Allgemein


CreditCard-Rasterfahndung

Im Kampf gegen Kinderpornographie ist der Polizei ein spektakulärer Schlag gelungen, berichtet [url=http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,457844,00.html]Spiegel-Online[/url]. Die Fahnder sind durch Überprüfung [b]sämtlicher[/b] Kreditkartendaten den Perversen auf die Spur gekommen.

Um es gleich mal klarzustellen: Gegen Päderasten und Kinderschänder muß auf’s Schärfste vorgegangen werden. Ausrufezeichen!

Natürlich finden wir es gut, wenn durch Überprüfung der Kreditkarten-Transaktionen diese Verbrecher dingfest gemacht werden. Die [url=http://www.netzeitung.de/deutschland/489107.html]Netzeitung[/url] schreibt von 322 Tatverdächtigen – die Zahl an sich ist schon erschreckend genug – aber welchen Preis bezahlen wir, damit wir dieser Kriminalität Herr werden? Darf unserer Exekutive jedes Mittel in die Hand gegeben werden in diesem Krieg gegen Kinderpornographie?

Wenn man sich einen Spam-Filter anschaut, dann funktioniert dieser ähnlich einer Raster-Fahnung, wie eben diese Massen-Kreditkartenüberprüfung. Doch dabei gibt es [url=http://de.wikipedia.org/wiki/Beurteilung_eines_Klassifikators]Probleme[/url], und im Falle meines persönlichen Spam-Filters kommt immer noch viel Spam „durch“, den ich aber schnell per Hand löschen kann. Schlimmer ist es, wenn eine „echte“ Mail als Spam klassifiziert und durch den Filter gelöscht wird. Und genau da liegt die Gefahr. Die verdächtigen Päderasten wurden daran erkannt, „ob eine bestimmte Summe in einem festgelegten Zeitraum auf ein verdächtiges Konto im Ausland überwiesen worden ist“ (Spiegel-Online).

Man stelle sich vor, ein Unschuldiger kauft in eben diesem Ausland etwas, daß genau dieser Summe entspricht. Da läuten in der Rasterfahndung sämtliche Alarmglocken. Das wäre reiner Zufall, möchte man meinen, sowas gibts ja gar nicht. Meine Spam-Quote sagt mir etwas Anders. Und es passieren noch genug andere Ermittlungspannen.

Aber noch etwas ist schlimm an diesem elektronischen DNA-Speicheltest. Ebenso wie dieser ist es ein Massentest, und wer „nichts zu verbergen hat, der braucht sich auch vor nichts zu fürchten“. Natürlich werden die durch diese Tests ermittelten Verdächtigen danach ja noch nach Methoden klassischer Polizeiarbeit überprüft. Aber Menschen machen keine Fehler, oder wie?

Fälschlicherweise mit einem Vorwurf wie dem der Kinderschänderei bezichtigt zu werden, kann Existenzen zerstören. Auch wenn die Unschuld des Verdächtigen zweifelsfrei bewiesen wurde (Hier schon Umkehr der Beweislast!), heftet ihm immer noch dieser Makel an, überhaupt verdächtigt worden zu sein.

Die Folgen mag sich der geneigte Leser gegebenenfalls selbst ausmalen; auf jeden Fall wurde hier wieder ein Pflock eingerammt, ein weiterer Schritt in Richtung Polizeistaat. Wenn sich dieses Verfahren durchsetzt, sind wir nicht mehr weit von Bewegungsprofilen und kompletter Überwachung entfernt. Diese Kreditkarten-Daten lassen sich sicher auch noch in anderen Ermittlubgsverfahren wiederverwenden (=erneut anfragen lassen).

Wer den Text bei Spiegel-Online gelesen hat: Hat irgendjemand das Wort „[b]richterliche Anordnung[/b]“ entdecken können?


