Allgemein


Mit der Miete in die Abhängigkeit? Die Gasheizung vom Versorger

So manche alte Gasheizung muß nun dieses Jahr ausgewechselt werden. Wenn man schon bei diesem großen Brocken bei muß, dann kann man sich ja aussuchen, ob man bei Erdgas mit der merkwürdigen Ölpreiskopplung bleibt oder auf Heizöl umstellt.

Wenn diese merkwürdige Kopplung des Gaspreises nicht existierte, dann wäre die Entscheidung sehr einfach, denn dann ist Gas günstiger.

Nun bieten diverse Versorger nicht ganz uneigennützig die Möglichkeit an, die Heizung gleich mit vom Versorger zu mieten. Das klingt erst einmal sehr günstig, da hier die einmaligen Anschaffungskosten entfallen. Die Kosten für die Heizung, De- und Neuinstallation der neuen Heizung übernimmt dann der Vorsorger. Dafür möchte der nun gern einen Mietpreis sehen. Ihm schweben so um die 60,00 EUR vor, selbstverständlich zuzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer von 16,00 Prozent.

Macht eine neue Monatsbelastung von 60,00 EUR. Dann doch lieber die Ersparnisse aufbrauchen, denn mit dieser Mietinstallation fährt man besonders dann gegen die Wand, wenn es wirklich einmal zur Liberalisierung des Gasmarktes kommt – worauf wir alle einmal hoffen wollen.


Der tiefe Fall eines Aufsteigers

Ein Gespräch mit einem ehemaligen Mitarbeiter* eines sogenannten Finanzoptimierers läßt den Traum des Starverkäufers platzen.

Aus dem Nähkästchen geplaudert klingt das in etwa so:

Nachdem ich mich selbstständig gemacht habe verzichtete ich auf einen großen Teil eines festen Gehalts. Das Einkommen sollte durch großzügige Provisionen hereinkommen. Mir wurde das Blaue vom Himmel versprochen. Zusagen, die leider nur mündlich erfolgt sind wurden dabei nicht eingehalten. Meine Anfangsinvestition bestand erst einmal darin mir ein eigenes Büro zuzulegen. Fortan versuchte ich über einen kleinen Kundenstamm, der mir zugeteilt wurde meine Produkte an den Mann zu bringen. Von Fonds über Lebensversicherung und Bausparverträge war alles dabei. Fonds waren aber in den letzten Jahren eher schwierig an den Mann zu bringen, die Anleger hatten sich die Finger verbrannt.

Das Geschäft lief nicht besonders, meine Ersparnisse waren verbraucht und ich baute einen Schuldenberg auf. Dann machte ich einen Fehler: Ich versuchte Freunde, Bekannte und ehemalige Schulfkameraden meine Produkte anzudrehen. Fuhr tausende Kilometer mit meinem geleasten Wagen, um ein Geschäft abzuschließen, um in der Hirachie des Unternehmens aufzusteigen, was mir ein höheres Festeinkommen gesichtert hätte. Freunde wollten nichts mehr von mir wissen, da ich meinen Arbeitgeber in höchsten Tönen lobte und bei jeder Gelegenheit versuchte ein Produkt zu verkaufen. Laptop und Verträge waren immer dabei. Dann kam der Ausstieg. Ich hatte die Nase voll, von morgens um 7:00 bis abends 23:00 und später war ich auf Achse für nichts und wieder nichts. Von meinem Aufstieg wurde nichts, da meine Zahlen nicht gut genug waren. Um aus dem Vertrag rauszukommen mußte ich bluten und eine Ablöse an meinen ehemaligen Arbeitgeber zahlen. Nun habe ich wieder einen festen Job, allerdings muß ich einen dicken Abtrag leisten.

