{"id":1056,"date":"2020-01-29T16:39:50","date_gmt":"2020-01-29T14:39:50","guid":{"rendered":"http:\/\/wp.eraser.org\/?p=1056"},"modified":"2020-01-29T16:39:50","modified_gmt":"2020-01-29T14:39:50","slug":"konjunkturpakete","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.eraser.org\/?p=1056","title":{"rendered":"Konjunkturpakete"},"content":{"rendered":"<p>Es ist die schwerste Krise seit der Gro\u00dfen Depression, die am 24. Oktober 1929 mit dem &#8222;Schwarzen Donnerstag&#8220; begann. Damals wie heute versuchte die Politik den Rufen nach Regulierung des freien Marktes durch die Einf\u00fchrung planwirtschaftlicher Ma\u00dfnahmen gerecht zu werden, was die Probleme nur noch versch\u00e4rft hat.<\/p>\n<p>Krisen sind ein nat\u00fcrlicher und auch notwendiger Vorgang am freien Markt; sie bereinigen einen h\u00e4ufig durch Spekulation aufgeblasenen Markt von seinen Exzessen. Leider ist diese Erkenntnis nicht sehr popul\u00e4r, und aus wahltaktischen Gr\u00fcnden handelt die Politik v\u00f6llig kontr\u00e4r zu dem, was aus wirtschaftlichen \u00dcberlegungen heraus sinnvoll w\u00e4re. Beim W\u00e4hler kommt es eben besser an, da\u00df sein Arbeitsplatz gerettet wurde, als da\u00df die Gesellschaft von einem unwirtschaftlich arbeitendenen Unternehmen befreit wurde.<\/p>\n<p>Heute will die gro\u00dfe Koalition \u00fcber das sogenannte zweite Konjunkturpaket entscheiden, das einen Umfang von rund 50.000.000.000 Euro haben soll. Begr\u00fcndet wird diese Verabschiedung mit dem &#8222;menschenm\u00f6glichen&#8220;, was die Politik leisten k\u00f6nne, so Franz M\u00fcntefering. Kein Zweifel, es ist Wahlkampfzeit, die Geschenke, die man der Bev\u00f6lkerung jetzt machen kann, sind allemal popul\u00e4r; die Schulden, die wir den kommenden Generationen hinterlassen, interessieren ja heute noch nicht. Wer erinnert sich noch an die Rede von Franz Joseph Strau\u00df, als er eine Staatsverschuldung von nur 35.000.000.000 Mark in L\u00e4ngen- und Gewichtseinheiten verdeutlicht. Mit Absicht verzichte ich bei der Nennung dieser Zahlen Auf Abk\u00fcrzungen wie Milliarden oder Millionen, damit vielleicht noch dem einen oder anderen Leser die Gr\u00f6\u00dfenordnung dieser Betr\u00e4ge gewahr wird. Heute betr\u00e4gt die Staatsverschuldung ungef\u00e4hr 1.517.659.509.914 Euro. Bei solchen Zahlen ist es kein Wunder, da\u00df der Bev\u00f6lkerung auch ein Konjunkturpaket in beliebiger H\u00f6he verkauft werden kann, ohne da\u00df sich Widerstand regt. Dennoch sollte man sich die Gr\u00fcnde f\u00fcr eine Ablehnung des Konjunkturpaketes genauer ansehen:<\/p>\n<p>1. Das Konjunkturpaket ist in erster Linie f\u00fcr Gro\u00dfunternehmen ausgelegt. Der Mittelstand wird in die F\u00f6rderungs\u00fcberlegungen \u00fcberhaupt nicht mit einbezogen, obwohl er f\u00fcr die Schaffung des Gro\u00dfteils der Arbeitspl\u00e4tze in diesem Land verantwortlich ist. Dies ist Sozialismus f\u00fcr Reiche.<\/p>\n<p>2. Das enorme Risiko eines solchen steuerfinanzierten Wohlstandspakets wird bewusst verschwiegen. Wer garantiert daf\u00fcr, da\u00df sich dieses Paket nicht als ein Fa\u00df ohne Boden entpuppt?<\/p>\n<p>3. Die Gesellschaftliche Ungerechtigkeit. Gerade bei unteren Einkommen steigt die zur Finanzierung des Konjunkturpakets erforderliche Anhebung der Steuerbelastung erheblich an, wohingegen Gro\u00dfverdiener nur moderat mehrbelastet werden w\u00fcrden.<\/p>\n<p>4. Ohne Sinn und Verstand. Die Angst, zu wenig zu tun ist gr\u00f6\u00dfer als die Angst nichts zu tun. Geht es mit der Wirtschaft wieder aufw\u00e4rts, kann die Kanzlerin dies als Erfolg verbuchen, sollte dies nicht der Fall sein, hat es eben nicht funktioniert. Ein klassisches Vabanque-Spiel, wenn man nichts mehr zu verlieren hat.<\/p>\n<p>5. Eine jetzt schw\u00e4chelnde Wirtschaft wird auf Pump wieder aufgep\u00e4ppelt. Nicht der freie Markt reguliert die Fehlentwicklungen im System, der Staat schaltet sich ein, und daf\u00fcr verwendet er Steuergeld. Wir k\u00f6nnen nur froh sein, da\u00df die abzutragende Last unsere Nachfahren tragen d\u00fcrfen<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist die schwerste Krise seit der Gro\u00dfen Depression, die am 24. Oktober 1929 mit dem &#8222;Schwarzen Donnerstag&#8220; begann. Damals wie heute versuchte die Politik den Rufen nach Regulierung des freien Marktes durch die Einf\u00fchrung planwirtschaftlicher Ma\u00dfnahmen gerecht zu werden, was die Probleme nur noch versch\u00e4rft hat. 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