Sparen mit der Sparlampe

Datum 01.02.2013 | Thema: Tests

Glühbirnen sind ineffizient und verbrauchen zu viel Energie – eine der Begründungen warum nach Australien die EU die Leuchtmittel mit Glühfaden aus Wolfram verboten haben. Ende August 2012 schickte die EU nun auch Glühbirnen mit 25 Watt Verbrauch in Rente, es wird Zeit ein Zwischenfazit zu ziehen.


Weitere Argumente für die Energiesparlampen, die von Aufbau her den alten Neonröhren ähneln, war, dass die Lampen im Betrieb nicht nur weniger Energie verbrauchen, sondern auch viel länger halten sollten. Mit dieser Behauptung möchte ich heute aufräumen. Denn nicht nur das die Energiesparlampen giftiges Quecksilber enthalten und deshalb bei einem Defekt in den Sondermüll müssen, nein auch die Haltbarkeit ist nicht wie versprochen.
Der „Selbsttest“ auf den ich diese Behauptung aufbaue, habe ich nicht selbst vollzogen, ich habe bis heute keine Energiesparlampe in meiner Wohnung. Die Firma in der ich tätig bin, hat vor ziemlich genau zwei Jahren alle Lampen auf den Fluren ausgetauscht und durch neue ersetzt. Gleichzeitig flogen auch die Glühbirnen raus und es wurden Energiesparlampen eingeschraubt.

Und jetzt zu den harten Fakten:

Die Lampe brennen durchgehend von 7 bis 8:30 Uhr und von 17 bis 19 Uhr. In den Zeiten dazwischen kann man sie einschalten so das sie drei Minuten am Stück leuchten.

In jeder Lampe sind zwei Leuchtmittel verschraubt, ein Flurbereich hat 14 Lampen und somit 28 Leuchtmittel.

Nach einem Jahr waren acht von 28 Lampen defekt und wurden ausgetauscht.

Nach einem weiteren Jahr waren zehn von 28 defekt und mussten getauscht werden.

Das bedeutet, dass mehr als die Hälfte der Glühmittel innerhalb von zwei Jahren defekt waren und ersetzt werden mussten. Rechnet man die Nutzung hoch, so kommt eines der Leuchtmittel auf vielleicht 3000h statt der von der Industrie und der EU propagierten 10.000 Stunden. Rechnet man nun dazu, dass diese Leuchtmittel meist das Zehnfache kosten und in der Herstellung und bei der Entsorgung viel mehr Energie benötigt wird als bei den alten Glühbirnen, kommt man nicht nur bei den Kosten sondern auch bei der Energieeffizienz negativ raus.
Zum Vergleich: In meiner Wohnung habe ich insgesamt 40 Halogenlampen von denen ich im Laufe von 10 Jahren die Hälfte austauschen musste.

Fazit für mich: Energiesparlampen kommen mir auch in Zukunft nicht ins Haus, wenn ich umsteige dann auf die vielfach schon erhältlichen LED Leuchten.




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