Dazu paßt auch, daß sich merkwürdigerweise sogar Elektroinstallateure plötzlich als Anlageberater verdingen und mir auflauern, weil ich in der 7. Klasse einmal mit ihnen zur Schule ging, bevor Sie sitzenblieben…

*Name bekannt


Drängler und Raser

Wer die Diskusion um Drängler auf der Autobahn verfolgt hat, der sollte meinen mit härteren Strafen für Drängler sollte endlich die Sicherheit auf Deutschlands Straßen wieder im Vordergrund stehen.

Doch nach dem Äußerungen von Rainer Bernickel (Automobilclub ACE) könnte man meinen die Langsamfahrer sind Schuld am Drängeln. Wer nun bei einem Tempolimit von 120km/h auch nur 120 km/h fährt, der verstopft die Straße nicht, sondern hält sich nur an die Straßenverkehrsordnung. Aber beim Autofahren scheinen die Deutschen Ihren sprichwörtlichen Ordnungssinn zu verlieren und lassen das Tier aus ihnen heraus.

Wer auf Autobahnen den vorgeschriebenen Abstand zum Vordermann einhält muß immer damit rechnen, daß irgendjemand ihm diese Lücke von rechts dichtmacht. Und wer meint, er müsse bei Tempo 120 mit 160 km/h fahren der sollte einmal sein Verhalten prüfen, bevor er anfängt seine Lichthupe in Betrieb zu setzen und andere zu nötigen.

Glaubt man Hermann Fedrowitz vom ADAC mit seiner Aussage: „Langsamfahrer rufen bei vielen anderen Verkehrsteilnehmern Aggressionen hervor. Wer zum Beispiel in einer Tempo-50-Zone 49 fährt, provoziert dadurch mitunter riskante Überholmanöver.“. Soll bedeuten, wer sich an die Geschwindigkeitsbeschränkung innerhalb geschlossener Ortschaften hält, der provoziert andere Autofahrer? Fühlt sich Herr von Fedrowitz nur ertappt? Ob er einen Freibrief sucht, um solche Agression zu legitimieren? Viele „Schleicher“, wollten durch ganz exaktes Einhalten von Tempolimits erzieherisch wirken, meint er weiter. Es gibt kein Verständnis für diese Aussage.

Was wollen Drängler denn erreichen? Es gibt vorgeschriebene Abstände, die sind nun einmal einzuhalten. Und Regeln sind nicht dazu da, um gebrochen zu werden. Möchte Herr von Fedrowitz, daß man in einer 30-Zone mit 50 km/h fährt und besser noch Tempo 50 mit 80? Das kann nicht wirklich ernst gemeint sein.

Unter „Schleichern“ sollte man eher die Autofahrer sehen, die mit 10-30 km/h zu langsam unterwegs sind und nicht bei 1 km/h anfangen.

Also wer sich an die Geschwindigkeitsbeschränkungen hält, der schleicht und erzieht nicht. Vielmehr trägt er zur Sicherheit auf Deutschlands Straßen bei. Dieses Drängelphänomen sollte ganz schnell stärker überprüft und geahndet werden.


Champions League – der europäische Landesmeisterpokal…

Was war vor vielen Jahren denn noch einmal der Landesmeisterpokal? Richtig der Vergleich der Landesmeister und der Titelverteidiger.

Nach heutiger Konstellation mit Gruppenphase und Qualifikation artet es mehr nach einer italienisch, französisch, englischen, spanischen Europaliga mit Deutscher und eurpäischen Reststaatenbeteiligung.

Vorbei ist der Glanz, daß sich die richtigen Kracher schon in der ersten Runde treffen können. Alles ist ausgefeilt, damit die großen Klubs weiter groß bleiben dürfen. Die UEFA gibt der Sache dann auch ihren Segen.

Nationale Pokale? Die landen in der Gruppenphase UEFA-CUP. Schluß Ende Aus für den direkten Vergleich. Warum nicht gleich ein europäisches Ligasystem, ohne nationalen Wettbewerb? Darauf läuft doch sowieso alles hinaus.