Notstand

Datum 06.10.2008 | Thema: Politik

Die Finanzkrise weitet sich aus. Anstatt den Markt sich selbst zu ├╝berlassen und die Zocker, die die Krise durch jahrelange Exzesse herbeigef├╝hrt haben, von der Platte zu fegen, gie├čt der Staat auch noch ├ľl ins Feuer. Das kann zu einem b├Âsen Erwachen f├╝hren.
Trotz aller staatlichen Eingriffe in den Markt ging es mit der Hypo Real Estate heute kr├Ąftig bergab. Kein Wunder, denn die 26.000.000.000 Euro reichen nicht. Und ob das Doppelte reichen wird, ist ebenfalls sehr fragw├╝rdig. Anstatt den Laden endlich dahin zu schicken, wo er hingeh├Ârt, n├Ąmlich in die Pleite, tun die Politiker das, was sie am Besten k├Ânnen: sappeln. Auf die Frage, welche Bank denn nun "rettungsw├╝rdig" sei, antwortet man: "Ich w├╝rde eine Bank retten, wenn sie systemrelevant ist.". Und welche in diese Kategorie fallen, das "k├Ânnen nur Experten beurteilen", frei nach Karl-Heinz Grasser, der sich somit offenbar nicht als "Experte" geoutet hat.

Welche Interessen verfolgen die, die, entgegen den Gesetzen des Marktes, das Steuergeld verpulvern und tote Patienten am Leben erhalten? Egal, wie viel Geld man hineinsteckt, es wird nicht reichen. Warum w├Ąhlt man nicht den Weg, das System mit einem lauten, aber kurzen Knall neu zu starten? Die Antwort ist einfach: es geht um Krieg.

Man darf nicht vergessen, da├č "ins Bodenlose st├╝rzende Kurse" ja immer bedeutet, da├č irgendjemand die Papiere g├╝nstig einkauft. So ├╝bernehmen arabische, chinesische und russische Investoren langsam aber sicher das, was Huntington den westlichen Kulturkreis nennt. Dieser wird aber nicht tatenlos zusehen, wie seine Industriewerte in die Hand des Gegeners fallen (und aus Sicht der US-Amerikaner ist China und der Nahe Osten immer noch genau das, machen wir uns nichts vor).

Somit besteht die M├Âglichkeit, da├č sich diese Finanzkriese zu einem massiven milit├Ąrischen Konflikt ausweitet, dessen Ende niemand mehr vorhersehen mag, au├čer vielleicht Albert Einstein. So bl├Âd, wie ich immer gerne behaupte, sind unsere "F├╝hrer" dann ja doch nicht. Die Vorbereitungen auf ein solches Szenario sind ja schon vor l├Ąngerer Zeit getroffen worden. Vor einem Jahr hat man die Zusammenstellung des BWL-Boten der in Deutschland geltenden Notstandsgesetze noch als Panikmache abgetan, heute sind diese Stimmen leiser geworden. So ein Zufall, da├č es auch gerade in die Zeit der Finanzkrise f├Ąllt, da├č die Bundeswehr im Inneren operieren darf. Als Aufh├Ąnger dient daf├╝r nat├╝rlich wieder der "Taliban-Top-Terrorist" (TTT) [TM], was denn auch sonst. Wahrscheinlicher ist eher, das "dort oben" mit entsprechenden Unruhen in der Bev├Âlkerung gerechnet wird, so da├č man den Einsatz der BW-Kr├Ąfte auf eine rechtlich einwandfreie Grundlage stellt. Zwischen Brandenburger Tor und der Siegess├Ąule gibt es ja gen├╝gend Laternen, die man auch anderweitig nutzen k├Ânnte.

Da├č die Bev├Âlkerung schei├čegal ist, dar├╝ber besteht kein Zweifel. Die Regierung garantiert fast 50.000.000.000 EURO f├╝r die abgewrackte Hypo Real Estate, die ja nun eine h├Âchst spekulative Anlage ist, aber im Vergleich nur 511.000.000.000 EURO f├╝r die Einlagen aller deutschen Sparer, also gerade mal das Zehnfache. Bin ich eigentlich der einzige, der sich hier verarscht vorkommt?

Ich halte es da lieber mit Harry Zingel: Gold pa├čt in jedes Fluchtgep├Ąck.



Dieser Artikel stammt von eraser.org
http://www.eraser.org

Die URL f├╝r diesen Artikel lautet:
http://www.eraser.org/modules/news/article.php?storyid=811