Gesundheitsref├Ârmchen

Datum 22.07.2003 | Thema: Politik

Da setzen sich, gezwungenerma├čen, Vertreter aller Parteien zwei Wochen lang an einen Tisch und verhandeln ├╝ber eine Gesundheitsreform mit dem Ziel, das Gesundheitssytem bezahlbar zu machen. Man hat Konzepte und Ideen die von Experten begr├╝├čt werden mit in die Runde genommen, und was passiert? Es kommt ein fauler Kompromiss raus bei denen am Ende der Versicherte der Dumme ist.

Wie kommt das? Lesen Sie mehr.
Die Bundesregierung hatte einige gute Ans├Ątze:

Eine positiv Liste mit wirksamen Medikamenten.
Eine Patientenrechnung die der Patient vom Arzt bekommt, abzeichnet und an die Krankenkasse gibt, der Umweg ├╝ber die Kassen├Ąrtliche Vereinigung entf├Ąllt.
Eine Praxengeb├╝hr.
Beteiligung aller Gruppen, auch Beamte und Selbst├Ąndige, an den gesetzlichen Krankenkassen.

Das Dilemma an der Geschichte: Zwar kann die Regierung im Bundestag alles so verabschieden, aber durch den Bundesrat kommen die Getze nicht weil dort die CDU/CSU die Mehrheit hat.

Vern├╝nftigerweise setzt man sich dann an einen Tisch und verhandelt. Leider ist bei diesen Verhandlungen nicht ann├Ąhernd das rausgekommen was man erhoffte, ein Gro├čer Wurf. Von den o.g. Punkten ist nur noch die Praxengeb├╝hr ├╝bergeblieben, statt dessen w├Ąlzt man nun die Kosten voll auf die Versicherten ab:

Der Zahnersatz wird aus dem Leistungskatalog gestrichen, man muss eine Zusatzversicherung abschlie├čen.
Die Lohnfortzahlung wird ab 2007 der Arbeitnehmer alleine tragen und muss dazu eine neue Versicherung abschlie├čen.
Die Praxisgeb├╝hr f├Ąllt einaml im Quartal an und betr├Ągt 10 Euro.
Die Zuzahlung zu Medikamenten steigt auf max. 10 Euro.

Fazit: Das war ein Schuss in den Ofen!

Ein Beispiel: Ein Angestellter mit 2500 Euro brutto spart, durch das sinken der KV-Beitr├Ąge 6,80 Euro im Monat. Die Zusatzversicherung f├╝r den Zahnersatz kostet aber wohl 7,50 Euro im Monat! Der einzige Nutznie├čer ist der Arbeitgeber. Mehr Beispiele diese Unsinnigkeit auf Spiegel.de




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