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message no. 33 // so viel schrott und so wenige tage

als große neuerung dieses jahr ist ein alter bekannter wieder da. oder besser gesagt eine alte bekannte. die hype-week kehrte* zurück. bereits letzte woche erschien der erste artikel in 2007. alte artikel werden wie bei der mehrwertsteuererhöhung umetikettiert und mit einem aufschlag von drei prozentpunkten versehen.

netto ist diese erhöhung natürlich teurer. so müssen sie nun fünfmal tiefer in die tasche greifen, um die hea in aktion zu sehen. dafür ist das niveau auch noch tiefer gelegt worden. quasi ist es nun also unterirdisch.

was hat das nun alles mit der hype-week zu tun? ganz einfach soviel schrott wie dieses jahr auf uns zukommt, kann nicht von einer hea alleine aufgezählt werden. die hype-week läßt auch andere autoren ans werk, die nicht den zyklus der hea durchbrechen.

nun also wird die hype-week als unterkategorie der hea geführt und hat ein eigenes, schönes logo erhalten:

[img]http://www.eraser.org/modules/news/images/topics/54906beeed350e80.png[/img]

das sind noch farben, die man sozusagen auf dem monitor noch erfühlen kann. also schalten sie ihren bildschirm lieber auf schwarzweiß um, sonst werden sie noch blind.

[url=http://www.eraser.org]hype enforcement agency[/url]

[i]*hype-week hat in 2004 etwa 14-15 artikel der hea umfasst.[/i]


Neue Finanziers im Krieg der Geschlechter

Männer sind Schweine, das wissen „die Ärzte“, und jeder anständige Kerl weiß das auch. Genug betrogene Damen des weiblichen Geschlechts können ein Lied davon singen. Jahrelang wurde behauptet, Frauen wären die besseren Autofahrerinnen; leider vergaß man bei diesen Studien die Fahrleistung, was dann zu anderen Ergebnissen [url=http://www.sueddeutsche.de/automobil/artikel/847/59788/]führt[/url]. (Frage mich, ob LKW-Kilometer da eingerechnet sind). Wenn Männer in die Disco gehen, interessieren sie sich meistens auch für das andere Geschlecht, Ausnahmen bestätigen die Regel, aber die Statistik ist da eindeutig. Zwischen Männern und Frauen scheinen also gewisse Unterschiede zu bestehen, biologisch/historisch/sozial/sonstwie, was zumindest empirisch eindeutig verifizierbar ist.

In Deutschland kann aber nicht sein, was nicht sein darf, wie Spiegel-Online [url=http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,druck-457053,00.html]berichtet[/url].

Wie vielleicht schon einige Leser von eraser.org vermutet haben, handelt es sich bei der Person, die sich hinter dem Pseudonym „sm4x“ verbirgt, um einen Teilnehmer des männlichen Geschlechts. Das hatte ich bis dahin nicht als besonders erwähnenswert gefunden, da ich andere Beiträge ja selbst auch nach Ihrem Inhalt bewerte und nicht nach dem Geschlecht des Autors. Sehr subjektiv natürlich, denn Schreibstile unterscheiden sich auch dem Geschlechte nach, wie man schon im Kindesalter [url=http://www.linse.uni-essen.de/linse/rezensionen/erstsemesterrezensionen/koenig.html]erkennen[/url] kann.

In Zeiten der Gleichmacherei dürfen solche Unterschiede zwischen den Geschlechtern aber keinesfalls zu Benachteiligungen führen, deswegen muß *alles* getan werden, um aus Unterschiedenen herrührende Nachteile einzuebnen. Koste es, was es wolle. Wenn man allein die Zahlenwerte in diesem Artikel zusammenrechnet, kommt man auf fast eine Viertelmillion Euro. Ich möchte es wirklich nicht wissen, wie viele weitere Studien es in diesem Duktus gibt.

Spiegel-Online fragt ja zu Recht in dem Artikel nach dem Sinn des sogenannten „Gender-Mainstreaming“, spricht an, ob es “ geschlechterpolitisch sinnvoll wäre, wenn es auch mal ‚Motorsägenkurse für Frauen‘ gäbe“. Sicher, in früheren Jahrhunderten wurden Frauen vom „starken“ Geschlecht unterdrückt, heute schreit alles nach „Gleichberechtigung“. Wenn irgendwo Nachteile für [url=http://science.orf.at/science/news/17490]Männer[/url] entstehen, kann man das ja als historischen Schuld-Ausgleich verkaufen. Gezielt entwickelt sich eine Lobby, die den Spieß [url=http://genderama.blogspot.com/2004/10/schweden-erwgt-mnnersteuer.html]umdrehen[/url] möchte.

