Lohnsteigerung für die Inflationsrate

Datum 15.05.2015 | Thema: Wirtschaft und Finanzen

Das Wissen aus dem Volkswirtschaftsgrundkurs haben unsere Notenbanker von der EZB und unsere Politiker nicht mehr drauf. Stattdessen wird an den falschen Stellschrauben gedreht, zumindest teilweise.

Herr Draghi möchte also die Deflation (Geldaufwertung) in der Eurozone stoppen. Nun grundsätzlich ist eine Deflation ja nichts Schlimmes. Man kann für das vorhandene Geld mehr Waren kaufen, das sollte sich eigentlich wieder von alleine regeln, weil die Preise anziehen sollten. Blöd nur, wenn diese Inflationsrate nur von einen Konsumgut wirklich heruntergezogen wird: 1.5.4.3. Liquid fuels -19,3 % in Europa.

Das sieht man wieder, wieder wie abhängig wir vom Öl sind. Im Gegensatz dazu ist der Strompreis unverändert teuer. Die Leute müssten also wieder mehr spritschluckende Autos kaufen, das wäre eine Möglichkeit. Unterhaltungselektronik ist seit jeher der technischen Entwicklung unterworfen und fällt dank fehlender Innovationen stetig im Preis.
Zurück zum Ursprungsproblem: Wie steigere ich die Inflationsrate?

Lohnerhöhungen führen automatisch zu der bekannten Lohn-Preis-Spirale. Steigt der Lohn, dann steigen auch die Preise für Konsumgüter. In der Industrie funktioniert das auch ganz gut, denn die Löhne steigen ja ganz anständig und immer über der Inflationsrate. Der öffentliche Dienst, das sind nicht die Beamten, bekommen etwas mehr als die Inflationsrate. Da gibt es aber viele Branchen, die deutlich unter dieser Rate liegen. Auch hier schneidet die IG Metall sehr gut ab.

Vergleich bei Öffentlicher-Dienst.info


Da wäre es auch Aufgabe des Staates hier einmal seinen Angestellten mehr Geld zu zahlen. Dazu zählt auch die Deutsche Bahn AG, als Staatsunternehmen. Aber unsere Politiker sparen sich ja kaputt. Mit einer Ausnahme: Für Politiker sind die Diätenerhöhungen jedes Jahr wieder üppig, Ausnahme Hamburgische Bürgerschaft. Aber vor allem geht die Bundesregierung großzügig mit sich selbst um. Von den Nebenjobs unserer Politiker möchte ich nicht reden. Arbeitnehmer vieler anderer Branchen haben eine immer geringe werdende Kaufkraft. Verglichen mit dem schon nicht hohen Gehalt im öffentlichen Dienst kann das nichts Gutes bedeuten.

Ein weiteres Problem unserer Inflationsrate, ist der nicht homogene EU-Binnenmarkt. Die nationalen Märkte und ihre Wirtschaft sind einfach zu verschieden, um diese mit einer Inflationsrate und einer Zinspolitik zu managen. Sicher Deutschland geht es im Moment sehr gut, doch ziehen wir die anderen EU-Staaten zu uns rauf oder ziehen die uns runter?

Und weil wir alle English können: Hier der Link zur EZB:
Inflationsrate EU



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