Terrorface

Im Kampf gegen den Terror ist jedes Mittel recht. Biometrische Daten, Fingerabdrücke, Ahnennachweis bis in die vierte Generation; das ist zwar alles nett, aber es reicht einfach nicht, um das wahre Gesicht des Terrorismus erkennen zu können. US-Psychologe Paul Ekman weist uns den Weg.

„Der böse Blick“, das kannte ich bis jetzt nur im Zusammenhang mit irgendwelchen Auto-Tunern aus der „Lärm-statt-Leistung“-Fraktion. Es scheint aber so, als würde der Ausdruck in Zukunft auch auf mißliebige Passagiere angewandt werden, die in die USA einreisen wollen. Wie [url=http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,458356,00.html]Spiegel-Online[/url] berichtet, schult ein Psychologie-Professor jetzt Sicherheitskräfte, die das „Anlitz des Bösen“ gleich erfassen und ausmerzen sollen, und das ganz ohne technische Hilfsmittel – richtig menschlich also.

„Bei den Attentätern des 11. September kann Ekman anhand der wenigen schlechtaufgelösten Videoaufnahmen keine Vermutungen darüber anstellen, ob man in ihren Gesichtern die perfide Absicht ihres Flugs hätte erkennen können“ (Spiegel Online). Also ist doch die Technik schuld, das muß verbessert werden. Mehr und vor allem bessere Kameras.

Ich will die Psychologie als Wissenschaft ja gar nicht anzweifeln, aber wenn fettwanstige Sicherheitsbeamte an US-Flughäfen in solchen Crash-Kursen geschult werden, muß man sich über solche [url=http://www.heute.de/ZDFheute/pda/inhalt/0,3729,4293186-text,00.html]Vorgänge[/url] nicht wundern.


message no. 33 // so viel schrott und so wenige tage

als große neuerung dieses jahr ist ein alter bekannter wieder da. oder besser gesagt eine alte bekannte. die hype-week kehrte* zurück. bereits letzte woche erschien der erste artikel in 2007. alte artikel werden wie bei der mehrwertsteuererhöhung umetikettiert und mit einem aufschlag von drei prozentpunkten versehen.

netto ist diese erhöhung natürlich teurer. so müssen sie nun fünfmal tiefer in die tasche greifen, um die hea in aktion zu sehen. dafür ist das niveau auch noch tiefer gelegt worden. quasi ist es nun also unterirdisch.

was hat das nun alles mit der hype-week zu tun? ganz einfach soviel schrott wie dieses jahr auf uns zukommt, kann nicht von einer hea alleine aufgezählt werden. die hype-week läßt auch andere autoren ans werk, die nicht den zyklus der hea durchbrechen.

nun also wird die hype-week als unterkategorie der hea geführt und hat ein eigenes, schönes logo erhalten:

[img]http://www.eraser.org/modules/news/images/topics/54906beeed350e80.png[/img]

das sind noch farben, die man sozusagen auf dem monitor noch erfühlen kann. also schalten sie ihren bildschirm lieber auf schwarzweiß um, sonst werden sie noch blind.

[url=http://www.eraser.org]hype enforcement agency[/url]

[i]*hype-week hat in 2004 etwa 14-15 artikel der hea umfasst.[/i]


Neue Finanziers im Krieg der Geschlechter

Männer sind Schweine, das wissen „die Ärzte“, und jeder anständige Kerl weiß das auch. Genug betrogene Damen des weiblichen Geschlechts können ein Lied davon singen. Jahrelang wurde behauptet, Frauen wären die besseren Autofahrerinnen; leider vergaß man bei diesen Studien die Fahrleistung, was dann zu anderen Ergebnissen [url=http://www.sueddeutsche.de/automobil/artikel/847/59788/]führt[/url]. (Frage mich, ob LKW-Kilometer da eingerechnet sind). Wenn Männer in die Disco gehen, interessieren sie sich meistens auch für das andere Geschlecht, Ausnahmen bestätigen die Regel, aber die Statistik ist da eindeutig. Zwischen Männern und Frauen scheinen also gewisse Unterschiede zu bestehen, biologisch/historisch/sozial/sonstwie, was zumindest empirisch eindeutig verifizierbar ist.

