Archiv des Monats: Januar 2020


adm_denounce -player-

Verbrechensbekämpfung ist gut, Verbrechensprävention ist besser. Mit der neuen [url=https://www1.polizei-nrw.de/internetwache/Start/]Internetwache[/url] will die Polizei NRW besser erreichbar sein. „Der Amoklauf in Emsdetten hat deutlich gemacht, dass wir eine Kultur des Hinsehens brauchen“ ([url=http://www.heise.de/newsticker/meldung/83186]heise.de[/url]), so NRW-Innenminister Ingo Wolf als Begründung für das neue Internet-Blockwartbüro.

Nimmt man mal die letzte [url=http://www1.polizei-nrw.de/lka/Zahlen_und_Fakten/Kriminalstatistik/]verfügbare[/url] Kriminalstatistik 2005, so beträgt die Gesamtzahl der bekannt gewordenen Fälle 1503451. Diese Zahl kann man gut für 2006 annehmen, die 61000 Online-Anzeigen machen somit 4% der gemeldeten Fälle aus – ein voller Erfolg also. Ob diese Fälle nicht auch per Telefon hätten berichtet werden können, ist wohl nicht mehr feststellbar.

Eine Mail der anderen Chatter kann ja zu lange dauern, wenn PitBullMeese88 ernst macht und sich aus dem IRC mit der Ankündigung „Jetzt mache ich sie alle platt“ verabschiedet, sich seine Pumpgun schnappt und 10-25 Lehrer wegmacht. 110 wäre in diesem Fall vielleicht besser gewesen.

Nunja, in Sachen Prävention kann ja online auch noch viel automatisiert werden. Counter Strike, immer noch das beliebteste aller Baller-Games, steht ja schon im lange Verdacht, aus Teenagern blutdürstende Mordmaschinen zu machen. Es gibt sogar schöne Stat-Server mit [url=http://cs.boomtown.net/en_uk/stats/cs.list.php?GameId=2]Statistiken[/url] darüber, wer zur Zeit der beste Killer ist.

Vielleicht wäre eine online-Gewaltprävention erfolgreicher, wenn ab eines bestimmten Score-wertes der CS-Server eine automatische Mail an die NRW-Netzbullen sendet, die den gewaltverdächtigen Daddler erstmal einer Real-World Vernehmung unterziehen.

Da solche automatischen Statistiken ja manchmal nicht jeden Gewalttäter erfassen, bringen wir am besten noch einen patch, mit dem ein diensttuender CS-Spitzel mit „adm_denounce [player]“ das gleiche manuell erreichen kann. Hoffentlich kommen nicht noch mehr Länder auf den Gedanken mit der Online-Wache, sonst brauchen wir noch ne Datenbank, bei welcher IP die Mail wo hin muß…


Neue Finanziers im Krieg der Geschlechter

Männer sind Schweine, das wissen „die Ärzte“, und jeder anständige Kerl weiß das auch. Genug betrogene Damen des weiblichen Geschlechts können ein Lied davon singen. Jahrelang wurde behauptet, Frauen wären die besseren Autofahrerinnen; leider vergaß man bei diesen Studien die Fahrleistung, was dann zu anderen Ergebnissen [url=http://www.sueddeutsche.de/automobil/artikel/847/59788/]führt[/url]. (Frage mich, ob LKW-Kilometer da eingerechnet sind). Wenn Männer in die Disco gehen, interessieren sie sich meistens auch für das andere Geschlecht, Ausnahmen bestätigen die Regel, aber die Statistik ist da eindeutig. Zwischen Männern und Frauen scheinen also gewisse Unterschiede zu bestehen, biologisch/historisch/sozial/sonstwie, was zumindest empirisch eindeutig verifizierbar ist.

In Deutschland kann aber nicht sein, was nicht sein darf, wie Spiegel-Online [url=http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,druck-457053,00.html]berichtet[/url].

Wie vielleicht schon einige Leser von eraser.org vermutet haben, handelt es sich bei der Person, die sich hinter dem Pseudonym „sm4x“ verbirgt, um einen Teilnehmer des männlichen Geschlechts. Das hatte ich bis dahin nicht als besonders erwähnenswert gefunden, da ich andere Beiträge ja selbst auch nach Ihrem Inhalt bewerte und nicht nach dem Geschlecht des Autors. Sehr subjektiv natürlich, denn Schreibstile unterscheiden sich auch dem Geschlechte nach, wie man schon im Kindesalter [url=http://www.linse.uni-essen.de/linse/rezensionen/erstsemesterrezensionen/koenig.html]erkennen[/url] kann.

In Zeiten der Gleichmacherei dürfen solche Unterschiede zwischen den Geschlechtern aber keinesfalls zu Benachteiligungen führen, deswegen muß *alles* getan werden, um aus Unterschiedenen herrührende Nachteile einzuebnen. Koste es, was es wolle. Wenn man allein die Zahlenwerte in diesem Artikel zusammenrechnet, kommt man auf fast eine Viertelmillion Euro. Ich möchte es wirklich nicht wissen, wie viele weitere Studien es in diesem Duktus gibt.

