Das Trojaner-Handy

Datum 19.12.2006 | Thema: Ăœberwachung

Wie der Spiegel gerade berichtet, kann Abteilung "Guck und Horch" sich auch in Deutschland bald auf eine Vereinfachung der Überwachung freuen. Die dafĂŒr nötige Funktion (Mikrofon) liefert das beliebte Handy ja schon von Haus aus mit.
Es passiert viel in diesen Tagen auf dem Überwachungssektor. Berichteten wir erst kĂŒrzlich ĂŒber die WiedereinfĂŒhrung der PKZ zu Administrationszwecken der Finanzbehörden, wollen wir heute das Augenmerk auf die technischen Hilfsmittel richten, die dem staatlichen Überwachungsapparat jetzt oder in nicht allzuferner Zukunft zur VerfĂŒgung stehen.

Es wird keine Möglichkeit ausgelassen, um möglichst einfach GesprĂ€che von VerdĂ€chtigen belauschen zu können. War es frĂŒher noch notwendig, physischen Zugriff in den RĂ€umen des abzuhörenden Subjektes zu erlangen, um dort eine Wanze zu installieren, wurde das Abhören mit der Zeit erheblich vereinfacht. Die "aktiven" Methoden werden zunehmend durch passive, nicht-invasive ersetzt. Per Laser kann man heute die durch Stimmen erzeugten Schwingungen eines Fensters messen. Die Sendeleistung eines Monitors auszunutzen ("Datendiebstahl aus der Luft", DER SPIEGEL (33/2006)) ist ebenfalls ein Weg, sich Daten zu verschaffen.

Der nĂ€chste Schritt passiver Natur, die Überwachung von Mobiltelefonen, ist nur folgerichtig. Gleichzeitig erfolgt an der Internet-Front ein weiterer Vorstoß: Das BKA will mit dem staatlich lizensierten Hack Daten von den Rechnern VerdĂ€chtiger sammeln. Weil ja bald Weihnachten ist. Fertig ist das Polizeistaats-Carpaccio.






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