Mit diesem durch Staatsknete befeuerten Abnutzungskrieg kommt dieses Land nicht weiter. Es wird dadurch keine de-facto Gleichberechtigung geschaffen; Höchstens Ergebnis-Gleicheit statt Chancen-Gleichheit. Milton Friedman wußte schon: „[i]Eine Gesellschaft, die Gleichheit – im Sinne der Gleichheit der Ergebnisse – höher wertet als Freiheit, wird schließlich in einem Zustand landen, in dem weder Gleichheit noch Freiheit herrscht.[/i]“

Die Handlungsoptionen der Politik bewegen sich zwischen öko-sozialfaschistischer Gleichschaltung (=Pest) und neo-kapitalistischer Produktivitätsausbeutung (=Cholera). Die paar Milliönchen, die für solche bescheuerten Gender-Gutachten gezahlt werden, spielen auch keine große Rolle mehr in einer Zeit, wo das Geld auch anderweitig mit dem Radlader zum Fenster hinausgeworfen wird. Ich muß nochmal Friedman bemühen: „[i]Geldausgeben ist das Lebenselixier von Politikern und zugleich die Grundlage ihrer Macht. Der einzige Weg das Verhalten von Politikern zu verändern, ist ihnen das Geld wegzunehmen.[/i]“

Wirken wird es wohl wenig. Wahrscheinlich, weil Friedman ein Mann war.


adm_denounce -player-

Verbrechensbekämpfung ist gut, Verbrechensprävention ist besser. Mit der neuen [url=https://www1.polizei-nrw.de/internetwache/Start/]Internetwache[/url] will die Polizei NRW besser erreichbar sein. „Der Amoklauf in Emsdetten hat deutlich gemacht, dass wir eine Kultur des Hinsehens brauchen“ ([url=http://www.heise.de/newsticker/meldung/83186]heise.de[/url]), so NRW-Innenminister Ingo Wolf als Begründung für das neue Internet-Blockwartbüro.

Nimmt man mal die letzte [url=http://www1.polizei-nrw.de/lka/Zahlen_und_Fakten/Kriminalstatistik/]verfügbare[/url] Kriminalstatistik 2005, so beträgt die Gesamtzahl der bekannt gewordenen Fälle 1503451. Diese Zahl kann man gut für 2006 annehmen, die 61000 Online-Anzeigen machen somit 4% der gemeldeten Fälle aus – ein voller Erfolg also. Ob diese Fälle nicht auch per Telefon hätten berichtet werden können, ist wohl nicht mehr feststellbar.

Eine Mail der anderen Chatter kann ja zu lange dauern, wenn PitBullMeese88 ernst macht und sich aus dem IRC mit der Ankündigung „Jetzt mache ich sie alle platt“ verabschiedet, sich seine Pumpgun schnappt und 10-25 Lehrer wegmacht. 110 wäre in diesem Fall vielleicht besser gewesen.

Nunja, in Sachen Prävention kann ja online auch noch viel automatisiert werden. Counter Strike, immer noch das beliebteste aller Baller-Games, steht ja schon im lange Verdacht, aus Teenagern blutdürstende Mordmaschinen zu machen. Es gibt sogar schöne Stat-Server mit [url=http://cs.boomtown.net/en_uk/stats/cs.list.php?GameId=2]Statistiken[/url] darüber, wer zur Zeit der beste Killer ist.

Vielleicht wäre eine online-Gewaltprävention erfolgreicher, wenn ab eines bestimmten Score-wertes der CS-Server eine automatische Mail an die NRW-Netzbullen sendet, die den gewaltverdächtigen Daddler erstmal einer Real-World Vernehmung unterziehen.

Da solche automatischen Statistiken ja manchmal nicht jeden Gewalttäter erfassen, bringen wir am besten noch einen patch, mit dem ein diensttuender CS-Spitzel mit „adm_denounce [player]“ das gleiche manuell erreichen kann. Hoffentlich kommen nicht noch mehr Länder auf den Gedanken mit der Online-Wache, sonst brauchen wir noch ne Datenbank, bei welcher IP die Mail wo hin muß…


Volldampf im Leerlauf

Wie Bundeskanzlerin Angela Merkel in ihrer Neujahrsansprache verlauten ließ, müßten wir uns alle in 2007 nur doppelt anstrengen, und alles würde besser – oder zumindest gleich schlecht bleiben. Nun dürfte man doch wohl erwarten, daß die Politik mit gutem Beispiel voranginge, aber nein, das wäre in Deutschland doch zu viel verlangt.

