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Apple iPhone 3G Dauertest - Tests - Die Nachrichten
Tests : Apple iPhone 3G Dauertest
Geschrieben von Webmaster am 02.12.2008 (2083 x gelesen) Artikel vom Autor
Tests

Seit einem halben Jahr ist das Kulthandy mit UMTS nun im Handel
erhältlich, die Konkurrenz schläft nicht und bringt eigene Modelle auf den Markt welche versuchen die Bedienung des iPhones nachzuahmen. Wir haben das Gerät unter die Lupe genommen und berichten über Pro und Kontra.

Viele wollen es, einige haben es und die meisten können oder wollen es sicht nicht leisten, Apples iPhone 3G. Schon der Name ist verwirrend, denn 3G bedeutet nicht etwa die dritte Generation des Telefons sondern des Mobilfunknetzes. Was beim ersten iPhone bemängelt wurde, den aktuelle Mobilfunkstandard zu nutzen, hat das neue Gerät nun UMTS mit HSDPA. Das bedeutet statt bisher mit bis zu 200kbit/s, schafft das neue Gerät es mit bis zu 7,6Mbit/s die Daten aus dem Internet zu ziehen, so denn das Netz ausgebaut ist. Ansonsten greift es auf EDGE oder GRPS zurück. Mit der Firmware Version 2.2 ist die UMTS-Anbindung drastisch verbessert worden, wo andere Mobiltelefone schwachen UMTS Empfang zeigten, zeigte das iPhone nur EDGE Verfügbarkeit an, dies hat sich nun geändert. Testfahrten mit anderen Mobiltelefonen zum Vergleich ergaben, dass das iPhone jetzt auf einem guten Stand ist. Darunter leidet allerdings auch die Akkulaufzeit, bei intensiver Nutzung muss das Gerät nach drei Stunden wieder aufgeladen werden, ein Standby von einer Woche ist aber durchaus drin.

Ein Touchscreen, also der berührungsempfindliche Bildschirm, an sich ist nichts neues, so etwas gab es schon vor Jahren bei so genannten PDAs z.B. vom Anbieter Palm. Neu ist hier das man mit mehreren Finger ein Multitouch bekommt und das die Technik dahinter eine Andere ist. Statt des üblichen druckempfindlichen Systems kommt hier ein kapazitives System zum Einsatz. Man drückt nicht mehr auf den Bildschirm sondern berührt ihn nur leicht. Das hat zum Vorteil, dass der Bildschirm nicht durch einen Stift zerkratzt wird, allerdings ist die Steuerung leicht ungenauer.

Die Bedienoberfläche ist auf den Touchscreen ausgerichtet, die Programme lassen sich dadurch sehr gut bedienen. Einzig bei Internetseiten mit sehr kleinen Schriften wäre ein Stift an manchen Stellen hilfreich, aber dank Multitouch kann man stufenlos zoomen um so genauer anwählen zu können.

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Bildschirmabschuss vom iPhone

Wir haben alle derzeit auf den Markt befindliche Mobiltelefone mit Touchscreen getestet, keines der anderen Geräte hat einen derart guten Touchscreen wie das iPhone. Alle sind Druckempfindlich und erschweren so die Bedienung mit den Fingern. Bei Geräten von Samsung Beispielsweise muss man mit dem Finger auf dem Display klopfen damit eine Reaktion erfolgt. Das LG Viewty ist da schon näher dran, will man hier ähnlich arbeiten behindert einen jedoch das nicht durchgängige Bedienkonzept. Daran. Statt der Fingerkuppe ist man hier auf den Fingernagel angewiesen. Die wohl schlechteste Bedienung bietet der Blackberry Storm, ich kann diesem Bericht nur zustimmen.

Beim iPhone gibt es eine Reihe an Software die Mitgeliefert wird, Funktionen die noch fehlen, können durch, teilweise kostenlose, Programme hinzugefügt werden. Oft bemängelt wurde das das iPhone keine MMS-Möglichkeit besitzt, allerdings bekommt man auf der anderen Seite eine vollständige E-Mail Funktion, die im Gegensatz zum MMS-System einen kostenlosen Versand von Daten ermöglicht. Ich persönlich hatte zuvor schon Telefone mit MMS-Funktion und habe diese nie benutzt, da mir die Kosten zu hoch waren.

Eine tolle Funktion bietet der eingebaute GPS-Empfänger. Nach ca. 20 bis 30 Sekunden ortet das Telefon die aktuelle Position und man kann in der Umgebung suchen. So kann man Beispielsweise nach dem nächsten Cafe oder Restaurant suchen, die Position des geparkten Autos speichern und per Routenfunktion wieder den Weg zurück zeigen lassen. Ein Navigationsgerät lässt sich dadurch jedoch nicht ersetzen, dazu fehlt eine Sprachausgabe.

Gut sind auch die Bewegungssensoren. Nicht nur der Browser und die iPod-Software machen davon gebrauch indem Sie den Bildschirm auf Querformat umstellen, auch Spiele wie z.B. das vom Commodore C64 bekannte Rennspiel Pole Position lässt sich darüber steuern. Das macht sehr viel Spaß.

Manche mögen die Tastatur vermissen, die Bildschirmtastatur, die in einigen Applikationen auch im Querformat angeboten wird, ist nach kurzer Eingewöhnungszeit gut bedienbar. Seit dem Update der Firmware auf Version 2.2 ist die Rechtschreibhilfe besser geworden und zudem auch abschaltbar.

Da es Apple untersagt direkt auf das iPhone als portablen Speicher zu zugreifen und auch einige Anwendungen nicht zulässt, haben sich Hacker Zugang zum iPhone verschafft, um dieses Grenzen zu sprengen. Durch einen so genannten Jailbreak ist man in der Lage per WLAN auf das Dateisystem zuzugreifen und das Telefon auch als Modem zu benutzen. Mit etwas mehr Anstrengung kann man die Bedienungsoberfläche derart verändern, das man meint vor dem Bildschirm des Raumschiff Enterprise zu sitzen.

In den USA ist es seit längerem möglich ganze Kinofilme über iTunes zu kaufen und am PC, per Aple TV auf dem Fernseher und auch auf dem iPhone zu betrachten. Filme haben dabei auch eingebaute Kapitel, die man bequem ansteuern kann, fast so wie beim DVD Player. Die Bild- und Tonqualität ist überzeugend. Abstecher zum Videoportal YouTube sind ebenso möglich wie Audio- und Videoposcasts.

Kommen wir nun zu Pro und Kontra:

Pro
Bester Touchscreen auf dem Markt
Einfache Bedienung
Schnelle UMTS Anbindung
Gute Sprachqualität
Guter Musikspieler
Bester Internetbrowser auf dem Markt
Vollwertiges E-Mailprogramm
GPS und WLAN eingebaut
Tausende gute, teils kostenlose Programme
Großer Bildschirm zum Betrachten von Bildern und Videos
Formschönes Design

Kontra:
Relativ teuer
Mickrige Kamera (2 Megapixel ohne Autofocus)
Kurze Akkulaufzeit
Lieferumfang Mager (USB-Ladekabel, Reinigungstuch, Kurzanleitung, Netzteil)
Datenaustausch nur mit iTunes und nur beschränkt

Links:
Apple iPhone
iSzene deutschsprachiges privates iPhone Forum
CompanionLink Software (Syncronisierung mit anderen Mailprogrammen z.B. Lotus Notes, Groupwise etc.)

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