Allgemein


Commerzbank, wenn sie uns nicht mögen?

Die Commerzbank benötigt nun also 5 Mrd EUR neues Kernkapital. Ja das ist die Bank, die mit aggressiven Zinssätzen in der Fernsehwerbung nerven. Nun werfen die also völlig marktfremde Guthabenzinsen für Neukunden auf den Markt. Geht die Rechnung auf dann sammelt die Bank Sparguthaben auf der Passivseite der Bilanz ein. Sparguthaben können nämlich anders als Sichteinlagen (Girokonten) zu einem höheren Anteil langfristig ausgeliehen werden. Und es ist immer noch günstiger für die Bank 2,2% Zinsen an Privatkunden zu zahlen als mehr Geld wegen der schlechten Bonität und dem Rettungsschirm Geld auf dem Interbankenmarkt einzusammeln.

Der Commerzbank spielt es natürlich in die Hände, daß die deutsche Geiz-ist-Geil-Mentalität immer noch existent ist. Für 0,1% mehr Zinsen wird ein Deutscher ja schon seinen Nachbarn ausspitzeln, da braucht es nichteinmal die Stasi zu. Immer auf den eigenen Vorteil bedacht, gibt es dann sogar noch Begrüßungsgeld für Neukunden. Da stört es dann auch nicht, dass die Commerzbank bald zum Pennystock im DAX wird. Der Deutsche denkt ja leider nicht über die Folgen seiner Gier nach, er wird ja überall geschröpft oder wie die BILD uns ja weiß machen möchte: ABGEZOCKT! Ja überall lauern Abzocker ja auch bei der Commerzbank, denn ist der „Probezeitraum“ erstmal abgelaufen, dann gibt es nur noch normale Zinsen und man wird vom Berater hingehalten oder noch besser auf für ihn lukrative Fonds beraten, ist ja ein Provisionsgeschäft. Druck lastet nämlich nicht zu knapp auf den „armen“ Menschen in der Beratung, die alles wieder ausbügeln sollen, was das Management falsch gemacht hat. Danke ich bin kann auf die Zinsen so einer Bank verzichten! Oh und bitte das Sponsoring von Fußballspielen einstellen, dazu ist kein Geld mehr da!


Dummheit siegt

Das Wahlvieh hat entschieden, Stuttgart 21 wird gebaut. Freie Bahn für Lug,Betrug und Lobbyismus in Deutschland. Eine Mehrheit von 53% in Stuttgart und fast 58% in Baden-Württemberg hat sich dafür entschieden den Bahnhof in Stuttgart unter die Erde zu verlegen, koste es was es wolle.

Am Sonntag hat die Gleichgültigkeit oder Dummheit oder die Angst gewonnen, das muss man akzeptieren.
Natürlich werden die Proteste weitergehen, allerdings nicht mehr in der Vehemenz, denn einige, so wie ich, werden sich zurückziehen. So ist das in der Demokratie, man kann seine Meinung äußern, man sollte über etwas abstimmen dürfen, doch man muss ein Ergebnis auch respektieren.

Ich erwarte nun, das der Bahnhof gebaut wird, ohne wenn und aber. Alle müssen die Mehrkosten tragen und niemand sollte jammern wenn es viel länger dauert und sagen er hätte es vorher nicht gewusst. Ich gehe davon aus das wir einen Kombibahnhof bekommen, der keine Lichtaugen erhält, die frei werdenden Flächen über Jahre brach liegen und allerhöchstens von leeren Bürohochhäusern bebaut werden.


info no. 528 // hype enforcement zur kommunalwahl am 11.09.2011 in niedersachsen

die unwählbarkeit der kandidaten bei der kommunalwahl im september glänzt mal wieder mit kandidaten der spitzenklasse.

da wären meine freunde aus der anwälte- und bauernpartei, kurz cdu und die spd, mit meiner nachbarin. dank biogasanlage wähle ich schon mal nicht die bauern…

meine nachbarin? nee, lieber auch nicht!

okay bleiben die fdp und die grünen. fdp auf dem land? gibt es die außer auf dem papier überhaupt? die grünen scheiden auch aus, solange ich arbeit habe und mit dem auto zur arbeit fahren muss, wähle ich nicht die grünen. sobald ich arbeitslos oder reich bin, kann ich dann mal darüber nachdenken.

bleibt nur die partei, die sich aufgrund der biogasanlage gegründet hat. ja genau gegen das grüne zirkuszelt bin ich. weniger gegen die anlage als solches, vielmehr gegen den transport mit 1000 treckerladungen dahin.

hype enforcement agency


Travelguide: Boston, USA

Wer eine Reise durch Neuengland machen möchte, der hat von der Anreise mit dem Flugzeug nicht viele Optionen. Da wären einmal New York, der gleich Mittendrin in Neuengland: Boston.
Bleibt nur die Frage, möchte man New York sehen oder nicht? Soll hier aber nicht das Thema sein.