Das Jahr noch keine zwei Tage alt, und schon kommen zwei unsägliche Beispiele des Versagens der Politiker-Kaste dahergesegelt: das Ausrufen des V-Falles bei Flugzeugenttführungen (wir [url=http://www.eraser.org/modules/news/article.php?storyid=340]berichteten[/url]) und jetzt das vorläufige [url=http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,457377,00.html]Eingeständnis[/url] des Scheiterns der Gesundheitsreform.

Sie brauchen mehr Zeit. Mir ist der Zeitpunkt leider schon aus dem Gedächtnis entschwunden, an dem die Reform des Gesundheitswesens beschlossen wurde. Ich möchte mich am liebsten auch nicht mehr erinnern. Bis jetzt ist *nichts* dabei herausgekommen. Als Zwangsmitlied in der Barmer-Ersatzkasse werde ich wohl aber zwangsläufig durch einen Blick auf den Kontoauszug wieder mit der [url=http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,456713,00.html]bitteren Realität[/url] konfrontiert.

Der freie Autor Michael Winkler [url=http://www.michaelwinkler.de/Pranger/271206.html]schreibt[/url] in seinen Neujahrsgrüßen nicht ganz zu Unrecht vom Wiederauftreten der Krankheiten als göttliche Strafe – weil es sich kein gesetzlich Krankenversicherter mehr leisten kann, ernsthaft zu erkranken.

Das Jahr 2007 dürfte für die Deutschen teuer werden – Alle Kosten [url=http://www.netzeitung.de/wirtschaft/ratgeber/480905.html]rauf[/url], Jobs [url=http://www.netzeitung.de/wirtschaft/wirtschaftspolitik/486228.html]runter[/url]. Man kann sich empören darüber, daß Henrico F. als Langszeitarbeitsloser mehrere Angebote medienwirksam ausgeschlagen hat, die Antwort ist ganz einfach: Arbeit ist für die Dummen!

In dem heutigen System wird der Faule überproportional belohnt und der Fleißige besteuert. Sozial eingestellte Menschen betrachten dieses als Mittel zur gerechten Umverteilung und zur Herstellung der Chancengleichheit; was am Ende herauskommt, ist Ergebnisgleichheit. Dieser Umverteilungsapparat dient als idealer Nährboden für die schmarotzende Kaste der Berufspolitiker, die ihren Gewinn aus den fluktuierenden Geldströmen abzapfen. Indem immer neue, unsinnige „demokratische“ Institutionen geschaffen werden, in denen immer noch ein Pöstchen zu besetzen ist.

Es macht auch keinen Unterschied, ob nun irgendwelche Wachstumsprognosen, Arbeitslosenzahlen-Prognosen oder sonstige Kaffeesatz-Lesereien zu positiven Ergebnissen kommen – solange die Parasiten, die sich in Berlin und Brüssel eingenistet haben, wissenschaftlichen Erkenntnissen nicht zugänglich sind. Man muß weder Hans-Werner Sinn noch Paul Kirchhof zur Gänze zustimmen, aber die komplette Ablehnung der Wirtschaftswissenschaften ist ebenso verblendet.

Das Zweck der Arbeit hat sich seit Bestehen des Menschen nicht verändert. Der Mensch arbeitet, um durch das Ergebnis der Arbeit seine Bedüftnisse zu befriedigen – das gilt für den steinzeitlichen Jäger, der seinen Hunger stillen will genauso wie für den Klempner, der sich von dem durch Arbeit verdienten Geld ein Haus bauen will. Können die Bedürftnisse auch ohne Arbeit befriedigt werden (sei es durch gegebenen Reichtum oder durch staatliche Fürsorge), so wird eben nicht gearbeitet, oder man arbeitet als Hobby.

Umso schlimmer, daß gerade die heute herrschende Politiker-Kaste ihr Dasein nur noch zum Selbstzwecke führt – „Dem Deutschen Volke“, das kann man vergessen bei dieser Regierungs-Kamarilla, die zwar noch schlaue Styling-Ratschläge erteilen kann, aber sonst nur noch „Vom Deutschen Volke“ praktiziert.

Die Bäume wachsen aber dennoch nicht in den Himmel, und es mehren sich schon [url=http://spatzseite.de/20061231.htm]Stimmen[/url], die ein Ende dieser Halbmarktwirtschaft proklamieren, denn auch sie funktioniert nach wissenschaftlich gewonnen Erkenntnissen, bis zum Beweis des Gegentums. Hoffen wir nur, daß es nicht wieder zum Ausschlag des Pendels in irgendeine der beiden extremen Lager kommt, aber wahrscheinlich wird es früher oder später [url=http://de.wikipedia.org/wiki/Generalstreik]hierzu[/url] kommen.