Frechheit siegt!

Datum 29.01.2009 | Thema: Wirtschaft und Finanzen

Es ist zwar das Jahr der schlechten Nachrichten, dennoch gibt es fĂŒr Einige Grund genug, die Korken knallen zu lassen. Insbesondere bei den "notleidenden Banken" können die, die uns in erster Linie in diesen Schlamassel gebracht haben, sich ĂŒber saftige Bonuszahlungen freuen.
Chuzpe ist, wenn jemand Vater und Mutter erschlĂ€gt und den Richter dann um Gnade bittet, weil er ja Waise ist. So Ă€hnlich lĂ€uft es gerade in der Finanzwelt ab. Zuerst betreibt der Staat eine Zinspolitik, die Leute ohne Jobs mehrere HĂ€user kaufen lĂ€ĂŸt, und als die Blase dann platzt, schnĂŒrt er noch wahnsinnigere Rettungspakete, mit denen die verarmten City-Boys weiterhin ihre Porsche und Ferarris fahren können (Sozialismus-fĂŒr-Reiche). Gleichzeitig schreit die Regierung nach mehr Regulierung, obwohl uns das ja erst das Eingreifen des Staates durch seine Fiskalpolitik dort hin gebracht hat. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Besonders lustig wird das am Beispiel von AIG:
Zitat:
Dagegen wird der nur mit Milliardensummen vom Steuerzahler vor der Pleite bewahrte US-Versicherungskonzern AIG wird Medienberichten zufolge 450 Millionen Dollar Bonuszahlungen an Manager zahlen. Das Geld gehe an rund 400 Mitarbeiter aus der Finanzabteilung, die mit riskanten GeschĂ€ften, sogenannten Credit Default Swaps, den Konzern an den Rande des Zusammenbruchs gebracht haben, hieß es.
So Welt-online von heute.

Diesen Schritt allerdings damit zu begrĂŒnden, "Mitarbeiter an das Unternehmen zu binden, die die komplexen Themen regelten, die AIG jetzt abwickele", ist aber noch nicht der Gipel: Daß angesichts solcher Entwicklungen immer noch einige "Ökonomen" davon sprechen, diese Abzocker hĂ€tten aus GrĂŒnden der Systemrelevanz nicht bankrott gehen dĂŒrfen, schlĂ€gt dem Fass nun endgĂŒltig die Krone ins Gesicht.

Finanzieren muß das Ganze natĂŒrlich der BĂŒrger, aber auch hier ziehen sich die Golden Boys wieder aus der AffĂ€re. Wie lange wollen wir uns diese Posse noch gefallen lassen?



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