{"id":1125,"date":"2020-01-29T16:40:48","date_gmt":"2020-01-29T14:40:48","guid":{"rendered":"http:\/\/wp.eraser.org\/?p=1125"},"modified":"2020-01-29T16:40:48","modified_gmt":"2020-01-29T14:40:48","slug":"malediven-ein-urlaub-zum-abgewoehnen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.eraser.org\/?p=1125","title":{"rendered":"Malediven, ein Urlaub zum abgew\u00f6hnen"},"content":{"rendered":"<p>Eigentlich sollte man meinen wenn man f\u00fcr \u00fcber 2000 Euro pro Nase einen Urlaub auf einer viereinhalb Sterne Insel bucht, dass man einen sch\u00f6nen Urlaub vor sich hat. Leider war dem nicht so, Thulagiri, oder von den einheimischen auch Thulhagiri geschrieben, ist keine Empfehlung wert.<\/p>\n<p>Der Zubringer Qartar Airways ist wirklich empfehlenswert. Die selbst ernannte f\u00fcnf Sterne Fluggesellschaft bietet schon in der Economy Class fast den Komfort der Business Class. Hier k\u00f6nnen sich Lufthansa und \u00e4hnliche eine oder zwei Scheiben abschneiden.<\/p>\n<p>Fehler gab es schon bei der Buchung, so wurden wir nicht darauf hingewiesen das die Reisezeit auf den Fastenmonat Ramadan f\u00e4llt und das es drei Kategorien von Bungalows gibt. Kategorie eins sind Wasserbungalows, nicht nur das man keinen Strand hat, die Bungalows sind zudem relativ klein und das zwei Meter entfernte Riff f\u00fchrt dazu das man st\u00e4ndig die Wellen schlagen h\u00f6rt. Kategorie zwei sind ger\u00e4umige Strandbungalows, teilweise auch mit Brandung, Nummer 100 bis 120 leicht versetzt und leise. Die dritte Kategorie  liegt hinter einer etwas unansehnlichen Mauer, was aber nicht so negativ ins Gewicht f\u00e4llt wie der L\u00e4rm der durch den danebenliegenden Fu\u00dfballplatz auftritt. Da die Einheimischen bis Sonnenuntergang, der Aufgrund der \u00c4quatorn\u00e4he auf ca. 18 Uhr f\u00e4llt, nicht essen und trinken d\u00fcrfen, wird anschlie\u00dfend bis in die Nacht Kricket und Fu\u00dfball gespielt, in den Pausen gerne auch mit lauter Musikuntermalung. Am Wochenende kommt dann noch die Disco vom Hotel dazu, das kann man sich dann so vorstellen wie zwischen zwei Bierzelten auf dem Oktoberfest. Die Insel war ausgebucht, daher gab es keinen Ersatz, zumindest die Musik auf dem Fu\u00dfballplatz wurde in der zweiten Woche abgestellt.<\/p>\n<p>[img width=480]http:\/\/www.eraser.org\/pix\/thula.jpg[\/img]<\/p>\n<p>Auf der Insel gibt es zwei kleine Gartenteiche mit Seerosen, die ich als M\u00fcckenbrutst\u00e4tte identifizieren konnte. Hinzu kommen die kleinen unangenehmen Stechfliegen die zu jeder Tages und Nachtzeit stechen. Nach drei Tagen hat man nicht nur eine leichte br\u00e4une, man sieht auch aus wie jemand mit Windpocken dank der vielen Stiche. Zwar wird einmal die Woche gespr\u00fcht, das interessiert die mittlerweile resistenten Tierchen jedoch nicht. Die Idee die Fenster mit Fliegengitter oder de Betten mit Moskitonetzen zu versehen, hatte auch noch niemand. An den W\u00e4nden im Bad bl\u00fchte der Schimmel, der auch nach mehrfachen anmahnen nicht beseitigt wurde. Wir haben dann selbst Hand angelegt, mit einem Handtuch lies sich das Ganze entfernen, unter das Waschbecken haben wir uns allerdings nicht vorgewagt, zu schmutzig.