Hotels in Boston sind teuer. In Katalogen geht der Preis ab 150,00 EUR pro Nacht los. Günstiger wird es nur außerhalb im Speckgürtel. Dabei sollte man aber in der Nähe von Park&Ride-Angeboten bleiben. Mit dem Auto ist Boston ein Alptraum, ein Navigationssystem kennt zwar die Einbahnstraßen, verläßt aber gern mal die Straße, auf der man ist. Mehrere parallele Straßen sorgen dafür, dass das Navi nicht merkt, wo man ist, kommt dann ein Abbiegebefehl oder so eine klasse Ansage wie, „halbrechts halten“, wird es duster um einen. Also besser den Mietwagen vorher abgeben oder nachher holen, wenn man in Boston ist. Dazu kommen noch Parkgebühren von mindestens 20,00 $ über Nacht. Sollte man am Hotel auch noch Valet-Parking (also mit Einparken) haben sind das auch gern schon 40,00$ bis 50,00$. Dann ist das Parkhaus in der Nähe günstiger als am Hotel.

Dafür lässt sich Boston recht gut zu Fuß erkunden. Gut zu Fuß sollte man dann aber sein. Und vor allem sollte man nicht an roten Ampeln warten. Also aufpassen und bei rot über die Ampel, sonst kommt man wirklich nicht voran. Für Stadtrundfahrten gibt es die wohl überall in den USA vorkommenden Trolley-Rundfahrten mit vielen Ausstiegsmöglichkeiten. Lustiger sind die Duck Tours mit einem Landungs-Amphibienfahrzeug aus dem zweiten Weltkrieg. Hier gibt es zwei Touren: Start am Museum of Science und am Prudential Center.

Boston City Pass ist eine günstige Alternative für mehrere Sehenswürdigkeiten. Man darf die Erwartungen nur nicht zu hoch schrauben. Die teuren Brocken, Museum of Science und das Aquarium, klingen nach mehr als sie sind. In der Woche herrscht ein Lärmpegel in den beiden genannten Orten, da hunderte von Schülern die Ausstellungen besuchen. Es gibt zwar ein Riff im Aquarium, doch dafür ist der Eintritt zu hoch. Das Museum of Science erklärt die Welt der Naturwissenschaften auf dem Niveau der 5. Bis 6. Klasse. Wer ins Planetarium oder ins IMAX möchte der zahlt noch einmal extra. Wobei das Planetarium alleine möglich ist und sich auch lohnt.

Ist man einmal beim Museum of Science gibt es dort Segway Tours durch Cambridge (ja, genau da, wo die Eliteuni Harvard ist). Nicht ganz günstig, die Tour. Sind aber Segways da und auch der Manager zum fragen da, darf man für 5,00 $ auch mal Schnupperfahren. Einfach mal nett nachfragen.

Aus dem Boston City Pass bleibt dann nur noch der Prudential Tower als Leckerli übrig. Dafür ist der Pass aber zu teuer. Im 50. Stock hat man eine tolle Aussicht über die Stadt, lohnt sich nur bei Sonnenschein.
Der Stadtpark Boston Common, wird gerade renoviert, wie auch andere Sehenswürdigkeiten auf dem Freedom Trial, der als roter Faden durch die amerikanische Unabhängigkeit in der Stadt führt. Mehr oder weniger Interessant für einen Europäer, allerdings einige Gebäude mit zusätzlichen Eintritt.

In der Nähe gibt es dann Salem. Ein Ort, der für seine früheren Hexenverbrennungen bekannt ist… oder zumindest dieses Image als Gimmick für die Touristen angenommen hat. Hexenverbrennungen gab es ja überall. Skurrile Typen kann man dort auch sehen, wobei man sich dann fragt, Verkleidung oder sehen die immer so aus? Verschiedene Shows gibt es dort, aus Zeitmangel in Salem kann ich keine Bewertung dazu abgeben.

Kleine Warnung für die Fans von VAPIANO: In Boston schmeckt die Tomatensoße nicht nach Tomate. Keine Ahnung was das sein sollte. Lecker ist etwas anderes. Lieber in Deutschland einmal öfter hingehen.