Allgemein


Die Nachrichten über die Nachrichten

Der Anspruch der deutschen Nachrichtenorgane sinkt beständig. Eine Kostprobe.

Wir alle machen Fehler, insbesondere solche in der Rechtschreibung. Mir passiert es auch gelegentlich, wenn ich hier einen Artikel veröffentliche. Ich mache mir auch so meine Gedanken, ob das, was ich schreibe, für den Leser von Interesse sein könnte. Und normalerweise lese ich mir das, was ich gedenke ins Netz zu pusten, noch ein paar mal durch, bevor ich es losschicke.

Das scheint man bei Online-Ausgaben von Welt, Spiegel und Co. schon lange nicht mehr nötig zu haben. Rechtschreibfehler häufen sich. Immerhin, im Gegensatz zu meiner Schreibtätigkeit bei www.eraser.org werden diese Leute dafür bezahlt.

Nungut, wollen wir nicht so kleinlich sein und schauen uns mal die Inhalte an. Da finden wir gesellschaftlich höchst Relevantes:

[i]Blitzbesuch im Knast: Lindsay Lohan für 84 Minuten in Haft
Leibesvisitation, Fingerabdrücke – und bye-bye: Einen ganzen Tag sollte US-Schauspielerin Lindsay Lohan wegen Trunkenheit am Steuer im Gefängnis verbringen – am Ende blieb sie nur knapp anderthalb Stunden.[/i]
http://www.spiegel.de/panorama/leute/0,1518,517727,00.html

[i]Religion: Gott ist unwahrscheinlich – zu 98 [/i]Prozent
http://www.welt.de/kultur/article1241955/Gott_ist_unwahrscheinlich__zu_98_Prozent.html

[i]Soziologie: Wer dick ist, wird auch für dumm gehalten[/i]
http://www.welt.de/wissenschaft/article1193414/Wer_dick_ist_wird_auch_fuer_dumm_gehalten.html

[i]Schmidt und Pocher
Wie lustig ist das „Nazometer“? [/i]
http://www.welt.de/vermischtes/article1368211/Wie_lustig_ist_das_Nazometer.html

Ja, in der Tat, wie weit ist es gekommen im deutschen Journalismus? Der Welt, früher eine recht renommierte Tageszeitung, laufen die Leser davon, die Auflage der Print-Ausgabe sinkt. Um im Internet in Konkurrenz zu Spiegel Boden gut zu machen, scheint jedes Mittel recht zu sein, auf Kosten der Qualität. Nur eins fehlt noch: Die „Bild“, die ja auch im Springer-Verlag erscheint, hat mehr Titten.


Tarifpolitik wie im Kindergarten

Wenn man die [url=http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,517485,00.html]Positionen der Bahn und der Gewerkschaft der Löckführer[/url] so liest, fühlt man sich als hätte man Kinder im Kindergarten vor sich.

Oder auch den Suppenkasper: Nein ich möchte deinen Tarif nicht! Du nimmst was auf den Verhandlungstisch kommt.

Das sind hochbezahlte Manager wie der Vorstandsvorsitzende der Bahn Herr Mehdorn, der im Monat 300.000 Euro einstreicht, die sich hier vor der ganzen Nation lächerlich machen. GDL-Chef Schells Gehalt ist mir nicht bekannt, es dürfte aber deutlich über dem eines Durschschnittslockführers sein. Das Angebot der Bahn von 4,5% und der Auszahlung der Überstunden ist gelinde gesagt eine Frechheit.

Die Politik steht völlig unbeholfen daneben und kommt mit schwachen Forderungen zu Verhandlungen zu Wort.

Wir erinnern uns: Der Eigner der Bahn ist der Staat! Da fragt man sich ob die Bundesregierung nicht, wie die Bahn selbst, nur den Börsengang im Auge hat. Als Besitzer könnte man schon erheblichen Einfluss auf den Vorstand der Bahn ausüben.

Und so ist es wie es ist, auf dem Rücken der Allgemeinheit, denn es sind seit Gestern 12 Uhr ja nicht nur die Pendler betroffen, streiten hier zwei Kinder um ein Spielzeug mit Milliardenwert.


Power Rangers

Der Charme des Bekloppten fasziniert mich immer an den Power Rangers. Bisher war es vergebens zu warten, bis die ersten Folgen der Mighty Morphin Power Rangers endlich einmal im TV wiederholt werden. Nun gab es ein Einsehen und die immerhin die ersten beiden Staffeln sind unter dem Namen Power Rangers ClassiXX auf jeweils 6 DVD im Handel.


words no. 9 // words of a lost culture

da wären wir einmal wieder. lange ist es her.
starten wir heute mit omnipräsenten worten aus der werbung:

private altersvorsorge
riester
steuervorteil
abgeltungssteuer

da wären außerdem…

pendlerpauschale
benzinpreis
bahnstreik
kein verständnis für den bahnstreik

[url=http://www.eraser.org]hype enforcement agency[/url]