<\/p>\n<p>Das einzig positive ist das Essen, allerdings nur eine Woche lang, dann wiederholt sich die Speisefolge und nach zwei Wochen kann man die Mischung aus Chinesischen und indischem Essen nicht mehr sehen.<\/p>\n<p>Auch das Unterhaltungsprogramm ist f\u00fcr einen einw\u00f6chigen Aufenthalt ausgelegt, danach geht es von vorne los mit Krabbenrennen, Zauberer, Filmen und einer wirklich guten Live Band. Man kann unterschiedliche Ausfl\u00fcge unternehmen, wobei der zur Hauptinsel Male am besten ausgespart wird. Male  ist schmutzig und laut wie jede islamische Stadt, der Stadtpark, ein runtergekommener Fu\u00dfballfeld gro\u00dfer Platz, ist ein schlechter Witz. Einzig die Moschee ist sehenswert, alles andere hat man irgendwie schon mal gesehen, Stichwort Wochen- und Fischmarkt.<\/p>\n<p>Was die Kategorie der Insel angeht, kann man die viereinhalb Sterne gleich mal vergessen. Mehr als zwei Sterne w\u00fcrde ich hier nicht vergeben. Das Personal ist stets unfreundlich, faul, hochn\u00e4sig und schlampig. Der Bungalow wird nur mit einem Besen gereinigt, es sein denn man benimmt sich wie der chinesische Nachbar und kotzt nach einer durchzechten Nacht alles voll. Bahrfu\u00dfinsel ist auch nur ein Wort im Prospekt, mangels ordentlicher Reinigung um die Bungalows herum ist man gezwungen Schlappen zu tragen. Das Publikum auf der Insel ist ebenso unw\u00fcrdig. Neben vielen Russen, die schon morgens mit Bierdosen anzutreffen sind und die sich die am Tisch benehmen wie Neandertaler, gibt es viele st\u00e4ndig gackernde und am Buffet durcheinander h\u00fcpfende Chinesen. Wie die Ruseen haben auch die Chinesen nie gelernt mit Messer und Gabel umzugehen und so wird der Tisch vollgeladen und alles in den Schlund geschaufelt. Japaner, Franzosen Schweizer und noch wenige Deutsche runden das Bild ab. F\u00fcr gr\u00f6hlende Engl\u00e4nder sind wohl zu wenige Gro\u00dfbildfernseher mit Fu\u00dfballberieselung vorhanden.<\/p>\n<p>Die schon angesprochene Mentalit\u00e4t der Einheimischen f\u00fchrt dazu das ich zusammenfassend sagen muss, wenn die Malediven wegen des Klimawandels eines Tages absaufen, weine ich ihnen keine Tr\u00e4ne hinterher. Wenn man schon von Touristen abh\u00e4ngig ist, sollte man diesen wenigstens mit etwas mehr Respekt begegnen und morgens ein \u201eHallo\u201c w\u00e4re doch wohl das mindeste was man auch ohne Bakschisch erwarten kann, aber auch mit kommt es nur gepresst wenn \u00fcberhaupt heraus.<\/p>\n<p>Fazit: Einmal Malediven reicht, man muss aber auch nicht da gewesen sein! Es gibt sch\u00f6nere Orte auf der Welt, die Seychellen,  Thailand oder auch die Kanaren sind g\u00fcnstiger, sch\u00f6ner und die Menschen sind freundlicher.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eigentlich sollte man meinen wenn man f\u00fcr \u00fcber 2000 Euro pro Nase einen Urlaub auf einer viereinhalb Sterne Insel bucht, dass man einen sch\u00f6nen Urlaub vor sich hat. Leider war dem nicht so, Thulagiri, oder von den einheimischen auch Thulhagiri geschrieben, ist keine Empfehlung wert. Der Zubringer Qartar Airways ist wirklich empfehlenswert. 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