Archiv des Monats: Januar 2020


Zwischen Bullshitbingo und Merkbefreiung

Die Gesellschaft steuert immer mehr auf einen Kurs der provozierten Dummheit hin. In Chefetagen wird immer höher gestochen geredet, so dass der einfache Mitarbeiter mit seinem Sprachverständnis auf der Strecke bleibt.

Beliebt sind hier Floskeln, die immer gleich sind und sich eine Beliebtheit erfreuen, dass man nur denken kann: „Je öfter ich es höre, desto alberner wird es!“. Gemeint ist hier Bullshitbingo. Es ist unglaublich, wie sich Aussagen von verschiedenen Menschen in ähnlichen Positionen so ähneln können.

Auf der anderen Seite schreitet die Verblödung der Bevölkerung immer weiter voran. Merbefreiung wird hier gerne als Schlagwort für diejenigen verwendet, die einfach zu blöde sind und die Einschläge nicht mehr merken. Sozusagen sind diese Menschen vom Merken befreit. Dies ist mit der Befreiung vom Sport- und Außendienst bei der Bundeswehr gleichzusetzen.

Was bleibt ist nicht nur die Einkommenschere in der Bevölkerung, sondern auch die Intelligenzschere in der Bevölkerung. Sehr zum Nachteil der noch normal tickenden Bevölkerung.

Weiterführende Links bei Wikipedia:
[i][url=http://de.wikipedia.org/wiki/Bullshitbingo]Bullshitbingo[/url]
[url=http://de.wikipedia.org/wiki/Merkbefreiung]Merkbefreiung[/url] [/i]


Terrorface

Im Kampf gegen den Terror ist jedes Mittel recht. Biometrische Daten, Fingerabdrücke, Ahnennachweis bis in die vierte Generation; das ist zwar alles nett, aber es reicht einfach nicht, um das wahre Gesicht des Terrorismus erkennen zu können. US-Psychologe Paul Ekman weist uns den Weg.

„Der böse Blick“, das kannte ich bis jetzt nur im Zusammenhang mit irgendwelchen Auto-Tunern aus der „Lärm-statt-Leistung“-Fraktion. Es scheint aber so, als würde der Ausdruck in Zukunft auch auf mißliebige Passagiere angewandt werden, die in die USA einreisen wollen. Wie [url=http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,458356,00.html]Spiegel-Online[/url] berichtet, schult ein Psychologie-Professor jetzt Sicherheitskräfte, die das „Anlitz des Bösen“ gleich erfassen und ausmerzen sollen, und das ganz ohne technische Hilfsmittel – richtig menschlich also.

„Bei den Attentätern des 11. September kann Ekman anhand der wenigen schlechtaufgelösten Videoaufnahmen keine Vermutungen darüber anstellen, ob man in ihren Gesichtern die perfide Absicht ihres Flugs hätte erkennen können“ (Spiegel Online). Also ist doch die Technik schuld, das muß verbessert werden. Mehr und vor allem bessere Kameras.

Ich will die Psychologie als Wissenschaft ja gar nicht anzweifeln, aber wenn fettwanstige Sicherheitsbeamte an US-Flughäfen in solchen Crash-Kursen geschult werden, muß man sich über solche [url=http://www.heute.de/ZDFheute/pda/inhalt/0,3729,4293186-text,00.html]Vorgänge[/url] nicht wundern.


CreditCard-Rasterfahndung

Im Kampf gegen Kinderpornographie ist der Polizei ein spektakulärer Schlag gelungen, berichtet [url=http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,457844,00.html]Spiegel-Online[/url]. Die Fahnder sind durch Überprüfung [b]sämtlicher[/b] Kreditkartendaten den Perversen auf die Spur gekommen.

Um es gleich mal klarzustellen: Gegen Päderasten und Kinderschänder muß auf’s Schärfste vorgegangen werden. Ausrufezeichen!

Natürlich finden wir es gut, wenn durch Überprüfung der Kreditkarten-Transaktionen diese Verbrecher dingfest gemacht werden. Die [url=http://www.netzeitung.de/deutschland/489107.html]Netzeitung[/url] schreibt von 322 Tatverdächtigen – die Zahl an sich ist schon erschreckend genug – aber welchen Preis bezahlen wir, damit wir dieser Kriminalität Herr werden? Darf unserer Exekutive jedes Mittel in die Hand gegeben werden in diesem Krieg gegen Kinderpornographie?