In Deutschland kann aber nicht sein, was nicht sein darf, wie Spiegel-Online [url=http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,druck-457053,00.html]berichtet[/url].

Wie vielleicht schon einige Leser von eraser.org vermutet haben, handelt es sich bei der Person, die sich hinter dem Pseudonym „sm4x“ verbirgt, um einen Teilnehmer des männlichen Geschlechts. Das hatte ich bis dahin nicht als besonders erwähnenswert gefunden, da ich andere Beiträge ja selbst auch nach Ihrem Inhalt bewerte und nicht nach dem Geschlecht des Autors. Sehr subjektiv natürlich, denn Schreibstile unterscheiden sich auch dem Geschlechte nach, wie man schon im Kindesalter [url=http://www.linse.uni-essen.de/linse/rezensionen/erstsemesterrezensionen/koenig.html]erkennen[/url] kann.

In Zeiten der Gleichmacherei dürfen solche Unterschiede zwischen den Geschlechtern aber keinesfalls zu Benachteiligungen führen, deswegen muß *alles* getan werden, um aus Unterschiedenen herrührende Nachteile einzuebnen. Koste es, was es wolle. Wenn man allein die Zahlenwerte in diesem Artikel zusammenrechnet, kommt man auf fast eine Viertelmillion Euro. Ich möchte es wirklich nicht wissen, wie viele weitere Studien es in diesem Duktus gibt.

Spiegel-Online fragt ja zu Recht in dem Artikel nach dem Sinn des sogenannten „Gender-Mainstreaming“, spricht an, ob es “ geschlechterpolitisch sinnvoll wäre, wenn es auch mal ‚Motorsägenkurse für Frauen‘ gäbe“. Sicher, in früheren Jahrhunderten wurden Frauen vom „starken“ Geschlecht unterdrückt, heute schreit alles nach „Gleichberechtigung“. Wenn irgendwo Nachteile für [url=http://science.orf.at/science/news/17490]Männer[/url] entstehen, kann man das ja als historischen Schuld-Ausgleich verkaufen. Gezielt entwickelt sich eine Lobby, die den Spieß [url=http://genderama.blogspot.com/2004/10/schweden-erwgt-mnnersteuer.html]umdrehen[/url] möchte.

Mit diesem durch Staatsknete befeuerten Abnutzungskrieg kommt dieses Land nicht weiter. Es wird dadurch keine de-facto Gleichberechtigung geschaffen; Höchstens Ergebnis-Gleicheit statt Chancen-Gleichheit. Milton Friedman wußte schon: „[i]Eine Gesellschaft, die Gleichheit – im Sinne der Gleichheit der Ergebnisse – höher wertet als Freiheit, wird schließlich in einem Zustand landen, in dem weder Gleichheit noch Freiheit herrscht.[/i]“

Die Handlungsoptionen der Politik bewegen sich zwischen öko-sozialfaschistischer Gleichschaltung (=Pest) und neo-kapitalistischer Produktivitätsausbeutung (=Cholera). Die paar Milliönchen, die für solche bescheuerten Gender-Gutachten gezahlt werden, spielen auch keine große Rolle mehr in einer Zeit, wo das Geld auch anderweitig mit dem Radlader zum Fenster hinausgeworfen wird. Ich muß nochmal Friedman bemühen: „[i]Geldausgeben ist das Lebenselixier von Politikern und zugleich die Grundlage ihrer Macht. Der einzige Weg das Verhalten von Politikern zu verändern, ist ihnen das Geld wegzunehmen.[/i]“

Wirken wird es wohl wenig. Wahrscheinlich, weil Friedman ein Mann war.