Das böse Erwachen

Datum 24.11.2008 | Thema: Wirtschaft und Finanzen

"Es wird ein Jahr der schlechten Nachrichten", warnt uns am 22. November die beliebteste Bundeskanzlerin aller Zeiten. Das verwundert nun wirklich nicht, ist die Krise doch systembedingt. Die Druckerpressen laufen, sogar in der Schweiz werden die GeldhÀhne voll aufgedreht. Und der Wahnsinn geht weiter.
Die Citigroup, eine der grĂ¶ĂŸten Banken weltweit, nimmt 20.000.000.000 Dollar Cash und eine BĂŒrgschaft ĂŒber 306.000.000.000 Dollar auf. Wie schon am 06.10. vermutet, reicht es bei der abgewrackten HypoReal hinten und vorne nicht: also nochmal 20.000.000.000 EUR an Steuermitteln einschießen, damit die "Golden Boys" noch ein wenig weitermachen können, denn bald gibt es ja Weihnachtsgeld, und eine Pleite vorher wĂ€re höchst Ă€rgerlich. Sozialismus fĂŒr Reiche eben.

Durch diese wahnsinnigen Rettungspakete wird das Unheil nicht abzuwenden sein. Der bestĂ€ndige Aufschwung in den letzten Jahrzehnten verleitet leicht zu der Annahme, den Markt mit genĂŒgend "fresh money" in jede beliebige Richtung drehen zu können. Das wird die Krise nur verlĂ€ngern. Es ist wie mit einem Pflaster, das 'runter muß: Kurz und schmerzvoll, oder lang und schmerzvoll. Weh tut es in beiden FĂ€llen.

Ein Blick in die Geschichte zeigt, wohin die Reise geht. Nach dem Börsencrash von 1929 sorgte nicht zuletzt der "New Deal" dafĂŒr, daß die Krise lĂ€nger dauerte als nötig und letztlich die USA in den zweiten Weltkrieg brachte (http://mises.org/rothbard/agd.pdf). Daher kann man leider befĂŒrchten, dies war nicht der Anfang vom Ende der Krise, sondern eher das Ende vom Anfang. Prof. Dr. Max Otte warnt schon lange vor dem Crash und gibt dem Privatanleger RatschlĂ€ge, aus dem Gröbsten herauszubleiben, aber seit wann hören Politiker auf Wissenschaftler. Auch er rĂ€t dazu, in Zeiten der Not in krisenfeste Werte zu investieren, und dazu gehören starke Aktien und eben GOLD. Nur gerade dessen Besitz war ja in den USA ab 1933 verboten...



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