Spiegel-Online fragt ja zu Recht in dem Artikel nach dem Sinn des sogenannten „Gender-Mainstreaming“, spricht an, ob es “ geschlechterpolitisch sinnvoll wäre, wenn es auch mal ‚Motorsägenkurse für Frauen‘ gäbe“. Sicher, in früheren Jahrhunderten wurden Frauen vom „starken“ Geschlecht unterdrückt, heute schreit alles nach „Gleichberechtigung“. Wenn irgendwo Nachteile für [url=http://science.orf.at/science/news/17490]Männer[/url] entstehen, kann man das ja als historischen Schuld-Ausgleich verkaufen. Gezielt entwickelt sich eine Lobby, die den Spieß [url=http://genderama.blogspot.com/2004/10/schweden-erwgt-mnnersteuer.html]umdrehen[/url] möchte.

Mit diesem durch Staatsknete befeuerten Abnutzungskrieg kommt dieses Land nicht weiter. Es wird dadurch keine de-facto Gleichberechtigung geschaffen; Höchstens Ergebnis-Gleicheit statt Chancen-Gleichheit. Milton Friedman wußte schon: „[i]Eine Gesellschaft, die Gleichheit – im Sinne der Gleichheit der Ergebnisse – höher wertet als Freiheit, wird schließlich in einem Zustand landen, in dem weder Gleichheit noch Freiheit herrscht.[/i]“

Die Handlungsoptionen der Politik bewegen sich zwischen öko-sozialfaschistischer Gleichschaltung (=Pest) und neo-kapitalistischer Produktivitätsausbeutung (=Cholera). Die paar Milliönchen, die für solche bescheuerten Gender-Gutachten gezahlt werden, spielen auch keine große Rolle mehr in einer Zeit, wo das Geld auch anderweitig mit dem Radlader zum Fenster hinausgeworfen wird. Ich muß nochmal Friedman bemühen: „[i]Geldausgeben ist das Lebenselixier von Politikern und zugleich die Grundlage ihrer Macht. Der einzige Weg das Verhalten von Politikern zu verändern, ist ihnen das Geld wegzunehmen.[/i]“

Wirken wird es wohl wenig. Wahrscheinlich, weil Friedman ein Mann war.


message no. 33 // so viel schrott und so wenige tage

als große neuerung dieses jahr ist ein alter bekannter wieder da. oder besser gesagt eine alte bekannte. die hype-week kehrte* zurück. bereits letzte woche erschien der erste artikel in 2007. alte artikel werden wie bei der mehrwertsteuererhöhung umetikettiert und mit einem aufschlag von drei prozentpunkten versehen.

netto ist diese erhöhung natürlich teurer. so müssen sie nun fünfmal tiefer in die tasche greifen, um die hea in aktion zu sehen. dafür ist das niveau auch noch tiefer gelegt worden. quasi ist es nun also unterirdisch.

was hat das nun alles mit der hype-week zu tun? ganz einfach soviel schrott wie dieses jahr auf uns zukommt, kann nicht von einer hea alleine aufgezählt werden. die hype-week läßt auch andere autoren ans werk, die nicht den zyklus der hea durchbrechen.

nun also wird die hype-week als unterkategorie der hea geführt und hat ein eigenes, schönes logo erhalten:

[img]http://www.eraser.org/modules/news/images/topics/54906beeed350e80.png[/img]

das sind noch farben, die man sozusagen auf dem monitor noch erfühlen kann. also schalten sie ihren bildschirm lieber auf schwarzweiß um, sonst werden sie noch blind.

[url=http://www.eraser.org]hype enforcement agency[/url]

[i]*hype-week hat in 2004 etwa 14-15 artikel der hea umfasst.[/i]


Moderate Preiserhöhungen

Zum Jahresanfang locken viele große Kaufhäuser mit Rabatten und erstatten gar die Steuer. Andere hingegen langen kräftig zu und nennen das dann moderate Preiserhöhung.

So kostet neuerdings das belegte Brötchen in unserer Kantine 1,10 Euro statt wie zuvor 90 Cent (33% mehr). Die Monatskarte für den Nahverkehr wird um 4% und Fahrkarten der Bahn 5% teurer. Die Strom- und Gasversorger erhöhen die Preise um 15% weil das Öl teurer wurde, äußerst logisch nicht wahr? Die Gesichtscreme der Marke Dr. Baumann kostet nun plötzlich 36 Euro statt wie zuvor 30 Euro (+20%).

Tja nur die Gehälter werden wohl nicht einfach so ansteigen, die Bosse wollen lieber weniger Zahlen für eine längere Arbeitszeit. So macht man dann den kleinen Aufschwung kaputt, vielen Dank Frau Merkel und Herr Beck.