Haben wir SEPA gebraucht?

Datum 20.04.2015 | Thema: Wirtschaft und Finanzen

Etwa 14 Monate nach dem ersten Umstellungstermin und 8 Monate nach der Langspielzeit der EZB ist SEPA mit IBAN und BIC zum Normalfall geworden. Dennoch immer noch unschön mit langen zahlen, viele Nullen in der Mitte und für den Normalbürger unbedingt notwendig?

Schauen wir uns da einmal Zahlen von mittelständischen kleinen Banken an. Was haben die für Energie und Geld in die Umstellung gesteckt, um Kunden aufzuklären? Zu viel für zu wenig Nutzung. Aber wir haben SEPA ja unbedingt gebraucht!

Wir reden tatsächlich von einem Anteil in Höhe von 1,25% an Überweisungen an SEPA-Teilnehmerländer. Wow! Das haben wir wirklich gebraucht. Für ganze 1,25% also die absolute Minderheit müssen alle anderen 98,75% der Bevölkerung darunter leiden.

Bei SEPA-Lastschriften, die dank Mandatsreferenz (kann das jemand hier erklären?), Gläubiger-ID und Vorlauffristen für ein echtes Bürokratiemonster gesorgt hat, sieht es noch schlechter aus. Ganze 0,85% der Lastschriften wurden aus den Teilnehmerländern eingezogen. Ja da freut man sich doch!

Gewinner waren einzig und alleine die Softwarehersteller für Buchhaltung und Online-Banking. Für die Hersteller, die den Schweinezyklus überlebt haben, war wieder Goldgräberstimmung angesagt. Teilweise mussten kleine Unternehmen mal eben 10.000,00 EUR auf den Tisch legen, weil sie ja seit 7 Jahren keine Update gekauft haben.
Bei SEPA sind wir alle Verlierer…




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