Olympiaboykott?

Datum 20.03.2008 | Thema: Politik

Boykott ist wohl eine der umstrittensten aber auch wirksamsten Mittel seinen Unmut deutlich zu machen. In der letzten Zeit wurden die Handyhersteller BenQ und Nokia für Ihre neokapitalistischen Aktionen durch Käuferboykott bestraft. Nun könnte es China treffen.
China hat in den 1950er Jahren Tibet annektiert und betrachtet es als Provinz. Das gewaltsame Vorgehen gegen die Demonstranten, die Abriegelung von Tibet und die Unterdrückung der Berichterstattung über die Ausschreitungen haben China in ein schlechtes Licht gestellt. Dass die chinesische Regierung mit Andersdenkenden im eigenen Volk nicht gerade zimperlich umgeht dürfte bekannt sein. Menschenwürde zählt nicht viel in China wenn es um Wanderarbeiter geht. Sieben Tage in der Woche täglich 12 bis 14 Stunden in schlecht bis nicht belüfteten Räumen mit giftigen Chemikalien zu arbeiten ist der Gesundheit nicht zuträglich. Interessiert aber im Westen kaum jemanden, Hauptsache billig.

Jeder Sportler der nur ein bisschen Rückrat besitzt sollte daher darüber nachdenken nicht bei den Olympischen Spielen in Peking im Sommer teilzunehmen. Gleiches wird mit gleichem vergolten, denn China war in der Vergangenheit auch des öfteren nicht angetreten, das könnte sich nun Rächen.

Wir hier jedenfalls werden nicht über die Spiele berichten, wenn dann nur darüber wie die Presse und die Bürger in China gegängelt werden.




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