Wenn man sich einen Spam-Filter anschaut, dann funktioniert dieser ähnlich einer Raster-Fahnung, wie eben diese Massen-Kreditkartenüberprüfung. Doch dabei gibt es [url=http://de.wikipedia.org/wiki/Beurteilung_eines_Klassifikators]Probleme[/url], und im Falle meines persönlichen Spam-Filters kommt immer noch viel Spam „durch“, den ich aber schnell per Hand löschen kann. Schlimmer ist es, wenn eine „echte“ Mail als Spam klassifiziert und durch den Filter gelöscht wird. Und genau da liegt die Gefahr. Die verdächtigen Päderasten wurden daran erkannt, „ob eine bestimmte Summe in einem festgelegten Zeitraum auf ein verdächtiges Konto im Ausland überwiesen worden ist“ (Spiegel-Online).

Man stelle sich vor, ein Unschuldiger kauft in eben diesem Ausland etwas, daß genau dieser Summe entspricht. Da läuten in der Rasterfahndung sämtliche Alarmglocken. Das wäre reiner Zufall, möchte man meinen, sowas gibts ja gar nicht. Meine Spam-Quote sagt mir etwas Anders. Und es passieren noch genug andere Ermittlungspannen.

Aber noch etwas ist schlimm an diesem elektronischen DNA-Speicheltest. Ebenso wie dieser ist es ein Massentest, und wer „nichts zu verbergen hat, der braucht sich auch vor nichts zu fürchten“. Natürlich werden die durch diese Tests ermittelten Verdächtigen danach ja noch nach Methoden klassischer Polizeiarbeit überprüft. Aber Menschen machen keine Fehler, oder wie?

Fälschlicherweise mit einem Vorwurf wie dem der Kinderschänderei bezichtigt zu werden, kann Existenzen zerstören. Auch wenn die Unschuld des Verdächtigen zweifelsfrei bewiesen wurde (Hier schon Umkehr der Beweislast!), heftet ihm immer noch dieser Makel an, überhaupt verdächtigt worden zu sein.

Die Folgen mag sich der geneigte Leser gegebenenfalls selbst ausmalen; auf jeden Fall wurde hier wieder ein Pflock eingerammt, ein weiterer Schritt in Richtung Polizeistaat. Wenn sich dieses Verfahren durchsetzt, sind wir nicht mehr weit von Bewegungsprofilen und kompletter Überwachung entfernt. Diese Kreditkarten-Daten lassen sich sicher auch noch in anderen Ermittlubgsverfahren wiederverwenden (=erneut anfragen lassen).

Wer den Text bei Spiegel-Online gelesen hat: Hat irgendjemand das Wort „[b]richterliche Anordnung[/b]“ entdecken können?


Musik extra günstig

Bei Apples Musikladen [url=http://www.apple.com/de/itunes/]iTunes[/url] kostet ein Titel 99 Cent und das Weltweit, mit regionalen Unterschieden.

Am teuersten ist Apple in England, hier kostet ein Titel 99 Pence was umgerechnet (aktueller Kurs) 1,47 Euro entspricht. Günstiger sind dagegen die USA (76 Eurocent) und Kanada (65 Eurocent). In den ausländischen Shops kann man jedoch nur einkaufen, wenn man im Ausland ein Bankkonto oder aber eine Kreditkarte des jeweiligen Landes besitzt.

Billiger kommt man weg, wenn man Getränke der Firma Coka Cola (Sprite Fanta Coke etc.) mag. In den Deckeln der Flaschen findet man Codes die man auf der Internetseite [url=http://www.cokefridge.de]Cokefridge[/url] eingeben kann und für vier solcher Codes bekommt man einen Song bei iTunes. Um einen Song noch billiger zu bekommen kann man die kostenpflichtige Nummer auf der Seite anrufen, dort kostet ein solcher Code 20 Cent was dann den Songpreis auf 80 Cent drückt.

Wenn Sie in einem Restaurant arbeiten in dem Cola aus Flaschen ausgeschenkt wird, fragen Sie ihren Chef einfach ob Sie die Deckel bekommen können, quasi als Trinkgeld. Diese werden bei eBay auch schon versteigert. Bei 30 Euro pro 1000 Stück lohnt es sich schon zuzugreifen, denn der Wert ist theoretisch 247,50 Euro! Nur das Eintippen kostet Zeit.