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Der tiefe Fall eines Aufsteigers - Nachrichten - Die Nachrichten
Nachrichten : Der tiefe Fall eines Aufsteigers
Geschrieben von derfaekaldoktor am 16.03.2005 (1276 x gelesen) Artikel vom Autor
Nachrichten

Ein Gespräch mit einem ehemaligen Mitarbeiter* eines sogenannten Finanzoptimierers läßt den Traum des Starverkäufers platzen.


Aus dem Nähkästchen geplaudert klingt das in etwa so:

Nachdem ich mich selbstständig gemacht habe verzichtete ich auf einen großen Teil eines festen Gehalts. Das Einkommen sollte durch großzügige Provisionen hereinkommen. Mir wurde das Blaue vom Himmel versprochen. Zusagen, die leider nur mündlich erfolgt sind wurden dabei nicht eingehalten. Meine Anfangsinvestition bestand erst einmal darin mir ein eigenes Büro zuzulegen. Fortan versuchte ich über einen kleinen Kundenstamm, der mir zugeteilt wurde meine Produkte an den Mann zu bringen. Von Fonds über Lebensversicherung und Bausparverträge war alles dabei. Fonds waren aber in den letzten Jahren eher schwierig an den Mann zu bringen, die Anleger hatten sich die Finger verbrannt.

Das Geschäft lief nicht besonders, meine Ersparnisse waren verbraucht und ich baute einen Schuldenberg auf. Dann machte ich einen Fehler: Ich versuchte Freunde, Bekannte und ehemalige Schulfkameraden meine Produkte anzudrehen. Fuhr tausende Kilometer mit meinem geleasten Wagen, um ein Geschäft abzuschließen, um in der Hirachie des Unternehmens aufzusteigen, was mir ein höheres Festeinkommen gesichtert hätte. Freunde wollten nichts mehr von mir wissen, da ich meinen Arbeitgeber in höchsten Tönen lobte und bei jeder Gelegenheit versuchte ein Produkt zu verkaufen. Laptop und Verträge waren immer dabei. Dann kam der Ausstieg. Ich hatte die Nase voll, von morgens um 7:00 bis abends 23:00 und später war ich auf Achse für nichts und wieder nichts. Von meinem Aufstieg wurde nichts, da meine Zahlen nicht gut genug waren. Um aus dem Vertrag rauszukommen mußte ich bluten und eine Ablöse an meinen ehemaligen Arbeitgeber zahlen. Nun habe ich wieder einen festen Job, allerdings muß ich einen dicken Abtrag leisten.


Dazu paßt auch, daß sich merkwürdigerweise sogar Elektroinstallateure plötzlich als Anlageberater verdingen und mir auflauern, weil ich in der 7. Klasse einmal mit ihnen zur Schule ging, bevor Sie sitzenblieben...


*Name bekannt

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