken der mehrwertsteuer für hotelübernachtungen gesehen.

also mal wieder gut gemeint und schlecht gemacht. die zeche zahlt der verbraucher und der händler hat mehr vom kuchen. barclaycard geht da ja bekanntlich einen anderen weg und erhebt extrem hohe zinsen für einen minussaldo auf seinen kreditkarten. da sind dispozinsen bei banken noch gar nichts. da beschwert sich nur niemand… hallo verbraucherschützer: da werden die leute beschissen

american express und diner’s club sind nicht von der regelwut betroffen, weil diese ihre karten nur selber ausgeben.

hype enforcement agency