Tarifpolitik wie im Kindergarten

Datum 15.11.2007 | Thema: Gesellschaft / Zeitgeschehen

Wenn man die Positionen der Bahn und der Gewerkschaft der Löckführer so liest, fühlt man sich als hätte man Kinder im Kindergarten vor sich.
Oder auch den Suppenkasper: Nein ich möchte deinen Tarif nicht! Du nimmst was auf den Verhandlungstisch kommt.

Das sind hochbezahlte Manager wie der Vorstandsvorsitzende der Bahn Herr Mehdorn, der im Monat 300.000 Euro einstreicht, die sich hier vor der ganzen Nation lächerlich machen. GDL-Chef Schells Gehalt ist mir nicht bekannt, es dürfte aber deutlich über dem eines Durschschnittslockführers sein. Das Angebot der Bahn von 4,5% und der Auszahlung der Überstunden ist gelinde gesagt eine Frechheit.


Die Politik steht völlig unbeholfen daneben und kommt mit schwachen Forderungen zu Verhandlungen zu Wort.

Wir erinnern uns: Der Eigner der Bahn ist der Staat! Da fragt man sich ob die Bundesregierung nicht, wie die Bahn selbst, nur den Börsengang im Auge hat. Als Besitzer könnte man schon erheblichen Einfluss auf den Vorstand der Bahn ausüben.

Und so ist es wie es ist, auf dem Rücken der Allgemeinheit, denn es sind seit Gestern 12 Uhr ja nicht nur die Pendler betroffen, streiten hier zwei Kinder um ein Spielzeug mit Milliardenwert.



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