Allgemein


Amoklauf Teil 2

Dank eines Amoklaufs und einiger Scherzbolde werden wir wohl in Deutschland bald Sicherheitskräfte an den Schuleingängen stehen haben. Amerika lässt grüßen.

Geht ein Schüler in Amerika in seine Schule so muss er sich genauso durchchecken lassen wie am Flughafen. Zwei Sicherheitskäfte durchsuchen die Taschen und in moderneren Schulen gibt es Metalldetektoren.

Wenn es weiter so geht wie bisher, wird sich das ganze auch nach Deutschland ausbreiten und weil wir nunmal immer alles noch genauer machen wollen werden dann Getränkeflaschen an Schulen auch verboten werden, es könnte ja Flüssigsprengstoff darin sein.

Nochmals einen Dank an alle Paranoiker und einen Dank an alle Scherzbolde, die durch Anrufe oder Mails mit Terrorandrohungen alle nur noch verrückter machen.


Gaststättengewerbe in der selbstgemachten Krise

Für das abgelaufene Jahr 2004 meldet das statistische Bundesamt einen Umsatzrückgang von rund 3 %. Allen Ortens klagen die Wirte, dass die Gäste ausbleiben und der Umsatz schrumpft. Selbst schuld oder?

Ein Abend in der Pizzeria mit drei Personen macht 35 Euro, und das ist noch günstig, meist geht es nicht unter 50 Euro. Wie das kommt? Die meisten Gaststätten und Restaurants haben bei der Euro-Umstellung deftig draufgeschlagen.

– Kostete eine Pizza vorher 10 bis 15 DM zahlt man nun 9 bis 13 Euro.

– Ein Bier kostet mittlerweile 2,50 Euro, zuvor konnte man den Gerstensaft für 3 DM bekommen. (Eine Maß Bier für 7,80 Euro, wer trinkt da noch?)

– Ein Rostbraten kostet mittlerweile 15 Euro wo man zuvor mit 20 DM auskam.

Und dann wundern sich die Herren Wirte warum niemand mehr bei Ihnen Essen geht?


Mit der Miete in die Abhängigkeit? Die Gasheizung vom Versorger

So manche alte Gasheizung muß nun dieses Jahr ausgewechselt werden. Wenn man schon bei diesem großen Brocken bei muß, dann kann man sich ja aussuchen, ob man bei Erdgas mit der merkwürdigen Ölpreiskopplung bleibt oder auf Heizöl umstellt.

Wenn diese merkwürdige Kopplung des Gaspreises nicht existierte, dann wäre die Entscheidung sehr einfach, denn dann ist Gas günstiger.

Nun bieten diverse Versorger nicht ganz uneigennützig die Möglichkeit an, die Heizung gleich mit vom Versorger zu mieten. Das klingt erst einmal sehr günstig, da hier die einmaligen Anschaffungskosten entfallen. Die Kosten für die Heizung, De- und Neuinstallation der neuen Heizung übernimmt dann der Vorsorger. Dafür möchte der nun gern einen Mietpreis sehen. Ihm schweben so um die 60,00 EUR vor, selbstverständlich zuzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer von 16,00 Prozent.

Macht eine neue Monatsbelastung von 60,00 EUR. Dann doch lieber die Ersparnisse aufbrauchen, denn mit dieser Mietinstallation fährt man besonders dann gegen die Wand, wenn es wirklich einmal zur Liberalisierung des Gasmarktes kommt – worauf wir alle einmal hoffen wollen.


Der tiefe Fall eines Aufsteigers

Ein Gespräch mit einem ehemaligen Mitarbeiter* eines sogenannten Finanzoptimierers läßt den Traum des Starverkäufers platzen.

Aus dem Nähkästchen geplaudert klingt das in etwa so:

Nachdem ich mich selbstständig gemacht habe verzichtete ich auf einen großen Teil eines festen Gehalts. Das Einkommen sollte durch großzügige Provisionen hereinkommen. Mir wurde das Blaue vom Himmel versprochen. Zusagen, die leider nur mündlich erfolgt sind wurden dabei nicht eingehalten. Meine Anfangsinvestition bestand erst einmal darin mir ein eigenes Büro zuzulegen. Fortan versuchte ich über einen kleinen Kundenstamm, der mir zugeteilt wurde meine Produkte an den Mann zu bringen. Von Fonds über Lebensversicherung und Bausparverträge war alles dabei. Fonds waren aber in den letzten Jahren eher schwierig an den Mann zu bringen, die Anleger hatten sich die Finger verbrannt.

Das Geschäft lief nicht besonders, meine Ersparnisse waren verbraucht und ich baute einen Schuldenberg auf. Dann machte ich einen Fehler: Ich versuchte Freunde, Bekannte und ehemalige Schulfkameraden meine Produkte anzudrehen. Fuhr tausende Kilometer mit meinem geleasten Wagen, um ein Geschäft abzuschließen, um in der Hirachie des Unternehmens aufzusteigen, was mir ein höheres Festeinkommen gesichtert hätte. Freunde wollten nichts mehr von mir wissen, da ich meinen Arbeitgeber in höchsten Tönen lobte und bei jeder Gelegenheit versuchte ein Produkt zu verkaufen. Laptop und Verträge waren immer dabei. Dann kam der Ausstieg. Ich hatte die Nase voll, von morgens um 7:00 bis abends 23:00 und später war ich auf Achse für nichts und wieder nichts. Von meinem Aufstieg wurde nichts, da meine Zahlen nicht gut genug waren. Um aus dem Vertrag rauszukommen mußte ich bluten und eine Ablöse an meinen ehemaligen Arbeitgeber zahlen. Nun habe ich wieder einen festen Job, allerdings muß ich einen dicken Abtrag leisten.

Dazu paßt auch, daß sich merkwürdigerweise sogar Elektroinstallateure plötzlich als Anlageberater verdingen und mir auflauern, weil ich in der 7. Klasse einmal mit ihnen zur Schule ging, bevor Sie sitzenblieben…

*Name bekannt