Ein durchschlagender Erfolg

Datum 02.12.2008 | Thema: Wirtschaft und Finanzen

Geldgeschenke sind in der Vorweihnachtszeit ja immer besonders beliebt. Besonders freut man sich darĂŒber bei der maroden BayernLB, wenn der Steuerzahler mal wieder mit 31.000.000.000 Euro in die Bresche springt - als Dankeschön kann man dann im Gegenzug ein paar tausend Mitarbeiter entlassen.
Finanz-Experten wie Peter Schiff und Jim Rogers, die schon lange vor der sich nun anbahnenden Rezession gewarnt haben, reisen immer noch durch die Talk-Shows und stellen vor, was uns noch blĂŒht. Auch die Rufe von renommierten Wissenschaftlern wie Max Otte verhallen in der WĂŒste. Dennoch handelt die globale Polit- und Finanzmafia genau entgegengesetzt, indem sie die Zinsen auf fast null herunterfĂ€hrt und die Gelddruckpressen auf Hochtouren laufen lĂ€ĂŸt.

Nach den Banken wollen jetzt auch die Konzernchefs der grĂ¶ĂŸten Autobauer der USA nicht auf ihre PfrĂŒnde verzichten und betteln um eine Finanzspritze. Hauptsache, man kann noch Learjet fliegen. Sollte dies tatsĂ€chlich genehmigt werden, wer wird als nĂ€chstes mit Steuergeld freigekauft? Der mittelstĂ€ndische Unternehmer mit fĂŒnf Angestellten wird es wohl nicht sein.

Daß dies zwangslĂ€ufig in einer schlimmen Krise enden muß, wird getrost vom Tisch gefegt. "Systemrelevante" Institutionen dĂŒrften nich einfach bankrott gehen. Aber je mehr man sich gegen den Markt stemmt und den "Aufschwung" herbeifinanzieren will, desto hĂ€rter wird der Aufschlag werden, und zwar global.

Aber alle bisherigen Zahlungen, BĂŒrgschaften und Garantien haben nichts gefruchtet. Die deutschen Autobauer bekommen schon mal einen kleinen Vorgeschmack von dem was da kommt, ebenso die Fluggesellschaften. In China, in den letzten Jahren immer als "Markt der Zukunft" gepriesen, werden aufgrund der Krise schon bewaffnete Unruhen befĂŒrchtet.

FĂŒr uns in Deutschland ist nur sicher, daß irgendwer fĂŒr diese horrenden Summen bezahlen muß, und wer könnte dies anderes sein als der dumme deutsche Michel. Steuersenkungen sind erstmal vom Tisch, im Gegenteil; bei Heizöl wird nochmal krĂ€ftig erhöht, ebenso wie bei der EinfĂŒhrung der Abgeltungssteuer, die nur bei den Kleinanlegern abgreift. Im gleichen Atemzug muß natĂŒrlich auch die Bestrafung der Steuerhinterzieher drastisch verschĂ€rft werden, damit niemand auf dumme Gedanken kommt. Aber wenn man zum Club der Finanzmafia gehört, gibt es eine "Sie kommen aus dem GefĂ€ngnis frei"-Karte.

Frohe Weihnachten!



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