Allgemein


Nicht aufgeben!

Auch wenn die Stimmung kippt, darf die GDL nicht aufgeben. Ver.di hat es vorgemacht und ist umgefallen. Statt 40-Stundenwoche gab es nun nur 39 Stunden und Weihnachten und Sylvester als vollen Arbeitstag. Letztendlich ist jeder, der das als Sieg für die Arbeitnehmer verkauft hat ein Lügner. Auch hier kippte die Stimmung, weil die Bevölkerung sich nicht mehr mit dem nicht abgeholten Mülltonnen zufrieden geben wollte.

Für die GDL bedeutet dies in meinen Augen: AUSSITZEN! Auf keinen Fall nachgeben. Wenn die GDL hier trotz der inzwischen zu kippen scheinenden Unterstützung der Bevölkerung weitermacht, dann bedeutet das ein Sieg für die Tarifautonomie und für die Streikkultur in Deutschland. Wobei die Autonomie hier sowieso nicht gegeben ist. Der Staat als Eigner der Bahn hat sich hier rauszuhalten, was nicht so ganz einfach ist.

Ähnlich wie beim Telekomstreik, wo am Ende doch fast der erste Vorschlag der Arbeitgeber durchgesetzt wurde, würde eine Niederlage für die Gewerkschaft wohl ein Ende für alle Streiks in Deutschland bedeuten.

Nicht umsonst hat die Bahn bei jeden möglichen Provinzgericht gegen den Streik geklagt. Allein dieser Schritt zeigt, dass der Bahn alle Mittel recht sind. Das Recht auf Streik und Tarifautonomie auf den Prüfstand von Gerichten zu legen ist ganz schlechter Stil und kann nur als letzter Ausweg angesehen werden.

Also auf die Straßen und die GDL unterstützen! Oder möchten Sie ihr Leben in Hände eines unterbezahlten, unmotivierten Lokführers legen?


info no. 337 // videobotschaft

videobotschaften haben seit bin laden so etwas wie einen zweiten frühling. da scheinbar auch angela merkel vom marketing des terrorchefs begeistert ist, gibt es auch von ihr eine videobotschaft, auf die sich so keiner richtig freuen möchte.

lt. [url=http://www.heise.de/newsticker/result.xhtml?url=/newsticker/meldung/97041]heise[/url] kosteten die botschaften bisher 550.000,00 EUR.

dafür zahlt man doch gerne steuern, obwohl frau merkel ansatzweise auch schon bartwuchs nachgesagt wird, um dem erscheinungsbild in den videobotschaften von bin laden einfach näher zu kommen.

over & out

[url=http://www.eraser.org]hype enforcement agency[/url]


info no. 336 // ads-ätz vol. 2

demontieren wir weiter, das leben ist eben kein kinderpudding! und weil das so ist, gibt es paula! und leider auch einen werbespot für paula. paule kann icht schon bei gzsz nicht leiden, doch was dr. oetker sich da ausgedacht hat… ohne worte

blinde kuh mit paula spielen oder warum hat die kuh eine coolnesssonnenbrille auf?

damit die marketingmasche aufgeht gibt es paula verrückten bauernhof. ja der ist so verrückt, wie der nervtötende gesang der kinderhorde in der fernsehwerbung.

over & out

[url=http://www.eraser.org]hype enforcement agency[/url]


Zwei Schweizer durchbrechen die chinesische Internetzensur

Was die Masse anbelangt, ist China Nummer Eins der Welt. Bezüglich Pressefreiheit belegt das Land allerdings die 163. Stelle unter 168 Ländern. Auch das Internet hat das Land nicht freier gemacht: In China wird es stark zensiert. Nun kommt Hilfe aus der Schweiz.

Zwei Schweizer Künstler haben eine Methode entwickelt, wie weltweit jegliche Internet-Kontrolle umgangen werden kann. China – das ideale Testfeld für ihre Art, die Zensur zu besiegen. Die Künstler Mathias Jud und Christoph Wachter haben eine Besichtigungstour durch das Reich der Mitte gemacht. Doch eigentlich interessieren sich die beiden nicht für die Chinesische Mauer aus Stein und Lehm, sondern für jene aus Bits und Bytes – für die digitale Barriere, die den Internet-Verkehr kontrolliert.

Zahlreiche Internet-Seiten sind in China nicht erreichbar. Etwa das Online-Lexikon Wikipedia und die Nachrichten-Seite der BBC. Auch wer nach freiem Tibet, Demokratie oder Menschenrechten sucht, wird geblockt oder umgeleitet. „Die Zensur tritt als Netzwerkproblem in China auf“, sagt Mathias Jud. „Es heißt nicht, die Seite ist gesperrt, sondern sie erscheint einfach nicht.“ Offiziell leugnet die chinesische Regierung die Existenz einer Internet-Zensur. Aber es gibt sie zweifellos. Man nennt sie „Golden Shield“ oder auch „The Great Chinese Firewall“. Die beiden Künstler haben zu Hause ein Werkzeug entwickelt, wie sie die Internetzensur umgehen können: Picidae!

Hinter Picidae steckt eine genial einfache Idee: Sags mit Bildern. Mit diesem Kniff unterläuft man die chinesischen Zensur, denn die sucht einzig nach verdächtigem Text und heiklen Stichworten. „Mit Picidae erstellen wir ein Bild einer Website“, erläutert Mathias Jud. „Wir benutzen dieses Bild als Verschlüsselung, das heißt, die Zensur ist nicht mehr fähig, innerhalb dieses Bildes den Text zu erkennen. Wir Menschen sehen diesen Text aber im Bild auf dem Screen, das heißt,es sieht genau gleich aus.“ Wer bei Picidae eine Internet-Seite aufruft, erhält von einem Server umgehend das automatisch generierte Bild dieser Webpage, etwa der gesperrten Seite „Tianwang“. Dank raffinierter Technik bemerkt der Benutzer nichts davon, dass er auf einem Bild surft. Alles erscheint normal.

Picidae als Fenster zur Welt – es funktioniert ohne zusätzliche Programme und verlangt vom Benutzer keine technischen Kenntnisse. Aus diesem Grund ist Picidae besonders attraktiv. Denn seine Seite ist ein Netzwerk für die kleinen Leute von der Straße, für jene, die keinen eigenen Computer besitzen. Die Schweizer Methode funktioniert auch in Internet-Cafés, denn man muss keine Software installieren. Jeder kann sie benutzen. Das ist wirklich einzigartig.Die Rolle der Menschenrechts-Aktivisten liegt den beiden Schweizern aber nur begrenzt. Sie sehen sich als Künstler, deren Arbeit unter anderem auch gegen die chinesische Zensur benutzt werden kann.

[url=http://www.picidae.net/]Picidae[/url]