Bürgermeisterwahlen in Tamm [Update]

Datum 24.10.2006 | Thema: Politik

Wie Sie kennen Tamm nicht? Macht nichts viel zu sehen gibt es da nicht, wenn man mal vom neuen Vorplatz vor dem Rathaus absieht. Für diesen müsste man eigentlich den Planer und die Gemeinde verklagen, denn eine andere Bezeichnung als Betonwüste hat der nicht verdient.
Unser letzter Bürgermeister Maisch war derart erfolgreich, dass er zum Oberbürgermeister von Vaihingen Enz gewählt wurde. Nun also stellen sich zwei Kandidaten als Nachfolger zur Wahl. Welches Übel soll man denn wählen? Zwei Herren die, so sieht es aus, noch nie für Geld richtig arbeiten mussten. Studierte Verwaltungshengste die meinen mit Statistiken und Zahlenmodellen kann man einen Ort regieren.

Nehmen wir einmal die Wahlprogramme der beiden Kandidaten unter die Lupe.

Ilias Schmid möchte die Ertragslage der Gemeinde verbessern. Soll wohl heißen, dass die Grundsteuerbemessung geändert wird um höhere Einnahmen zu bekommen. Er möchte das mehr Arbeits- und Ausbildungsplätze geschaffen werden. Veileicht bedeutet das, das die Gemeinde noch mehr Sessel... beschäftigen möchte, denn in der freien Wirtschaft kann ein Bügermeister wohl kaum Stellen schaffen. Die Bebauungsdichte soll gelockert werden, will er Gebäude abreißen lassen und Bäume pflanzen?

Sein Mitbewerber Roland Zeller hat schon als Kämmerer der Gemeinde Tamm dafür gesorgt, das Tamm einen kleinen Berg von Schulden angehäuft hat. Auch er will noch mehr Baumaßnamen und noch mehr Arbeitsplätze schaffen. Wie er das schaffen will sagt auch er nicht. Vermutlich will er die ohnehin hohen Personalausgaben der Gemeinde noch weiter erhöhen.

Und so bleibt einem nur die Wahl zwischen Not und Elend oder, wie ich es tun werde, gar nicht zur Wahl zu gehen.

[Update]

Gestern gab es ine skurile Geschichte über den Kandidaten Zeller in der Ludwigsburger Kreiszeitung. Die Gemeinde Tamm streitet sich seit drei Jahren mit dem Besitzer eines Einfamilienhauses über die Farbe der Dachziegel. Die jetztigen Besitzer haben das Haus damals mit dieser Dachbedeckung gekauft und wussten nicht, dass im Baugebiet rote Dachziegeln vorgeschrieben sind. Nun kommt Herr Zeller ins Spiel. Bei einem Ortstermin wollte dieser nicht, das die grauen Dachziegel rot gestrichen werden, ebenso lehte er es ab, dass die Zeigel bis zur nächsten Deckung so belassen werden. Er bestand darauf, dass das Dach neu mit roten Ziegeln zu decken sei, Notfalls auch mit Zwangsmaßnahmen!

Der gefundene Kompromiss mutet seltsam an. Die grauen Ziegel dürfen bleiben, wenn über diese Sonnenkollektoren angebracht werden! Nur nebenbei sei erwähnt das Solarpanels antrzitfarbend, also auch grau aussehen. Und so jemand will Bürgermeister werden.



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