Archiv des Monats: Januar 2020


Mit der Miete in die Abhängigkeit? Die Gasheizung vom Versorger

So manche alte Gasheizung muß nun dieses Jahr ausgewechselt werden. Wenn man schon bei diesem großen Brocken bei muß, dann kann man sich ja aussuchen, ob man bei Erdgas mit der merkwürdigen Ölpreiskopplung bleibt oder auf Heizöl umstellt.

Wenn diese merkwürdige Kopplung des Gaspreises nicht existierte, dann wäre die Entscheidung sehr einfach, denn dann ist Gas günstiger.

Nun bieten diverse Versorger nicht ganz uneigennützig die Möglichkeit an, die Heizung gleich mit vom Versorger zu mieten. Das klingt erst einmal sehr günstig, da hier die einmaligen Anschaffungskosten entfallen. Die Kosten für die Heizung, De- und Neuinstallation der neuen Heizung übernimmt dann der Vorsorger. Dafür möchte der nun gern einen Mietpreis sehen. Ihm schweben so um die 60,00 EUR vor, selbstverständlich zuzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer von 16,00 Prozent.

Macht eine neue Monatsbelastung von 60,00 EUR. Dann doch lieber die Ersparnisse aufbrauchen, denn mit dieser Mietinstallation fährt man besonders dann gegen die Wand, wenn es wirklich einmal zur Liberalisierung des Gasmarktes kommt – worauf wir alle einmal hoffen wollen.


Gaststättengewerbe in der selbstgemachten Krise

Für das abgelaufene Jahr 2004 meldet das statistische Bundesamt einen Umsatzrückgang von rund 3 %. Allen Ortens klagen die Wirte, dass die Gäste ausbleiben und der Umsatz schrumpft. Selbst schuld oder?

Ein Abend in der Pizzeria mit drei Personen macht 35 Euro, und das ist noch günstig, meist geht es nicht unter 50 Euro. Wie das kommt? Die meisten Gaststätten und Restaurants haben bei der Euro-Umstellung deftig draufgeschlagen.

– Kostete eine Pizza vorher 10 bis 15 DM zahlt man nun 9 bis 13 Euro.

– Ein Bier kostet mittlerweile 2,50 Euro, zuvor konnte man den Gerstensaft für 3 DM bekommen. (Eine Maß Bier für 7,80 Euro, wer trinkt da noch?)

– Ein Rostbraten kostet mittlerweile 15 Euro wo man zuvor mit 20 DM auskam.

Und dann wundern sich die Herren Wirte warum niemand mehr bei Ihnen Essen geht?


Drängler und Raser

Wer die Diskusion um Drängler auf der Autobahn verfolgt hat, der sollte meinen mit härteren Strafen für Drängler sollte endlich die Sicherheit auf Deutschlands Straßen wieder im Vordergrund stehen.

Doch nach dem Äußerungen von Rainer Bernickel (Automobilclub ACE) könnte man meinen die Langsamfahrer sind Schuld am Drängeln. Wer nun bei einem Tempolimit von 120km/h auch nur 120 km/h fährt, der verstopft die Straße nicht, sondern hält sich nur an die Straßenverkehrsordnung. Aber beim Autofahren scheinen die Deutschen Ihren sprichwörtlichen Ordnungssinn zu verlieren und lassen das Tier aus ihnen heraus.

Wer auf Autobahnen den vorgeschriebenen Abstand zum Vordermann einhält muß immer damit rechnen, daß irgendjemand ihm diese Lücke von rechts dichtmacht. Und wer meint, er müsse bei Tempo 120 mit 160 km/h fahren der sollte einmal sein Verhalten prüfen, bevor er anfängt seine Lichthupe in Betrieb zu setzen und andere zu nötigen.

Glaubt man Hermann Fedrowitz vom ADAC mit seiner Aussage: „Langsamfahrer rufen bei vielen anderen Verkehrsteilnehmern Aggressionen hervor. Wer zum Beispiel in einer Tempo-50-Zone 49 fährt, provoziert dadurch mitunter riskante Überholmanöver.“. Soll bedeuten, wer sich an die Geschwindigkeitsbeschränkung innerhalb geschlossener Ortschaften hält, der provoziert andere Autofahrer? Fühlt sich Herr von Fedrowitz nur ertappt? Ob er einen Freibrief sucht, um solche Agression zu legitimieren? Viele „Schleicher“, wollten durch ganz exaktes Einhalten von Tempolimits erzieherisch wirken, meint er weiter. Es gibt kein Verständnis für diese Aussage.

Was wollen Drängler denn erreichen? Es gibt vorgeschriebene Abstände, die sind nun einmal einzuhalten. Und Regeln sind nicht dazu da, um gebrochen zu werden. Möchte Herr von Fedrowitz, daß man in einer 30-Zone mit 50 km/h fährt und besser noch Tempo 50 mit 80? Das kann nicht wirklich ernst gemeint sein.

Unter „Schleichern“ sollte man eher die Autofahrer sehen, die mit 10-30 km/h zu langsam unterwegs sind und nicht bei 1 km/h anfangen.

Also wer sich an die Geschwindigkeitsbeschränkungen hält, der schleicht und erzieht nicht. Vielmehr trägt er zur Sicherheit auf Deutschlands Straßen bei. Dieses Drängelphänomen sollte ganz schnell stärker überprüft und geahndet werden.


10.000 Stellen im Siemens-Konzern weniger

Übte Siemens sich noch vor der Wahl in Zurückhaltung, so haben sie am 19.09 gleich nach der Bundestagswahl den Abbau von 10.000 Stellen bekanntgegeben.

Sicher hätte sich das nicht gut gemacht, wenn Herr Pierer als Siemens-Aufsichtsrat in Merkels-Beratungsteam solch einen GAU für den Arbeitsmarkt bekanntgibt. Diese Aufgabe als Berater hat er erledigt. Bei Neuwahlen kommt er wohl nicht mehr als Berater in Frage. Wer möchte schon einen Gesundschrumpfer im Team haben?

Wer wählt solche falschen Leute? Wer ist denn noch richtig?