EU regelt Kreditkartengebühren und Mastercard und VISA reiben sich die Hände

Datum 24.02.2015 | Thema: Wirtschaft und Finanzen

Die EU schützt US-Unternehmen im Sinne des europäischen Verbrauchers!

Seit November hat die EU mit ihrer Regelwut Ausschüttungen an kreditkartenausgebende Institute stark reduziert. Die illusorische Annahme sind sinkende Preise für Kunden.

Doch was steckt wirklich dahinter?

Diners Club, American Express, Union Pay und JCB fallen übrigens nicht unter diese Regelung, nur die beiden großen US-Unternehmen Mastercard und VISA sind betroffen. Gerade American Express belastet Händler mit unglaublichen Disagios und damit also auch den Verbraucher.

Die Annahme der EU: Durch Absenkung der o.g. Ausschüttung sinken die Disagios von Mastercard und VISA, damit hat der Händler höhere Einnahmen und der Preis für den Kunden sinkt.

Sicher doch! Das passiert auch nur in der Phantasiewelt der EU-Bürokraten. Bisher hat noch kein Zahlungsprovider seine Disagios gesenkt. Wohl aber die Ausschüttung an die kartenausgebenden Institute ist bereits seit November gesunken.

Die Differenz dieser Einnahmen stecken sich also der Zahlungsprovider und die beiden amerikanischen Unternehmen Mastercard und VISA in die Taschen. Wo habe ich als Verbraucher profitiert? Ah ja, weil die Banken weniger Geld mit ihren Karten verdienen steigen dann die Kartengebühren. Super Idee von der EU! Übrigens habe ich noch keinen Händler gesehen, der die Preise gesenkt hat… wieso auch, er hat noch nichts gespürt. Oh und dann ist da noch die unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers – tja da kommt dann auch die EU im Moment noch nicht vorbei.

Was bleibt ist, wie bei vielen EU-Verordnungen ein fader Beigeschmack und das Gefühl einmal mehr verarscht worden zu sein.




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