Hausgemachter Fachkräftemangel

Datum 26.06.2007 | Thema: Gesellschaft / Zeitgeschehen

Die OECD rät Deutschland die Einwanderung für Ausländer zu erleichtern, insbesondere für Fachkräfte. Die Metall- und Bauindustrie sowie die Handwerker klagen über einen Fachkräftemangel und fordern den Zuzug von Ausländern. Auch Krankenhäuser sind betroffen, Ärzte fehlen allen allen Orten. Hätte man vor ein zwei drei Jahren aufgepasst wäre das völlig unnötig.
Zwei Faktoren haben Maßgeblich zur augenblicklichen Situation geführt.

Zum einen haben Firmen in den letzten Jahren zu wenig investiert und die Wirtschaft lag brach, man hat vor allem erfahrene ältere Mitarbeiter schon mit mitte 50 in den Ruhestand verabschiedet und gleichzeitig hat man die Ausbildungsplätze reduziert. Nun wo die Konjunktur anzieht rächt sich dieses Verhalten.

Zum anderen haben immer höhere Steuern und Abgaben zu einer Flucht von gut ausgebildeten Kräften geführt. Je mehr ein solch hochqualifizierter Facharbeiter verdient, je mehr Sozialabgaben und Steuern muss er zahlen. Zudem wurden die Hürden für eine Selbstständigkeit dermaßen hoch gesetzt, dass man vor lauter Bürokratismus kaum zu seiner eigenen Arbeit kommt. Selbstständige werden nicht nur durch die Steuer gezwungen Buchführung zu betreiben, nein ständig müssen Statistiken ausgefüllt werden und die Krankenkassen prüfen auch immer häufiger die Lohnbuchhaltung.

So verwundert es niemanden, dass gerade Handwerker und Ärzte ins Ausland gehen wo sie mehr Netto für Brutto bei teils besseren Arbeitsbedingungen bekommen.

Eine Lösung wäre sicherlich die Pensionäre mit guten Angeboten zu locken, aber dazu sind die Unternehmer zu gierig, sie wollen lieber billige Inder.




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